Vermehrung der Walnuss

Früher wurde die Walnuss normalerweise durch Aussaat von Samen vermehrt. Da die Sämlinge jedoch stark in Bezug auf Ertrag, Frühzeitigkeit, Fruchtqualität und Frostbeständigkeit variieren, stellt man zunehmend auf die Produktion von veredeltem Pflanzmaterial um. D.h. die Vermehrung der Walnuss erfolgt meist durch Veredelung.

Die Veredelung wird an Sämlingen durchgeführt, die möglichst aus Samen ausgewählter Mutterpflanzen gewonnen wurden, die sich durch hohe Frostbeständigkeit und andere positive Eigenschaften auszeichnen. Nach der Ernte werden die Samen stratifiziert und im zeitigen Frühjahr in einem Abstand von etwa 10 cm ausgelegt. Die Saattiefe beträgt 3-4 cm. Um gerade Triebe zu erhalten, sollten die Nüsse auf die Naht gelegt werden.

Veredelung der Walnuss

Als Unterlage eignen sich am besten zweijährige Sämlinge, die im Laufe des Jahres in sogenannten Walnusstöpfen (sehr hohe Blumentöpfe mit einem oberen Durchmesser von etwa 12 cm) angezogen werden. Eine verbreitete Veredelungsmethode ist die verbesserte Kopulation. Bei Verwendung schwacher Edelreiser und dicker Unterlagen kann man auch in die Rinde mit einem Sattel veredeln.

Der Verband wird mit Baumwollstoff gemacht, die Veredelungsstelle wird mit geschlämmter Kreide bestrichen. Die geeignetste Zeit für die Veredelung ist der Februar. Es wird empfohlen, die Unterlagen in Töpfen ab Mitte Dezember in den Raum zu bringen, in dem die Veredelung durchgeführt wird, damit sie zum Zeitpunkt der Veredelung bereits gute Triebe haben.

Siehe auch:
Vermehrung durch verholzte Stecklinge

Die Temperatur nach der Veredelung ist von großer Bedeutung. Es muss eine konstante Temperatur von 24-26°C im Boden und in der Luft aufrechterhalten werden, damit das Wachstum kontinuierlich erfolgt. Nach Beginn des Wachstums des veredelten Triebes werden die Pflanzen allmählich abgehärtet und ab Mitte Mai ins Freiland gepflanzt. Im ersten Jahr entwickeln sich in der Regel kurze Triebe, erst im zweiten Jahr verlängern sie sich stark. Die Pflanzen bleiben 2-4 Jahre im Freiland.

Da das Höhenwachstum aus der Endknospe erfolgt, wird fast kein Schnitt der Seitenverzweigungen durchgeführt. Wenn es jedoch erforderlich ist, wird der Schnitt im August durchgeführt, wenn der Saftfluss nicht stark ist und die Wunden relativ schnell verheilen.

Veredelungen der Walnuss im Freiland sind ebenso wie die Röhrenveredelung unter unseren klimatischen Bedingungen nicht immer effektiv.

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