Zimmerpflanzen sind nach dem Winter und dem wechselhaften März oft geschwächt: mit blassem Laub, schwachem Wachstum und schwacher Blüte. Schnell helfen ihnen Düngungen, ihre Kräfte wiederherzustellen. Agronom Pawel Laguta berichtete, womit man Zimmerpflanzen jetzt düngen sollte, um ihre dekorative Wirkung wiederherzustellen und kräftiges Wachstum zu fördern.
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Wann eine Düngung nicht nötig ist
Zunächst sei darauf hingewiesen: Wenn die Erde im Topf trocken ist, wird kein Dünger ausgebracht, sondern zunächst mit normalem Wasser gegossen. Die erste Frühjahrsdüngung wird schwächer als üblich angesetzt — in 2- bis 3-fach geringerer Konzentration als die Düngermenge nach Standardanleitung. Direkt nach dem Umtopfen ist eine Düngung sogar gar nicht nötig: Die Pflanze wurzelt ein und die Wurzeln sind beschädigt, zudem hat sie in der neuen Erde ausreichend Nährstoffe. Eine Düngung wird erst 2-3 Wochen nach der Bewurzelung und dem Beginn des aktiven Wachstums benötigt.
Komplexdünger
Für die meisten Zimmerpflanzen reichen im April ein paar Düngungen alle 10–14 Tage, und im Mai — weitere 2–3 Düngungen im gleichen Abstand, wenn die Pflanze aktiv wächst.
Für dekorative Blattpflanzen ist zu Beginn der Saison Stickstoff wichtig, aber in der Wohnung sollte man nicht lange auf reinen Stickstoff setzen, sondern mit vollständigen Komplexdüngern mit NPK (Stickstoff, Phosphor, Kalium — die Hauptbestandteile der mineralischen Pflanzenernährung) und Spurenelementen arbeiten: So ist das Risiko geringer, fettes Laub statt normalem Wachstum und Blüte zu erhalten. Der klassische Dünger dieses Typs — Azofoska, jeder Marke. Für Pflanzen, die in die Knospenbildung gehen, verwendet man Azofoska 0,5 TL auf 1 l Wasser — das ist eine ausgewogenere Ernährung ohne einseitige Überbetonung eines Elements. Aber häufiger wird er unter verschiedenen Handelsmarken verkauft und mit verschiedenen Zusätzen angereichert. Daher steht auf der Verpackung eines solchen Düngers normalerweise: «komplexer wasserlöslicher Dünger», «NPK … + Spurenelemente», «für Blumen / für Zimmerpflanzen». Das heißt, im Geschäft sollte man nicht nach der wörtlichen Phrase suchen, sondern nach solchen Merkmalen auf dem Etikett. Alle werden gemäß der individuellen Anleitung auf der Verpackung oder einem Beipackzettel angewendet. Bei der ersten Anwendung ist es besser, eine um die Hälfte reduzierte Dosierung zu geben und die Reaktion der Pflanzen zu beobachten.
Einkomponentendünger
Aus üblichen einkomponentigen und billigen Düngemitteln (sie werden in großen Packungen für den Garten geliefert) ist für die Frühlingsstimulation des Wachstums aller Pflanzen (Ausnahme: Kakteen und langsam wachsende Sukkulenten) die praktischste Option (wenn die Pflanze schwach Blätter bildet) — einmalig Harnstoff 1-2 g pro 1 l Wasser (die Hälfte eines gestrichenen TL) geben, aber dies ist nur eine anfängliche Stickstoffdüngung, kein festes Schema.
Wenn Sie ein sanfteres flüssiges Schema wünschen, eignen sich Humus- und organisch-mineralische Dünger. Bei Humuspräparaten schwankt die Konzentration jedoch stark, daher ist es besser, die Dosis nach dem Etikett der jeweiligen Flasche zu bestimmen. Diese Produkte sind als sanfte Frühlingsunterstützung nach dem Winter und nach Stress geeignet.
Fertige Universaldünger
Geeignet sind fertige flüssige Universaldünger. Bei solchen Produkten liegt die empfohlene Dosierung meist im Bereich von 5–10 ml pro 1 l Wasser (1–2 TL pro 1 l) oder 10 ml pro 1,5 l Wasser (2 TL pro 1,5 l), aber die genaue Dosierung sollte man nicht erraten, sondern auf der Flasche nachlesen.
Wenn die Pflanze nicht universell ist, sondern einen eigenen Charakter hat, ist es besser, spezielle Linien zu nehmen. Für Orchideen und Sukkulenten ist es besser, sofort separate Produkte zu verwenden.
Einfaches Düngeschema
Wenn man es auf das einfachste Schema reduziert, sieht es so aus: Im April, nach dem Erscheinen des neuen Wachstums, geben Sie die erste Düngung in halber Dosis, nach 10–14 Tagen die zweite, im Mai noch 1–2 Düngungen. Für normale grüne Pflanzen ist ein vollständiger Mehrnährstoffdünger am bequemsten, für nach dem Winter geschwächte Pflanzen können milde Humus- und organisch-mineralische Mittel eingesetzt werden, und für Orchideen, Kakteen und Sukkulenten ist es besser, nicht zu experimentieren, sondern sofort eine professionelle Linie zu verwenden. Das Wichtigste ist, nicht auf trockene Erde zu düngen, keinen Dünger in einen kranken Topf zu gießen und nach dem Umtopfen nicht zu hasten.