Nicht erfrieren lassen. Wie Sie Pflanzen bei Minusgraden retten

Der zu Beginn der Woche gefallene Schnee hat bei vielen Hobbygärtnern Panik ausgelöst. Tatsächlich sind Frühlingsschneefälle im April im zentralen Teil Russlands keine Seltenheit. Ihr Einfluss auf Garten- und Gemüsekulturen hängt nicht so sehr von der Menge der gefallenen Niederschläge ab, sondern vielmehr von der begleitenden Temperatur.

Eine Schneedecke bei Plusgraden ist nahezu ungefährlich und sogar nützlich: Sie verlangsamt die Abkühlung des Bodens und schützt das Wurzelsystem. Die Situation ändert sich jedoch grundlegend, wenn die Lufttemperatur unter Null fällt. Pflanzen, die in die aktive Vegetationsphase eingetreten sind, verlieren ihre natürliche Frosthärte: Entfaltete Knospen werden bereits bei −3,5°C geschädigt, Blütenknospen bei −3°C und Blüten bei −2°C. Der Risikofaktor ist also nicht der Schneefall selbst, sondern genau die Frostperioden. Und genau in diesen Tagen beobachten wir, wie die Temperatur nachts unter Null sinkt. Landschaftsarchitektin Irina Roschdestwenskaja erklärt, was man unternehmen kann.

Chemischer und biostimulierender Schutz

Idealerweise hätte man die Pflanzen 2–3 Tage vor dem Frost mit Stressstimulanzien behandelt. Dies hilft ihnen, leichte Kälte zu überstehen, rettet sie jedoch leider nicht bei starkem Minus. Einen Tag vor dem Frost werden filmbildende Präparate eingesetzt, die einen dünnen Film auf den Blättern und Blüten bilden. Dieser bietet einen geringen Schutz — plus 1–2°C.

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Monokaliumphosphat oder Glycerin, auf das Blatt aufgebracht, senken den Gefrierpunkt des Zellsafts ebenfalls etwas, aber der Effekt besteht nur bei leichtem Frost. Ein frühes Besprühen mit Carbamid (Harnstoff) vor dem Knospenaufbruch kann deren Öffnung um einige Tage verzögern, was manchmal hilft, den Frost zu «vermeiden».

Winterschutz

Bei leichtem Frost kann man die Pflanzen mit Agrofaser oder Spunbond abdecken. Diese schaffen ein wärmeres Mikroklima und schützen vor Wind. Dabei ist es wichtig, dass die Abdeckung sofort entfernt wird, sobald die Sonne scheint, da sonst die Pflanzen darunter überhitzen.

Nährstoffe

Übermäßige Stickstoffdüngung erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Frost: Die Gewebe werden wässrig und leicht beschädigt. In der Frostrisikoperiode sollte man Stickstoff besser einschränken und mehr Kalium und Spurenelemente geben — sie stärken das Gewebe.

Insgesamt möchte ich betonen, dass es kein universelles Mittel gibt, das bei jedem Frost rettet. Stimulanzien und Folien helfen bei leichtem Frost, Abdeckungen schützen vor Wind und schwacher Kälte, und eine ausgewogene Ernährung verringert die Anfälligkeit der Pflanzen. Kombinieren Sie diese Maßnahmen und verfolgen Sie die Wettervorhersage — das funktioniert wirklich.

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