Wir wagen die Vermutung: Wie auch immer das Wetter an den Maifeiertagen sein wird, Sie werden sie auf der Datscha verbringen – grabend, pflanzend, jätend, gestaltend. Es ist Zeit, die Datscha-Saison auf Hochtouren zu starten!
Inhaltsverzeichnis:
Aussaat von kältebeständigen Kulturen
Die erste Aufgabe ist es, so schnell wie möglich alle «kältebeständigen Restarbeiten» zu erledigen und sich parallel auf die Pflanzung wärmeliebender Pflanzen vorzubereiten.
Es ist noch zulässig, Kulturen zu säen, die gegen niedrige Temperaturen resistent sind — Salate, Rüben, Karotten, Kräuter. Aber weiter zu zögern ist riskant: Bei steigender Temperatur und sinkender Luftfeuchtigkeit werden die Keimlinge schlechter.
Um die Keimung zu beschleunigen, ist es sinnvoll, die Samen vorher einzuweichen. Petersilie zeichnet sich traditionell durch einen langsamen Start aus und kann bis zu drei Wochen keimen, daher versucht man sie so früh wie möglich auszusäen. Karotten hingegen keimen schnell, sind aber empfindlich gegenüber Spätfrösten. Schon ein kurzfristiger Temperaturabfall kann Schossen auslösen, was die Wurzelgemüse für die Lagerung ungeeignet macht.
Kartoffeln: die Grundlage des Gartens
Vor der Pflanzung wird die Fläche umgegraben, von Pflanzenresten befreit und eingeebnet.
Die Pflanzmethode wird je nach Klima und Bodentyp gewählt — Furchen, Löcher oder Dämme.
Bodenvorbereitung
Der Mai ist nicht nur die Zeit der Aussaat, sondern auch der aktiven Bodenarbeit. Das Grundprinzip ist es, ein lockeres, strukturiertes und nährstoffreiches Milieu zu schaffen.
Organische Substanz bleibt die Basis. Verrotteter Mist oder Kompost werden in einer Menge von etwa einem Eimer pro Quadratmeter eingebracht — eine solche Grundlage wirkt 2–3 Saisons lang. Frischer Mist darf nicht verwendet werden: Er verursacht Wurzelverbrennungen und fördert die Entwicklung von Krankheitserregern. Besonders kritisch ist dies bei Kartoffeln und anderen Wurzelgemüsen — bei falscher Ausbringung lagern die Knollen schlechter und nehmen einen fremden Geruch an.
Auch die mineralische Ernährung spielt eine Rolle. Im Frühjahr benötigen Pflanzen Stickstoff für das vegetative Wachstum, und gegen Ende der Erntebildung steigt die Bedeutung von Kalium. Phosphor ist für die Entwicklung des Wurzelsystems verantwortlich, ist aber schwer löslich, daher wird oft konzentrierten Formen der Vorzug gegeben. In der Praxis werden zunehmend Mehrnährstoffdünger (z. B. Nitroammophoska) eingesetzt, ergänzt durch Spurenelemente — Bor, Zink, Mangan. Dies ermöglicht eine ausgewogene Ernährung ohne Aufpreis für «Marketing»-Mischungen.
Es ist auch wichtig, die Agrochemie des Prozesses zu berücksichtigen: Stickstoffdünger (Harnstoff, Ammoniumnitrat) müssen schnell in den Boden eingearbeitet werden, sonst geht Stickstoff teilweise verloren. Kalium hingegen ist beweglicher und kann während der Saison ausgebracht werden.
Unkrautbekämpfung
Der Mai — ist die beste Zeit zur Bekämpfung von mehrjährigen Unkräutern. Solange sie noch nicht erstarkt sind, können sie effektiv mechanisch oder mit Herbiziden entfernt werden.
Quecke zum Beispiel wird am einfachsten durch Umgraben mit gründlichem Entfernen der Rhizome vernichtet. Gänsedistel und Wolfsmilch sind widerstandsfähiger — hier ist eine punktuelle Anwendung von Mitteln gerechtfertigt.
Nach der Behandlung ist es wichtig, eine Pause einzuhalten — in der Regel reichen 2–3 Wochen, damit das Beet wieder bepflanzbar wird.
Mulchen wird im Mai zu einer obligatorischen Maßnahme. Es stabilisiert die Feuchtigkeit, reduziert die Überhitzung des Bodens und unterdrückt das Unkrautwachstum. Verwendet werden Stroh, Heu, Schilf, Kompost. Frischer Mist ist für diese Zwecke nicht geeignet — er begünstigt Krankheiten.
Übrigens ist Mulchen besonders wichtig für Kräuter. Dill und Koriander schießen bei Hitze schnell, aber unter Mulch und bei regelmäßigem Gießen können sie länger in der vegetativen Phase gehalten werden.