Aussaat der Luzerne

Vor der Aussaat von Luzerne müssen die Samen vorbereitet werden.

Vorbereitung der Luzernesamen für die Aussaat

Viele Luzernesamen haben, wie auch die anderer mehrjähriger Hülsenfrüchtler, eine harte, dichte Schale und keimen lange nicht. Die Samen werden vor der Aussaat für eine kurze Nutzungsdauer einer Skarifizierung unterzogen, das heißt, sie werden mit Sand verrieben oder durch eine Skarifizierungsmaschine oder Kleeblattmühle gegeben.

Bei längerer Nutzung der Gräser ist es wünschenswert, 25—30 % harte Samen zur Wiederherstellung der Grasbestände zu haben. Daher sollte in Fruchtfolgen bei langer Nutzung der Grasfläche die Skarifizierung der Samen unterbleiben.

Eine positive Wirkung hat das Einweichen der Samen in Wasser bis zur Quellung mit anschließendem Lüften, damit sie bei der Aussaat nicht verkleben. Das Einweichen kann bei der Aussaat im zeitigen Frühjahr in ausreichend feuchten Boden erfolgen, da die gequollenen Samen bei der Aussaat in trockenen Boden absterben können.

Normen und Aussaat der Luzerne

Die Aussaatmengen und die Ablagetiefe der Samen sollten je nach Boden- und Klimabedingungen differenziert werden. Im Durchschnitt beträgt die Aussaatmenge von Luzerne pro Hektar: 11—15 kg.

Die Samenproduktivität ist bei einem lichteren Pflanzenbestand höher. Daher werden Luzerne-Samenträger oft im Weitreihenverfahren und ohne Deckfrucht gesät. Aber die Aussaat ohne Deckfrucht ist nur auf Flächen möglich, die relativ unkrautfrei sind, und auf solchen Feldern kann Luzerne für Samen gleichzeitig mit frühen Getreidekulturen gesät werden.

Aussaatmethoden

Gute Ergebnisse werden bei der Aussaat von Luzerne für Samen in Mischung mit Hirse erzielt. Eine solche Mischung wird üblicherweise zum normalen Aussaatzeitpunkt für Hirse gesät, wobei die Zeit vor der Hirseaussaat für die Unkrautbekämpfung durch Kultivierung genutzt wird.

Siehe auch:
Luzerne und ihre Besonderheiten

Die Aussaatmethode ist das bandförmige Zweireihenverfahren. Bei der gemeinsamen Aussaat werden die Pflegearbeitskosten vollständig auf die Hirseaussaat übertragen.

Pflege der Luzerne nach der Aussaat

Wenn während der Knospen- und Blütezeit trockenes Wetter eintritt, sinken die Samenerträge der Luzerne drastisch. Bei breitreihenigen, deckfruchtlosen Aussaaten ist eine solche Situation ausgeschlossen. Die Unkrautbekämpfung in den Samenbeständen muss mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.

Es sollte zur Regel werden, die Samenträger von Klee und Luzerne vollständig von Unkräutern zu befreien, da bei deren Abwesenheit der Besuch der Gräser durch Bienen zunimmt und der Ertrag und die Qualität der Samen deutlich steigen. Darüber hinaus lassen sich unkrautfreie Samenträger leichter ernten und dreschen sowie die anschließende Reinigung und Sortierung der Samen durchführen. Besonders sorgfältig müssen kleinsamige Unkräuter (Sauerampfer und andere) ausgestochen werden, deren Samen nur sehr schwer von den Samen des Klees und der Luzerne zu trennen sind.

Führen Sie die erste Zwischenreihenlockerung von Luzerne in Breitreihen so früh wie möglich durch, sobald der Boden bei der Bearbeitung nicht mehr schmiert. Gleichzeitig mit der Bearbeitung der Zwischenreihen führen Sie eine manuelle Unkrautbekämpfung in den Reihen durch. Als Werkzeuge für die Zwischenreihenbearbeitung können Kultivatoren und Eggen dienen. Achten Sie darauf, dass die Arbeitsorgane der Werkzeuge etwa 5 cm von den Reihen entfernt bleiben und bei der Bearbeitung die Pflanzen nicht beschädigen oder mit Erde bedecken.

Führen Sie in den Nutzungsjahren der Gräser während des Sommers bis zum Schließen der Bestände sorgfältig zwei bis drei Lockerungen der Zwischenreihen und manuelle Unkrautbekämpfungen in den Reihen durch.

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