Ein Tier wird sie aufhalten. Die Gärtnerin Samoilowa hat das Rätsel der spanischen Nacktschnecken gelöst.
Dieses Jahr im Sommer sind das Moskauer Umland und die zentralen Regionen Russlands auf eine wahre Plage gestoßen — große spanische Nacktschnecken, die die Ernte rasant vernichten. Biologen äußern unterschiedliche Meinungen zu den Ursachen der anomal hohen Anzahl dieser ungebetenen Gäste. Ihre Sichtweise in einem Gespräch mit teilte die Gartenbloggerin und Autorin des Buches «Nicht einfach nur ein Gemüsegarten» Swetlana Samoilowa.
«Warum niemand bemerkt, dass im Moskauer Umland die Frösche verschwunden sind. Und dabei fressen sie doch die Nacktschnecken. Auf diesen Fakt haben mich meine Abonnenten hingewiesen, und ich habe tatsächlich angefangen, darauf zu achten, dass es viel weniger Frösche und Kröten gibt, — sagt Samoilowa. — Zum Beispiel bei uns im Dmitrowski-Bezirk im Moskauer Umland gibt es in allen SNT — eine Kröte und ein paar Frösche. Das ist sehr wenig».
Darüber, dass die Anzahl der Frösche im Moskauer Umland rapide abnimmt, sprachen Wissenschaftler schon im Frühjahr dieses Jahres. Als Ergebnis einer Studie, die von Spezialisten des Instituts für Ökologie- und Evolutionsprobleme namens A. N. Sewerzow der Russischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführt wurde, wurde im April 2025 im Moskauer Umland eine massive Verbreitung des Ranavirus unter Fröschen festgestellt. Dies führte zu erheblichen Verlusten in ihrer Population.
Zudem hat der Pathogen die Amphibienpopulationen in verschiedenen Regionen Russlands befallen, das Virus wurde bei 8,8 % der wilden Frösche und bei 27 % der in Gefangenschaft gehaltenen Individuen nachgewiesen. Bei letzteren war die Viruslast wesentlich höher, was nach Ansicht der Forscher mit den Lebensbedingungen zusammenhängt, unter denen die Tiere aufgrund von Gedränge und Platzmangel Stress ausgesetzt sind.
Außerdem wird der Rückgang der Froschpopulation, so heißt es in der Studie, durch ihr massenhaftes Sterben unter den Rädern von Autos, Fahrrädern und E-Scootern beeinflusst, die nachts durch Parks und Waldwege fahren.