Kartoffelringfäule

Ringfäule der Kartoffel ist durch ein langsames Welken der Pflanzen gekennzeichnet. Unter Feldbedingungen ist dieses Welken jedoch nicht immer erkennbar. Die typische Manifestation der Krankheit ist die Schädigung des Gefäßsystems der Knollen. Der Gefäßring erweicht und verfault, weshalb diese Schädigung als Ringfäule bezeichnet wird.

Die ersten Anzeichen werden am Ende der Kartoffelblüte festgestellt. Die Blätter vergilben allmählich, die Blattspreiten rollen sich entlang der Hauptader ein, und die Stängel welken und trocknen aus. Besonders deutlich zeigen sich die Krankheitssymptome in einem trockenen, heißen Sommer.

Manchmal haben die Stängel der befallenen Pflanze eine zitronengelbe Farbe. Bei Druck auf die befallene Stelle des Gefäßrings tritt eine hellgelbe Masse aus.

Zu Beginn der Krankheit unterscheidet sich die von Ringfäule befallene Kartoffel nicht von einer gesunden, aber später wird das Kerngewebe befallen, was häufig bei der Winterlagerung auftritt. Manchmal ist eine Verdunkelung oder Bräunung der Knolle im Inneren zu beobachten.

Man stellt auch die Grubenform der Knollen fest — ihre Anzeichen zeigen sich nach der Reinigung. Auf der Oberfläche solcher Kartoffeln sind runde Flecken von verfaulendem Fruchtfleisch von der Größe eines Stecknadelkopfes, gelb oder cremefarben, sichtbar. Um das verfaulende Fruchtfleisch herum bildet sich ein durchsichtiges, aber festes Fruchtfleisch. Mit der Zeit dringt die Fäule tiefer ein, die Schale der Knollen über der Fäule reißt auf, und auf ihrer Oberfläche erscheint eine eingedrückte Grube.

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Wenn die Ernte bei einer Temperatur von (2-4 °C) gelagert wird, entwickelt sich die Fäule nur schwach. Erhöhte Temperaturen (18-20 °C) beschleunigen ihre Entwicklung.

Es wird angenommen, dass eine Infektion gesunder Knollen mit dem Erreger der Grubenfäule während der Kartoffelernte bei feuchtem Wetter durch Kontakt der Knollen mit ringfäulebefallenem Kraut möglich ist. Die primäre Form der Krankheit, die bei Kartoffeln auftritt, ist also die Grubenfäule. Nach dem Pflanzen von krankem Saatgut entwickelt sich die Krankheit auf dem Feld.

Der Schaden durch die Ringfäule der Kartoffel ist nicht vollständig geklärt. Neben der Beschädigung der Knollen muss auch das Absterben der Pflanzen auf dem Feld und insbesondere die verminderte Knollenbildung berücksichtigt werden. Die Verluste durch die Krankheit sind umso größer, je stärker das Saatgut befallen ist.

Das Saatgut muss gesund sein.

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