In die Reihe! Checkliste der Pflichtarbeiten für Datscha-Besitzer im Mai 2026

Von vorne beginnen

Das Erste, was Sie tun müssen, ist den Garten nicht mit einer Schaufel, sondern mit einer Bewertung des Zustands jedes Beetes zu begehen. Wo der Boden bereits abgetrocknet und bearbeitungsbereit ist, wo sich nach Regen eine Kruste gebildet hat, wo Kulturen aufgegangen sind und ausgedünnt werden müssen, wo es Zeit zu säen ist und wo bereits Setzlinge gepflanzt werden müssen. Wenn das Grundstück groß ist, spart gerade eine solche Inspektion Zeit. Ohne sie greift der Gärtner meist zu allem gleichzeitig und am Abend ist er müde ohne Ergebnis.

Nach der Inspektion sollten Sie die Arbeiten besser in drei Gruppen einteilen. Erste — dringende: Bewässerung frischer Aussaten, Abdecken von Setzlingen, Lockern nach Regen, Jäten junger Unkräuter.

Zweite — obligatorische für die nächsten Tage: Aussaat, Pflanzung von Setzlingen, Ausdünnen, Anhäufeln von Kartoffeln. Dritte — begleitende: Einebnen der Beete, Nachfüllen von Erde, Vorbereitung von Abdeckmaterial, Pflöcken, Bögen, Stützen und Bindfaden. Ein solcher Ablauf ist Mitte Mai besonders wichtig, denn die Zeit arbeitet nicht mehr auf die Vorbereitung, sondern auf das Ergebnis hin.

Arbeit mit dem Boden

Die Hauptaufgabe ist, sie in einem lockeren, luftdurchlässigen Zustand zu halten. Auf vielen Beeten bildet sich nach Regen oder Bewässerung schnell eine Kruste auf der oberen Schicht. Das ist schlecht für die Keimlinge: Die Wurzeln bekommen weniger Luft, die Feuchtigkeit entweicht schneller und die schwachen Sämlinge entwickeln sich ungleichmäßig. Daher ist regelmäßiges oberflächliches Lockern eine der Schlüsselarbeiten dieser Zeit. Und es wird einfach und schnell gemacht – auf der Bodenkruste. Das reicht aus, um die Poren im Boden zu zerstören, durch die die Feuchtigkeit aus der Tiefe entweicht.

Aussaat

Auf den Beeten wird weiterhin Dill, Petersilie, Koriander, Blattsalate, Spinat und anderes Grünzeug, Rote Bete, Möhren, Bohnen, Erbsen gesät. Bei anhaltender Wärme sind die Termine für Zucchini, Kürbis, Mais, Gurken im Freiland geeignet. Aber in dieser Zeit ist nicht die Tatsache der Aussaat wichtig, sondern die Qualität der Ausführung.

Das Beet sollte eingeebnet sein, ohne große Klumpen, die Furchen klar und mit gleicher Tiefe.

Siehe auch:
Aufräumen, Pflanzen, Abdecken: Alle Arbeiten im Blumenbeet vor dem Winter

Keimlinge

Mitte Mai fällt einer der wichtigsten Pflegeschritte für junge Saaten an – das Vereinzeln. Meistens wird damit zu spät begonnen: Es fällt schwer, überflüssige Pflanzen zu entfernen, man denkt, es sei besser, sie dichter stehen zu lassen. In der Praxis ist es genau umgekehrt. Bei zu dichter Aussaat werden die Wurzelgemüse klein, Grünzeug und Radieschen schießen in die Blüte, ohne vorher Blätter gebildet zu haben, und die Bestände selbst leiden stärker unter Nährstoff- und Lichtmangel.

Möhren werden schrittweise vereinzelt, ohne zu versuchen, alles auf einmal auf den endgültigen Abstand zu bringen. Auch Rote Bete befreit man von überflüssigen Pflanzen, damit jedes Wurzelgemüse seinen Platz erhält. Salat und Radieschen verlieren bei dichter Pflanzung schnell an Qualität, daher sollten auch sie rechtzeitig ausgedünnt werden. Nach dem Vereinzeln ist es ratsam, das Beet vorsichtig zu gießen oder zumindest die Zwischenreihen zu lockern, um Stress zu vermeiden und die Feuchtigkeit zu halten.

Wichtig ist auch das Ausrichten der Reihen. Nach starkem Gießen oder Regen werden die Saaten manchmal stellenweise freigelegt, stellenweise verschlammt. Solche Stellen sollten Sie gleich korrigieren, solange der Garten noch in der Anfangsphase ist. Je ebener das Beet im Mai ist, desto einfacher ist die gesamte spätere Pflege.

Setzlinge

Mitte Mai ist einer der Haupttermine für das Auspflanzen von Gemüsesetzlingen. Kohl, Sellerie und ein Teil der Tomaten sind bereits bereit für die Umsetzung an den endgültigen Standort. In wärmeren Regionen beginnt man mit dem Auspflanzen von Paprika, Aubergine und frühen Partien Gurken. Aber das Auspflanzen selbst ist nicht einfach nur ein Umzug der Pflanze aus dem Becher in das Pflanzloch.

Erstens müssen die Setzlinge abgehärtet sein. Wenn die Pflanze in Wärme und ohne Wind gewachsen ist, führt das Auspflanzen ohne Gewöhnung an direktes Sonnenlicht fast immer zu Wachstumsverzögerungen. Zweitens darf man nicht nach dem Prinzip «schnell alles an einem Tag pflanzen» vorgehen. Das Auspflanzen sollte in einem machbaren Tempo erfolgen: gepflanzt – gegossen – abgedeckt – kontrolliert. Nur so erreicht man eine normale Anwuchsrate.

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