Die Wicke ist ein einjähriges Hülsenfruchtkraut. Sie wird in die Ration aufgenommen und als Tierfutter verwendet. Außerdem wird sie als Heu und zerkleinertes Getreide genutzt.
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Eigenschaften der Sommerwicke
Die Sommerwicke ist in der Nicht-Schwarzerde-Zone und in den Steppengebieten der Schwarzerdezone weit verbreitet. Die südliche Grenze ihrer Verbreitung fällt etwa mit der südlichen Klee-Anbauzone zusammen. Die Kulturpflanze ist feuchtigkeitsliebend.
Sie stellt hohe Ansprüche an die Feuchtigkeit, besonders während der Blütezeit, aber in nördlichen Gebieten verzögert sie bei übermäßigen Niederschlägen in der zweiten Sommerhälfte die Blüte und lagert, weshalb sie oft nicht ausreift. Die Vegetationsperiode der mittelfrühen Sommerwicke beträgt 110–120 Tage.
Diese Hülsenfrucht wird in Feld- und Fruchtfolgen zur Gewinnung von Korn, Heu und Grünmasse angebaut. Die Futtereigenschaften von Wicke-Getreide-Gemisch sind sehr hoch. Im Proteingehalt übertrifft die Wicke Erbsen, Linsen und Bohnen. Sie ist eine ausgezeichnete Zwischenfrucht und Stoppelfrucht sowie eine wertvolle Pflanze für das Grünband.
Stoppelsaaten dieser Kultur können erfolgreich für die Viehweide genutzt werden. Sie ist eine gute Vorfrucht für Sommergetreide – Sommerweizen, Hafer, Gerste und andere.
Die Wicke stellt relativ geringe Ansprüche an die Bodenverhältnisse, gedeiht aber besser auf bindigen Böden. Trockene, sandige, salzhaltige und sumpfige Böden sind für sie ungeeignet. Auf entwässerten Mooren und neu erschlossenen Böden gelingt sie gut als Vorkultur (erste Kultur).
Sie stellt keine hohen Ansprüche an Wärme. Die Samen keimen bei einer Temperatur von 2–3 °C Wärme, und die Keimlinge vertragen Fröste bis zu -4 °C bis -5 °C.
Eigenschaften und Merkmale der Winterwicke
Winterwicke (Zottelwicke). Die Zottelwicke kann als Winter- und Sommerkultur angebaut werden. In den Anbaugebieten ist die Zottelwicke bei Herbstaussaat von größtem produktionstechnischem Interesse. Die Winterwicke ist eine wertvolle Komponente des Winterroggens, der zur Gewinnung von Grünmasse im frühen Frühjahr ausgesät wird. Eine solche Mischung ist im Nährwert, insbesondere im Proteingehalt, deutlich höher als Roggenreinsaat.
Diese Winterkultur ist in Mischung mit Roggen hauptsächlich in der Waldsteppen- und Steppenzone sowie in den zentralen Schwarzerdegebieten verbreitet.
Besonders gut gelingen Herbstaussaaten der Winterwicke unter Bewässerungsbedingungen. Sie reift früh, etwa Ende Mai bis Anfang Juni, und wird erfolgreich als Zwischenfrucht genutzt. Nach der Ernte kann man Kartoffeln pflanzen.
Hinsichtlich des Futterwerts übertrifft die Winterwicke die Sommerwicke und andere Hülsenfrüchtler. Sie ist weniger anspruchsvoll an die Bodenverhältnisse im Vergleich zur Sommerwicke und kann auch auf sandigen Böden gute Erträge liefern. Ein Nachteil ist die geringe Winterhärte und der starke Befall mit Mehltau.