Wie man Bohnen anbaut: von der Pflanzung bis zur Ernte

Bohnen stellen hohe Ansprüche an Wärme, Licht und Bodenfeuchtigkeit. Ihre Samen beginnen bei einer Temperatur von plus 10-12 °C zu keimen. Die optimale Temperatur für ihre Keimung und ihr Wachstum liegt bei 23-25 °C. In Steppengebieten erzielt der Bohnenanbau die besten Ergebnisse auf bewässerten Flächen.

In Gemüsefruchtfolgen werden Bohnen nach Kohl (besonders frühem Kohl), Gurken und Zwiebeln angebaut, in Feldfruchtfolgen — nach Kartoffeln, Wintergetreide und Zuckerrüben, mit der Maßgabe, dass sie nicht früher als nach fünf Jahren auf die gleiche Fläche zurückkehren.

Nach der Ernte der Vorfrucht werden organische (20-30 t/ha Mist) und mineralische Düngemittel ausgebracht. Kalidünger, die Chlor enthalten, sind für Bohnen wenig geeignet. Außerdem werden vor der Aussaat Asche (3-5 dt/ha) sowie Mikronährstoffdünger ausgebracht.

Die Winterfurche wird in der Tiefe der Ackerkrume durchgeführt. In Gebieten mit unzureichender Feuchtigkeit wird Schnee zurückgehalten. Im Frühjahr wird die Fläche mit schweren Eggen oder Schleppeggen in Verbindung mit verschiedenen Traktoren und Kupplungen geeggt (um die Feuchtigkeit zu schließen). Danach wird die Fläche mit einem Brachekultivator auf 8-10 cm Tiefe kultiviert, vor der Aussaat — auf 6-8 cm Tiefe. Für die Aussaat werden Samen der ersten, zweiten oder dritten Reproduktion erster Klasse verwendet.

Pflanzung der Bohnen

Zwei bis drei Wochen vor dem Aussaatzeitpunkt werden die Bohnensamen mit TMTD in einer Menge von 3 — 5 kg des Präparats pro 1 t gebeizt. In letzter Zeit wird für die Saatgutbeizung das Antibiotikum Phytobakteriomyzin verwendet.

Die Pflanzung der Bohnen beginnt eine Woche vor dem voraussichtlichen Datum des letzten Frostes, basierend auf mehrjährigen Daten. Die ungefähren Kalendertermine sind: in Polesien und in der Waldsteppe — 10.-20. Mai, in der Steppe — 20.-30. April. Sie können auch zu mehreren Terminen ausgesät werden. Dies ermöglicht eine Ernte bis fast in den späten Herbst hinein.

Die Pflanzung der Bohnen erfolgt im Weitreihenverfahren (45-60 cm), im Bandverfahren (50×25 cm) oder im Quadratnestverfahren (45×45 cm, 50×50 cm). Die optimale Aussaatdichte beträgt entsprechend 200.000-250.000, 250.000-300.000, 160.000-200.000 Pflanzen pro Hektar.

Siehe auch:
Erbsen: Biologische Besonderheiten

Die Samen werden in einer Tiefe von 3-5 cm abgelegt, bei trockener oberer Bodenschicht tiefer — bis 6-7 cm, und dann mit glatten Walzen angedrückt.

Pflege der Bohnen

Die Hauptpflege der Bohnen besteht in der Unkrautbekämpfung, Düngung und Bewässerung. Beim Auftreten von Unkrautkeimlingen oder bei Krustenbildung wird das Feld mit leichten oder mittleren Eggen geeggt. Vor dem Auflaufen der Bohnen kann die Kruste auch mit Ringelwalzen aufgebrochen werden.

In der Zeit des Massenauflaufs der Bohnen werden die Reihenzwischenräume gejätet, später, je nach Bedarf, wird zunächst auf eine Tiefe von 5-6 cm, dann — 6-8 cm mit Kultivatoren bearbeitet. In den Reihen werden die Unkräuter von Hand oder mit Herbiziden entfernt.

Falls die Pflanzen im Wachstum und in der Entwicklung zurückbleiben, werden sie ein- bis zweimal gedüngt: das erste Mal — während des Auflaufens mit Ammoniumnitrat (15-25 kg Nährstoff pro ha), das zweite Mal — während der Knospenbildung mit Superphosphat (20-30 kg Nährstoff pro ha).

Auf bewässerten Flächen werden die Bohnenbestände mindestens dreimal bewässert: das erste Mal — zu Beginn des Auflaufens, das zweite Mal — in der Knospenbildungsphase, das dritte Mal — in der Blütephase.

Ernte

Mit der Ernte der grünen Bohnen wird begonnen, wenn sie ihr Wachstum eingestellt haben. Dies ist am 9. bis 16. Tag nach dem Ende der Blüte der Fall. Im Süden erreicht die Bohne aufgrund der höheren Temperatur früher die technische Reife, im Norden — später. Geerntet wird alle drei bis fünf Tage. Die unreifen Bohnen der Gartenbohne sind sehr zart und verderben schnell, daher werden sie sofort nach der Ernte verzehrt.

Während der Vegetation werden 2 Sortenjätungen und 2 Feldbegehungen durchgeführt — in der Blütephase und bei technischer Reife der Früchte. Die Saatbohnen werden geerntet, wenn 70 — 80% der Hülsen reif sind (sie werden strohgelb). Die vergilbten Blätter beginnen in dieser Zeit abzufallen. Die Samen werden gereinigt und auf eine Feuchtigkeit von 14% getrocknet. Der durchschnittliche Ertrag beträgt 15-25 dt/ha.

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?