Gartenerbsen: Anbau von der Pflanzung bis zur Ernte

Gemüseerbse — eine kälteresistente Kultur. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit beginnen ihre Samen bei Temperaturen von plus 4-6 ° zu keimen. Sämlinge und junge Pflanzen halten kurzfristige Frühlingsfröste bis minus 6 ° ohne besondere Schäden aus.

Die optimale Temperatur für das Wachstum und die Entwicklung von Erbsen liegt bei 20-25 °, aber sie können auch bei niedrigeren Temperaturen wachsen, sich entwickeln und hohe Erträge liefern. Dabei verlängert sich die Vegetationsperiode.

Erbsen sind sehr wasserbedürftig, besonders in der ersten Entwicklungsphase, und verbrauchen während der Vegetationszeit eine beträchtliche Menge Wasser. Zum Quellen der Samen und für den Beginn der Wachstumsprozesse sind 105-110 % Wasser in Bezug auf ihr Gewicht erforderlich. Wassermangel, insbesondere während der Bildung von Hülsen und Samen, wirkt sich ebenfalls negativ auf die Produktivität der Erbsen aus.

Standort in der Fruchtfolge

Am besten geeignet sind neutrale Böden mittlerer Viskosität, Lehm- und Sandböden in ihrer mechanischen Zusammensetzung, gut durchlässig mit ausreichender Düngung für die Vorfrucht.

In Gemüsefruchtfolgen werden Erbsen nach Kürbissen, Gurken, Kohl und Tomaten angebaut, in Feldkulturen — nach Winterkulturen, Kartoffeln und Hackfrüchten.

Bodenbearbeitung und Düngung

Nach der Ernte der Vorfrucht wird der Boden geeggt, und nach 10-15 Tagen erfolgt eine tiefe Herbstfurche auf 27-30 cm Tiefe. Unter der Herbstfurche werden Mineraldünger ausgebracht. Im zeitigen Frühjahr wird die Feuchtigkeit mit schweren Eggen geschlossen. Vor der Aussaat wird der Boden ein- oder zweimal auf 8-10 cm Tiefe kultiviert und mit schweren oder mittleren Eggen geeggt.

Aussaat der Erbsen

Die Samen müssen sortenrein, frei von Schädlingen und Krankheiten sein und eine hohe Keimenergie aufweisen. Die Erbsen werden 25-30 Tage vor der Aussaat mit dem Mittel TMTD in einer Menge von 2-4 kg pro 1 t gebeizt. Samen mit hoher Feuchtigkeit dürfen nicht mit diesem Mittel behandelt werden, da sie sonst ihre Keimfähigkeit und Keimenergie verlieren.

Durch Erbsenkäfer beschädigte Samen werden mit einer Mischung aus Schwefelwasserstoff mit 4-prozentigem Kohlenstofftetrachlorid, Dichlorethan, Chlorpikrin oder Methylenbromid desinfiziert. Um die Keimruhe zu verkürzen und die Keimfähigkeit und Keimenergie zu erhöhen, werden die Samen vor der Aussaat drei bis vier Tage lang in der Sonne vorgewärmt, in einer 5-6 cm dicken Schicht ausgebreitet und von Zeit zu Zeit umgeschaufelt.

Wenn das Wetter im Frühjahr unbeständig ist, wird die Luft- und Wärmebehandlung auf überdachten Dreschplätzen, in Getreidelagern, in Scheunen und unter Zelten durchgeführt. In diesem Fall verlängert sich die Behandlungsdauer um ein bis zwei Tage. Nach Angaben vieler Forschungseinrichtungen beträgt die optimale Aussaatmenge von Erbsen bei Reihensaat für schwach verzweigte Sorten 1,2 Millionen, für stark verzweigte Sorten — 0,8–1 Millionen keimfähige Samen pro Hektar.

Siehe auch:
Erbsen: Biologische Besonderheiten

Die beste Aussaatmethode

Erbsen werden in der Regel im Reihenabstand von 15 cm gesät. Diese Aussaat erfordert keine Pflege, kein Jäten, kein Lockern und ist für die maschinelle Ernte geeignet. Sie werden früh gesät, wenn der Boden ausreichend feucht ist.

Frühe Aussaattermine fördern die Bildung vollständiger und gleichmäßiger Keimlinge, die Erbsenpflanzen werden weniger von Ascochyta befallen, reifen früher und liefern höhere Erträge als bei späteren Terminen. Nach langjährigen Daten sollten Erbsen in der Steppe der Ukraine im März ausgesät werden, in der Waldsteppe hingegen Ende März bis Anfang April. Zuerst werden frühe Sorten gesät, dann mittel- und spätreife Sorten. Nach der Aussaat wird das Feld mit Walzen gewalzt.

Pflege der Gemüseerbse

Bei der Pflege der Aussaat ist die Unkrautbekämpfung entscheidend. Starker Unkrautbewuchs ist oft eine der Hauptursachen für geringe Erträge der Gemüseerbse. Unkräuter können durch Eggen und den Einsatz von Herbiziden beseitigt werden. Rechtzeitiges und richtiges Eggen schafft Bedingungen für den Luftzutritt zum Boden, was die Entwicklung von Knöllchenbakterien positiv beeinflusst. Es vernichtet nicht nur Unkrautkeimlinge, sondern trägt auch zur Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit und zur Einebnung der Bodenoberfläche bei. Dies verbessert auch die Bedingungen für die Mechanisierung des Ernteprozesses.

Um die Pflanzen nicht zu beschädigen, werden die Aussaaten nach dem Abtrocknen des Taus (ab 10–12 Uhr, wenn die Pflanzen ihren Turgor verloren haben) mit leichten oder mittleren Eggen quer oder diagonal zur Reihenrichtung geeggt.

Eine gute Wirkung bei der Unkrautbekämpfung hat das Herbizid Trefllan, das fünf bis sechs Tage vor dem Auflaufen in einer Dosis von 2–3 kg pro Hektar ausgebracht wird. Eine zwingende Voraussetzung bei der Verwendung dieses Herbizids ist das sorgfältige Einarbeiten unmittelbar nach der Behandlung mit leichten oder mittleren Eggen. In normalen Feuchtigkeitsjahren wird eine positive Wirkung von Prometrin (3–4 kg/ha) festgestellt.

Ernte. Die Gemüseerbse wird geerntet, wenn die Hülsen die technische Reife erreicht haben. Die Technologie besteht darin, dass die vegetative Masse mit einem Mähwerk gemäht und gleichzeitig in Schwaden abgelegt wird. Danach wird die Masse aufgenommen, in Transportfahrzeuge geladen und zum Dreschen transportiert.

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