12 wichtige Schritte. Was Sie in der Datscha vor Pfingsten noch erledigen sollten.

Woher stammt der Brauch, alles vor Pfingsten zu erledigen?

Pfingsten wird am 50. Tag nach Ostern gefeiert. In diesem Jahr fällt es auf den 31. Mai. Die Tradition «alles vor Pfingsten zu erledigen» hat mehrere Wurzeln. Aus praktischer Sicht stellt sich gegen Ende des Frühlings in den meisten Regionen Russlands hervorragendes Wetter ein, der Boden ist für die Pflanzung wärmeliebender Kulturen ausreichend erwärmt, und die Gefahr von Spätfrösten verschwindet praktisch. Dies macht den Zeitraum vor Pfingsten optimal für den Abschluss der Frühjahrsaussaat.

Die Volkstradition fügt dem noch ein wichtiges Element hinzu: unmittelbar nach dem Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (Pfingsten) beginnt eine siebentägige Periode, die als «Eiserne Woche» bezeichnet wird. In dieser Zeit galt es als unzulässig, auf dem Boden zu arbeiten — die Erde verwandelte sich in «Eisen», sodass die Ernte ohnehin zugrunde gehen würde. Im Volk sagte man, dass an diesem Tag die «Erde Namenstag hat» — sie ruht und darf nicht gestört werden. So musste alles, was man vor dem Fest nicht geschafft hatte, um einige Tage verschoben werden. So entstand die feste Regel: «Erledige alles vor Pfingsten, denn danach ruht die Erde.»

Wichtig: Die offizielle Kirche gibt kein striktes Verbot für Garten- und Feldarbeiten nach Pfingsten. Es ist eher ein Richtwert, der sich aus der praktischen Erfahrung der Generationen entwickelt hat.

12 wichtige Aufgaben auf der Datscha

Die Liste der wichtigen Aufgaben auf der Datscha wurde von Agronomin Ljudmila Woinkowa erstellt.

  1. Beginnen Sie mit der Bodenbearbeitung: Lockern Sie vorsichtig die Zwischenräume und entfernen Sie die Bodenkruste, die den Luftzugang zu den Wurzeln behindert und die Keimung der Samen erschwert. Noch besser ist es, die Pflanzungen zu mulchen: Mulch bewahrt nicht nur die Feuchtigkeit, sondern verlangsamt auch das Wachstum von Unkraut und schützt die Pflanzenwurzeln vor starken Temperaturschwankungen.
  2. Kümmern Sie sich gleichzeitig um das Jäten: Junge Unkräuter lassen sich viel leichter entfernen als ausgewachsene Bestände. Wenn man den Moment verpasst, beginnen die Unkräuter den Kulturpflanzen Feuchtigkeit und Nährstoffe zu entziehen, was die Ernteerträge verringert.
  3. Wenn Sie die Hauptaussaat von Wurzelgemüse, Hülsenfrüchten und Kräutern noch nicht abgeschlossen haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Außerdem können Sie wärmeliebende Pflanzen setzen — Gurken, Bohnen, Zucchini, Mais. Diese Kulturen benötigen einen konstant warmen Boden und warme Luft, daher orientieren Sie sich an der Wettervorhersage — Frost könnte die jungen Keimlinge vernichten.
  4. Vergessen Sie nicht die Tomaten-Setzlinge, Paprika, Kohl und andere Gemüsekulturen. Vor dem Auspflanzen stellen Sie sicher, dass alle Pflanzen abgehärtet sind — gewöhnen Sie sie allmählich an die frische Luft.
  5. Zeit für die Kartoffeln. Wählen Sie mittelgroße Knollen ohne Beschädigungen und lassen Sie sie an einem hellen Ort bei +15 °C vorkeimen. Pflanzen Sie sie in vorbereitete Löcher im Abstand von 30–40 cm, mit einem Reihenabstand von 60–70 cm. Geben Sie in jedes Loch eine Handvoll Humus und eine Prise Holzasche – das versorgt die Pflanzen zu Beginn des Wachstums mit Nährstoffen.
  6. Verdünnen Sie die Keimlinge von Möhren, Rüben, Salat und Radieschen. Zu dichte Pflanzungen behindern die Entwicklung der Wurzelgemüse: Die Pflanzen beginnen, um Licht, Wasser und Nährstoffe zu konkurrieren.
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7. Ende des Frühlings ist das Wetter unberechenbar: Spätfröste sind noch möglich. Um junge Pflanzen zu schützen, ist es wichtig, die Vorhersage aufmerksam zu verfolgen. Droht eine Abkühlung, gießen Sie die Beete am Abend reichlich – feuchter Boden kühlt langsamer ab und speichert die Wärme besser. Decken Sie die Pflanzungen nach dem Gießen mit Vlies (Spinnvlies oder Agrarfaservlies) oder mit Plastikfolie ab. Befestigen Sie die Abdeckung an den Rändern, damit der Wind sie nicht fortreißt. Besonders wichtig ist der Schutz wärmeliebender Kulturen: Gurken, Tomaten, Paprika und Auberginen – sie reagieren äußerst empfindlich auf extreme Temperaturschwankungen.

8. Achten Sie auf die Bodenfeuchtigkeit. Staunässe ist ebenso gefährlich wie Trockenheit: Sie kann zu Wurzelfäule und der Entwicklung von Pilzkrankheiten führen. Prüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit in 5–10 cm Tiefe: Sie sollte leicht feucht, aber nicht nass sein. Gießen Sie am frühen Morgen oder am Abend, wenn die Verdunstung minimal ist.

9. Im Gewächshaus ist es wichtig, ein angenehmes Mikroklima zu erhalten. Öffnen Sie an warmen Tagen die Lüftungsfenster oder Türen am frühen Morgen und lassen Sie sie bis zum Abend offen. So wird die Luftfeuchtigkeit gesenkt und die Bildung von Kondenswasser an den Wänden und Blättern der Pflanzen vermieden. Feuchtigkeit ist der ideale Nährboden für die Entwicklung von Kraut- und Knollenfäule, Mehltau und anderen Krankheiten. Wenn die Temperatur nachts unter +12 °C fällt, schließen Sie das Gewächshaus, um die Wärme zu bewahren.

10. Vor und nach der Blüte von Obstbäumen und Sträuchern führen Sie eine vorbeugende Spritzung durch. Verwenden Sie Kombipräparate, die insektizide und fungizide Eigenschaften vereinen, oder behandeln Sie die Pflanzen getrennt gegen Schädlinge und Krankheiten. Widmen Sie Apfelbäumen, Birnenbäumen, Kirschbäumen und Johannisbeeren besondere Aufmerksamkeit – sie leiden häufiger als andere unter Insektenbefall und Infektionen. Führen Sie die Spritzung bei trockenem, windstillem Wetter durch und benetzen Sie die Blätter und Zweige gleichmäßig.

11. Bereiten Sie Stützen für hohe Pflanzen vor – für Tomaten, Gurken, Bohnen. Stellen Sie Pflöcke oder Spaliere frühzeitig auf, um die Wurzeln später nicht zu stören.

12. Legen Sie eine neue Portion Kompost an, um bis zum Herbst wertvollen organischen Dünger zu erhalten. Graben Sie ein etwa 50 cm tiefes Loch und legen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Schotter von 10–15 cm auf den Boden. Anschließend schichten Sie die Lagen: gemähtes Gras, Blätter, Gemüseschalen, Kaffeesatz, Eierschalen. Wechseln Sie grüne (stickstoffhaltige) und braune (kohlenstoffhaltige) Materialien ab und bestreuen Sie die Schichten mit Erde oder altem Kompost.

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