Aussaat von Winterweizen

Beim Anbau von Winterweizen nach intensiver Technologie sind hochwertige Saaten eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Ertragssteigerung.

Für die Aussaat werden nur konditionierte Saaten verwendet. Sie müssen eine hohe Keimfähigkeit (mindestens 92%), eine gute Keimenergie, Triebkraft, Reinheit von Unkrautsamen und anderen Verunreinigungen (mindestens 92%) sowie Sortenreinheit (mindestens 98%) aufweisen. Die Saaten müssen groß, schwer und mit einer Feuchtigkeit von nicht mehr als 15-15,5% sein.

Vorbereitung der Weizensaaten für die Aussaat

Nach der Ernte werden die Saaten gereinigt und sortiert, wobei Getreidereinigungsmaschinen und -aggregate verwendet werden.

In den nordwestlichen Regionen, wo frisch geerntete Saaten keine Zeit für die Nachernte-Reifung haben und eine geringe Keimfähigkeit und Keimenergie aufweisen, ist eine wirksame Methode der zusätzlichen Saatgutvorbereitung die Luft-Wärme-Erwärmung in der Sonne für 5-6 Tage oder in warmen Räumen mit einer Temperatur von 20-30 °C und guter Belüftung für 8-10 Tage.

Zur Desinfektion von Krankheitserregern (Wurzelfäule, Mehltau usw.) werden die Saaten mit Beizmitteln behandelt, wie z.B.: 15 % Baytan-Universal (2 kg/t), Vitavax (2,5-3 kg/t), 50 % Fundazol (2-3 kg/t) und andere. Ein besserer Kontakt mit den Beizmitteln wird durch Inkrustierung der Saaten (Natriumcarboxymethylcellulose) — 0,1-0,2 kg/t oder PVS (Polyvinylalkohol) — 0,5 kg/t erreicht.

Aussaatzeitpunkte für Winterweizen

Optimale Aussaatzeitpunkte gewährleisten eine normale Pflanzenentwicklung, die in der Lage ist, strenge Überwinterungsbedingungen zu ertragen. Der Weizen wird 50-55 Tage vor dem Überschreiten der durchschnittlichen Tagestemperatur von 5 °C ausgesät, damit die Pflanzen bis zum Winter 3-4 Triebe bilden können. Sowohl bei frühen als auch bei späten Aussaatzeitpunkten sinkt der Kornertrag des Winterweizens. Bei frühen Aussaaten wachsen die Pflanzen über, altern und werden von Schädlingen befallen. Späte Aussaaten überwintern schlecht, bleiben im Wachstum zurück und haben eine geringe produktive Bestockung. Obwohl Winterweizen und Roggen besser überwintern als Wintergerste, sollte man mit den Terminen nicht zu spät sein.

Von wissenschaftlichen Einrichtungen wurden folgende kalendarische Aussaatzeitpunkte für Weizen festgelegt: Polesie — 1.-15. September, Waldsteppe und westliche Gebiete — 5.-20. September, Steppe — 5.-25. September, Krim und Südrussland — 15. September-5. Oktober. Auf fruchtbaren Böden nach den besten Vorfruchten und bei ausreichender Feuchtigkeit in der Aussaatbodenschicht wird der Weizen in der zweiten Hälfte der optimalen Zeiträume gesät. Bei früherer Aussaat kann er überwachsen, von Getreidefliegen (Schwedische Fliege, Hessische Fliege u.a.) befallen werden und die Frost- und Winterhärte verringern.

Aussaatmengen von Winterweizen

Die Aussaatmenge wird je nach Klima- und Witterungsbedingungen, Saatgutqualität, Sorte, Aussaatmethode, Verunkrautung des Feldes, Vorfrucht und anderen Faktoren festgelegt. Als optimal sollte die Aussaatmenge angesehen werden, die unter den gegebenen Boden- und Klimabedingungen eine optimale Feldaufgang, Überwinterung, Frühjahrs-Sommer-Erhaltung der Pflanzen und eine optimale Bestandesdichte an produktiven Halmen gewährleistet.

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Die maximale Produktivität des Weizens wird bei einer Pflanzenanzahl zur Erntezeit von 300-400 Stück/m2 und einer Bestandesdichte von 500-700 Stück/m2 erreicht. Die Bildung der optimalen Pflanzendichte auf der Anbaufläche hängt in erster Linie von der Feuchtigkeitszone ab – sie ist feuchtigkeitsempfindlicher als Winterroggen.

So ist in den westlichen und nördlichen Regionen, die besser mit Feuchtigkeit versorgt sind, die Saatdichte und damit die Aussaatmenge höher als in den trockenen südlichen und östlichen Gebieten, wo es für dichte Saaten an Feuchtigkeit mangelt und diese nur durch Bewässerung erreicht wird. Nach Empfehlungen von Forschungseinrichtungen betragen die durchschnittlichen Aussaatmengen in den Boden-Klima-Zonen: in Polesien 5,0-5,5, in der Waldsteppe 4,5-5 und in der Steppe 4-4,5 Millionen keimfähige Samen pro Hektar.

Bei der Festlegung der Aussaatmenge müssen die Bestockung und die Wuchshöhe der Sorten, die den Halmbestand bilden, sowie die Lageranfälligkeit berücksichtigt werden. Die Aussaatmengen werden bei Verzögerung der Aussaat, bei Aussaat nach Stoppelvorfrüchten, bei Schmalreihensaat und anderen Methoden erhöht. Bei der Bestimmung der Aussaatmenge sind auch die Keimfähigkeit, Reinheit und das Tausendkorngewicht der Samen zu beachten.

Aussaatmethoden von Weizen

Weizen wird mit verschiedenen Methoden gesät: im üblichen Reihenabstand von 15 cm, im Schmalreihenverfahren mit 7,5 cm Reihenabstand, im Kreuzsaatverfahren mit 15 cm Reihenabstand und anderen. Bei der intensiven Anbautechnik von Winterweizen ist das übliche Reihensaatverfahren am weitesten verbreitet. In Gebieten mit übermäßiger Feuchtigkeit auf schweren Böden wird auf Dämme gesät. Für eine qualitativ hochwertige Düngung und den Einsatz von Pestiziden während der Vegetationsperiode wird die Aussaat unter Anlage von festen technologischen Fahrgassen durchgeführt.

Bei der Aussaat ist die Richtung der Reihen von Bedeutung. Die Anordnung der Reihen von Norden nach Süden erhöht die Sonnenenergiezufuhr zu den Pflanzen und verringert deren Überhitzung in den Mittagsstunden.

Ein freundliches Auflaufen und die normale Entwicklung der Saaten hängen maßgeblich von der Saattiefe ab. Es ist wichtig, dass die Samen in eine feuchte Bodenschicht gesät werden. Auf strukturellen Böden mittlerer mechanischer Zusammensetzung bei ausreichender Feuchtigkeit werden die Samen in der Tiefe des voraussichtlichen Bestockungsknotens (3 cm) unter Berücksichtigung der Bodensetzung abgelegt. In diesem Fall sollte die Saattiefe 3-5 cm nicht überschreiten. Auf schweren Böden wird sie um 1-2 cm verringert, auf leichten Böden — auf 5-6 cm erhöht. Bei der Aussaat von Winterweizen tiefer als 7 cm sinkt die Feldaufgangsrate der Samen stark ab.

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