Luzerne – ein mehrjähriges Kraut aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie ist ziemlich trockenheitsresistent und winterhart. Eine besonders wertvolle Eigenschaft ist ihre Fähigkeit, im Frühjahr und nach dem Mähen schnell nachzuwachsen.
Im Sommer liefert sie mehrere Schnitte, was beim Anbau in hofnahen und anderen Futterfruchtfolgen sehr wichtig ist. Unter günstigen Bedingungen kann sie 5–10 Jahre oder länger wachsen und Erträge liefern.
Gut entwickelte Stängel der Luzerne können einen Meter hoch sein und zeichnen sich durch starke Bestockung und gute Belaubung aus.
In der Produktion sind hauptsächlich zwei Luzernearten verbreitet: die blaue Saat-Luzerne und die gelbe. Weit verbreitet sind Hybriden zwischen der blauen und der gelben Luzerne, von denen in letzter Zeit immer häufiger Luzernesamen für die anschließende Aussaat geerntet werden.
In Bezug auf Aussehen und biologische Eigenschaften ist die Luzerne dem Klee in vielerlei Hinsicht ähnlich. Ihre Wurzel ist stark verzweigt, eine Pfahlwurzel. Bei alten Pflanzen kann das Wurzelsystem bis zu 3–5 m oder mehr erreichen. Dadurch entzieht die Pflanze Wasser und Nährstoffe (Kalzium, Phosphor und andere) aus tiefen Bodenschichten.
In Bezug auf den Boden ist die Luzerne eine ziemlich anspruchsvolle Kultur. Sie benötigt lockere, kalk- und phosphorreiche Böden. Am besten geeignet sind Schwarzerde und fruchtbare lehmige Böden mit lockerem und wasserdurchlässigem Untergrund. Auf schweren tonigen, sumpfigen, sandigen und steinigen Böden gedeiht die Luzerne nicht.