Die wichtigsten Kürbisgewächse — das sind Kürbis, Wassermelone und Melone.
Beschreibung und biologische Besonderheiten
Kürbis, Wassermelone und Melone haben ein kräftiges Pfahlwurzelsystem mit einer großen Anzahl von Saugwurzeln. Dank dieser Besonderheit der Wurzeln entziehen die Kürbisgewächse Feuchtigkeit aus den unteren Bodenschichten und zeichnen sich durch Trockenheitsresistenz aus.
Dennoch müssen in trockenen Gebieten Maßnahmen ergriffen werden, um die Bodenfeuchtigkeitsreserven durch Schneeanhäufung und Zurückhaltung von Schmelzwasser zu erhöhen. Man greift auch zur Anlage von Saaten in Senken, auf Inseln, in Flussauen und schließlich auf künstliche Bewässerung zurück.
In der Wolga-Achtubinskaja Pojma und im Unterlauf der Wolga werden die Saaten der Kürbisgewächse in sogenannten Ilmen — den Vertiefungen der Aue, die durch Dämme vor Überschwemmung geschützt sind, angelegt. In den mittelasiatischen Ländern gibt es neben dem bewässerten Kürbisanbau auch den Talanbau — den Anbau von Kürbisgewächsen in den Flusstälern.
Der Stängel der Kürbisgewächse ist kriechend, rundlich und stark verzweigt. An den Stellen, an denen sich Seitenzweige bilden, entstehen nach dem Bedecken mit feuchter Erde zusätzliche Wurzeln, mit denen sich die Pflanze am Boden festhält und zusätzliche Nährstoffe erhält.
Die Blätter sind von unterschiedlicher Form und Größe: Bei der Wassermelone sind sie groß, drei- bis fünflappig, behaart und mit einem Wachsüberzug versehen; bei der Melone und dem Kürbis sind sie nierenförmig, ganzrandig oder fünflappig, mit weißen Härchen behaart. Die Blüten sind groß: Bei Wassermelone und Melone haben sie einen Durchmesser von 1,5 bis 4 cm, beim Kürbis von 6 bis 30 Zentimetern. Die Blütenkronen sind gelb mit verschiedenen Schattierungen.
Kürbisgewächse sind einhäusig und getrenntgeschlechtlich — die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich an derselben Pflanze, aber getrennt. Bei der Melone sind die männlichen Blüten in einem Blütenstand versammelt, während die weiblichen einzeln sitzen. Auch alle Blüten von Wassermelone und Kürbis sitzen einzeln. Die Bestäubung erfolgt in der Regel durch Insekten.
Kürbisgewächse sind die wärmeliebendsten aller Kulturpflanzen. Die Samen des Kürbis beginnen erst bei einer Temperatur von 13–14° Wärme zu keimen, die der Melone bei 15° und die der Wassermelone bei 16–17° Wärme. Die besten Temperaturen für die Pflanzenentwicklung sind 33–35° Wärme. Kürbisgewächse vertragen nicht einmal leichte Fröste, daher werden für sie gut beleuchtete und erwärmte Standorte vorgesehen.
Kürbisgewächse bevorzugen fruchtbare, unkrautfreie, lockere, sandig-lehmige Böden mit einem lockeren Untergrund, der das Eindringen der Wurzeln begünstigt. Nur der Kürbis gedeiht gut auf bindigeren Böden bei ausreichendem Fruchtbarkeitsniveau.