Kleeaussaat

Der Kleeertrag hängt in hohem Maße von den Sorten- und Saatguteigenschaften ab.

Bei der Auswahl von Flächen für Rotklee-Saatgutbestände sollten Sie berücksichtigen, dass Klee eine Population (Sortenmischung) darstellt, die aus verschiedenen Formen hinsichtlich Langlebigkeit, Winterfestigkeit und Sommerannuität besteht. Die Saatgutproduktion bei Klee sollten Sie so gestalten, dass die wichtigsten Eigenschaften – Winterhärte, Trockenresistenz und Langlebigkeit – gestärkt werden.

Für Saatgutzwecke wird vorwiegend altständiger Klee verwendet. Für Saatgutbestände sollten Sie in der Regel Kleeanpflanzungen im zweiten Nutzungsjahr belassen: erstens, weil nach zwei Überwinterungen die winterhärtesten Pflanzen überleben, und zweitens, weil Klee im zweiten Nutzungsjahr nicht lagert. Falls zufällig irgendwo Anpflanzungen aus dem dritten Nutzungsjahr erhalten sind, ist es noch besser, die Saatgutbestände auf diesen Flächen auszuweisen.

Das Belassen von Klee-Saatgutbeständen aus Anpflanzungen des ersten Nutzungsjahres wird nicht empfohlen, da solche Bestände unter normalen Bedingungen eine gute Grünmasseentwicklung und einen dichten Pflanzenbestand (oft lageranfällig) bei vergleichsweise wenigen Blütenköpfen und einer übermäßig verlängerten Reifezeit aufweisen. All diese Eigenschaften von Klee im ersten Nutzungsjahr sind für den Samenanbau unerwünscht. Zudem werden übermäßig dichte Bestände schlecht von Hummeln und Bienen besucht, was die Samenproduktion weiter verringert.

Siehe auch:
Biologische Besonderheiten des Rotklees

Klee im dritten Lebensjahr (zweites Nutzungsjahr) lichtet sich etwas aus und bildet aufgrund der verbesserten Bestandesbedingungen – guter Durchlüftung und Lichtzugang – eine große Anzahl blühender Köpfe und reift gleichmäßiger. Diese Bestände werden stärker von Bienen und Hummeln besucht, besser bestäubt und liefern höhere Samenerträge.

Die Ausweisung von Saatgutbeständen aus Anpflanzungen des ersten Nutzungsjahres ist auch deshalb schädlich, weil der Klee im Jahr nach der Samenernte stark ausdünnt und oft sogar ganz ausfällt, weshalb er umgepflügt werden muss.

Aus Klee des ersten Nutzungsjahres können nur dann Flächen für die Samengewinnung ausgewiesen werden, wenn im Betrieb kein für die Samenernte geeigneter Klee des zweiten Nutzungsjahres vorhanden ist.

Sie sollten sich auch mit der Züchtung befassen, um nur die besten Samen für die Aussaat auszuwählen. Näheres können Sie im Artikel 'Gräserzüchtung' nachlesen.

Ein großes Übel in der Grassamenproduktion ist die erzwungene Aussaat importierter Grassortensamen, die in ihren biologischen Eigenschaften nicht an die Bedingungen der jeweiligen Region angepasst sind.

Aussaatmengen für Klee

Rotklee spät reifend: 14–16 kg Saatgut pro Hektar.

Rotklee früh reifend: 16–18 kg pro Hektar.

Saattiefe — 2–3 cm.

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