Italienisches Raygras (vielblütig) – ein hochwüchsiges, lockerbüscheliges mehrjähriges Süßgras.
Beschreibung und Merkmale
Blätter schmal, lang, Blattscheiden rau. Der Blütenstand ist eine lockere Ähre, die Ährchen sind vielblütig (8–12), mit einer Hüllspelze, außer dem endständigen Ährchen, das zwei hat. Die untere Deckspelze hat im Gegensatz zum Deutschen Raygras eine Granne.
Die Samen sind lanzettlich, grünlich, 5–6,5 mm lang, 1,25–1,5 mm breit, haben eine gerade Granne von 5–6 mm Länge und rieseln wenig.
Italienisches Raygras ist weniger winterhart als Deutsches Raygras; die Trockenheitsresistenz ist schwach, es verträgt keine Staunässe und reagiert sehr gut auf Bewässerung. Dies bedingt seine Verwendung hauptsächlich auf bewässerten Flächen der Republiken Zentralasiens, Transkaukasiens sowie in einigen Gebieten der Ukraine und Moldaus. Bei Reinsaat und in Mischung mit Luzerne und Esparsette liefert es Erträge an hochwertiger Trockenmasse von etwa 100–150 dt/ha bei vier bis fünf Schnitten.
Es zeichnet sich durch schnelles Nachwachsen nach dem Mähen oder Beweiden aus. Es gedeiht gut auf fruchtbaren, ausreichend feuchten Lehm-, Sandlehm-, Mergel- und Kalkböden, sowie auf Tonböden – bei durchlässigem Untergrund.
Die Pflanze ist vom Sommerungstyp und bildet im Aussaatjahr generative Halme. Sie liefert hohe Samenerträge – bis zu 7–10 dt/ha. Die Samen rieseln stark, wie beim Deutschen Raygras. Die Lebensdauer ist gering.
Unter Bewässerung in warmem Klima, in Gebieten mit milden Wintern und feuchten Sommern bleibt es zwei bis drei, in Einzelfällen bis zu fünf Jahre erhalten. Bei ungünstigen Bedingungen lichtet es sich aus oder fällt bereits im zweiten Nutzungsjahr vollständig aus.