Es beginnt die entscheidende Phase, die die zukünftige Ernte bestimmt. Hier ist es wichtig, kein Detail zu übersehen: die Pflanzen rechtzeitig zu behandeln, die Krone richtig zu formen, die Ernährung und den Schutz zu gewährleisten.
Inhaltsverzeichnis:
Behandlung des Gartens
Pfirsiche gehören zu den Ersten, die Aufmerksamkeit erfordern. Ohne rechtzeitige Behandlung werden sie schnell von der Kräuselkrankheit befallen – einer Krankheit, die den Baum erheblich schwächen und den Ertrag mindern kann.
Zur Vorbeugung werden kupferhaltige Präparate oder moderne Fungizide eingesetzt. In der Praxis verwendet man folgende Mittel:
- Skor (1,5–2 ml auf 10 l Wasser),
- Strobi (etwa 3 g),
- Saprol (10–20 ml),
- Vektra (3 ml).
Dieselben Behandlungen sollten gleichzeitig an Aprikose und Filzkirsche gegen Moniliose durchgeführt werden. Bereits im Mai werden die ersten Krankheitszeichen sichtbar: das Vertrocknen einzelner Zweige. Wenn man nicht rechtzeitig eingreift, kann man nicht nur die aktuelle Ernte, sondern auch das Potenzial des nächsten Jahres verlieren.
Beim Auftreten befallener Triebe werden diese mit einem Zugabe (etwa 15 cm gesundes Gewebe) ausgeschnitten und unbedingt vernichtet.
Veredelungen und Wiederherstellung
In der letzten Aprildekade und im Mai werden alle unerledigten Arbeiten abgeschlossen und man geht zu Veredelungen über, einschließlich Wiederherstellungsveredelungen. Eine der wirksamen Methoden ist die Brückenveredelung, die bei Rindenschäden angewendet wird.
Dazu nimmt man kräftige Triebe des Vorjahres, reinigt die beschädigte Stelle am Stamm und steckt die beidseitig zugespitzten Reiser unter die Rinde. Dann wird die Veredelungsstelle so fest wie möglich mit Isolierband, Draht oder anderen Mitteln fixiert.
Je fester der Druck, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Zusammenwachsens. Diese Methode ermöglicht die Wiederherstellung sogar stark geschädigter Bäume – mit der Zeit verdicken sich die Reiser und übernehmen teilweise die Funktionen des Stammes.
Kronenformung
Ende April und die erste Maihälfte sind die optimale Zeit für die Kronenformung junger Bäume. Es werden Äste entfernt, die nach innen wachsen oder die Krone verdichten. Für den richtigen Abgangswinkel der Triebe verwendet man Wäscheklammern – dies ermöglicht, in Zukunft einen starken Rückschnitt zu vermeiden.
Manchmal tritt während der Fruchtknotenbildung Hitze auf, was ebenfalls Stress für die Pflanzen bedeutet. In diesem Fall wird nach vorherigem Gießen eine Mulchschicht von etwa 10 cm (Stroh, Heu, Gras) in der Baumscheibe aufgebracht. Dies stabilisiert die Bodenfeuchtigkeit und -temperatur.
Pflege von Himbeeren
Himbeeren erfordern eine gründliche Kontrolle. Entfernen Sie alles Überflüssige: schwache, vertrocknete, abgebrochene Triebe sowie Pflanzen mit Anzeichen von Krankheiten, wie z. B. Virusmosaik.
Binden Sie die verbleibenden Stiele an ein Spalier oder an Stützen. Dies verbessert die Belichtung und Belüftung und verringert somit das Krankheitsrisiko und erhöht den Ertrag.
Es ist wichtig, die Platzierung zu berücksichtigen: Himbeeren tragen im Schatten schlecht. Die Praxis zeigt, dass mehrere Büsche in der Sonne mehr Beeren liefern als eine große Fläche im Schatten.
Dabei lassen sich die schattigen Bereiche unter den Bäumen rational — indem Sie sie mit Salat, Blattgemüse (sie brauchen nicht viel Sonne, im Gegenteil, im Schatten werden sie zarter und ohne Bitterkeit) oder Rasengräsern oder Bodendeckern (Immergrün, Straußgras, Minze, Duchesnea) nutzen.
Schutz vor Frost
Das Wetter bleibt instabil. Blühende Pflanzen sind besonders anfällig: Bereits bei Temperaturen um —1…—1,5°C können die Blüten und Fruchtansätze absterben.
Zum Schutz verwenden Sie:
- temporäre Abdeckungen (Folie, Agrarvlies),
- reichliches Gießen des Bodens und Besprühen der Krone.
Solche Maßnahmen helfen, den Fruchtansatz und dementsprechend die zukünftige Ernte zu erhalten.
Zwischenreihen
In einem jungen Garten sollten Sie die ersten 3–4 Jahre den Boden unter den Bäumen in Form von «Schwarzbrache» halten — regelmäßig die Zwischenreihen bis zu einer Tiefe von 20 cm lockern, und die Baumscheiben — auf 10–12 cm.
An Hängen wenden Sie häufiger die Einsaat an — Sie säen Gras. In diesem Fall ist es wichtig:
- die Grashöhe nicht niedriger als 5–10 cm halten,
- erhöhte Stickstoffdosen ausbringen (etwa 4–7 kg Ammoniumnitrat pro Ar),
- für regelmäßiges Gießen sorgen.
Sie müssen bedenken: für junge Bäume sind Grasbewuchs und Unkraut äußerst unerwünscht. Ihr Wurzelsystem ist noch schwach und hält der Konkurrenz um Nährstoffe und Feuchtigkeit nicht stand.
Ein guter praktischer Trick — das Auslegen von Karton in der Baumscheibe. Er unterdrückt das Unkrautwachstum und wirkt gleichzeitig als Mulch.
Düngungssystem
Wenn beim Pflanzen in das Pflanzloch ausreichend Dünger gegeben wurde, ist im ersten Jahr keine zusätzliche Düngung erforderlich. Danach wird das Schema allmählich komplexer.
In den ersten Jahren wird der Schwerpunkt auf Stickstoff gelegt:
- Sie verwenden Salpeterlösungen (etwa 1 Esslöffel pro Eimer Wasser);
- oder Sie bringen Harnstoff oder Ammoniumnitrat in trockener Form mit anschließendem Gießen aus.
Bis zum dritten Jahr wird die Fläche der Baumscheibe vergrößert, und ab dem fünften Jahr werden jährlich Phosphor und Kalium zugegeben.
Bei fehlender Startdüngung wenden Sie einen Komplex an:
- Vogelmist,
- Harnstoff,
- Superphosphat,
- Kaliumsalze.
Organischen Dünger (Humus) bringt man alle 2–3 Jahre aus.
Sträucher werden nach einem ähnlichen Schema gedüngt: zuerst Stickstoff, dann vollständige mineralische Komplexe.
Erdbeeren erfordern eine gesonderte Herangehensweise: bei Frühjahrspflanzung düngt man sie später, im Sommer, und bei Herbstpflanzung — bereits im Frühjahr. Es ist zulässig, den Dünger auch Anfang Mai auszubringen, mit anschließendem reichlichem Gießen.