Remontante Sorten dieser Gartenkultur sind erst in den letzten Jahren aufgekommen. Sie können zweimal Erträge liefern: die erste Ernte wie gewöhnliche Sorten, und die zweite — von Juli an in den südlichen Regionen des Landes und von Mitte August bis in den späten Herbst in den übrigen. Wir merken an, dass die Herbsternte größere Beeren hervorbringt. Aus Sicht des Erzeugers ist die gestaffelte Reifung der Beeren natürlich ein negativer Aspekt.
Für Himbeerliebhaber ist dies hingegen zweifellos ein großer Vorteil, da sie dank der remontanten Sorten die Möglichkeit haben, Himbeeren nach und nach zu genießen, so wie sie reifen, und diese süße Beere auch für den Vorrat zu konservieren.
Inhaltsverzeichnis:
Besonderheiten der Remontant-Himbeere
Obwohl die remontanten Himbeersorten uns zweimal im Jahr mit reifen Beeren erfreuen, ist es dennoch am sinnvollsten, die spätsommerliche bis herbstliche Ernte zu nutzen. Aus diesem Grund ist es am besten, die Himbeere als einjährige Kultur zu führen. Der gesamte oberirdische Teil sollte im Herbst (November) oder im zeitigen Frühjahr (Anfang April) abgeschnitten werden. In diesem Fall findet die Fruchtbildung an den einjährigen Trieben statt.
Wenn die Remontant-Himbeere als einjährige Kultur angebaut wird, kann man sich dadurch von Krankheiten und Schädlingen befreien, da der oberirdische Teil regelmäßig entfernt wird. Dies senkt das Risiko einer Pilzinfektion erheblich, die an den Trieben überwintert. Wenn man jeden Herbst die Stiele der Himbeersträucher abschneidet, kann man die Winterhärte dieser Kultur verbessern. Da diese Himbeersorte recht spät Erträge liefert, besteht keine Notwendigkeit für chemische Behandlungen. Und das bedeutet, wir erhalten ökologisch reine Beeren. Wenn man über die Vorteile der remontanten Sorten spricht, kann man feststellen, dass solche Himbeeren wenig Triebe und Ausläufer bilden und sich außerdem nicht über das Grundstück ausbreiten.
Pflanzung der Remontant-Himbeere
Der Herbst ist die bevorzugte Jahreszeit für die Pflanzung von Remontant-Himbeeren. Dabei merken wir an, dass die Pflanzung auch im Sommer erfolgen kann. Vor der Pflanzung muss ein Graben mit einer Tiefe von bis zu 50 cm vorbereitet werden. Humus oder Kompost sollte auf den Boden des Grabens gelegt und mit Superphosphat und Kaliumdünger versehen werden.
Alternativ eignet sich auch ein Liter Glas Holzasche. Dann wird eine Schicht Erde aufgefüllt, die gründlich mit Düngemitteln vermischt wurde. Eine fruchtbare Schicht muss oben aufgeschüttet werden. Danach wird die gesamte Erde sorgfältig festgestampft. Diese Methode kann auch bei der Pflanzung von remontanten Himbeersorten in Pflanzgruben angewendet werden. Genau dort geben wir die Hälfte der Düngermenge, die für den Graben verwendet wird.
Remontant-Himbeeren werden auf verschiedene Weisen gepflanzt:
Reihenpflanzung. Bei dieser Methode beträgt der Abstand zwischen den Reihen 1,5 bis 2 Meter. Innerhalb der Reihen variiert der Abstand zwischen den Setzlingen zwischen 0,5 und 1 m.
Streifenpflanzung. Dabei werden die Pflanzen in zwei bis drei Zeilen angeordnet. Der Abstand zwischen ihnen beträgt 0,6 bis 0,9 m. Zwischen den Streifen liegt der Abstand bei 1,5 bis 1,8 m.
Es gibt noch die Buschpflanzung für remontierende Himbeeren. Diese besteht darin, dass die Pflanzen an den Ecken von Quadraten platziert werden. Die Seiten dieser Quadrate betragen 1 bis 1,5 Meter. Die Setzlinge können auch in beliebigen Abständen gepflanzt werden. Bei der Pflanzung der Büsche werden sonnige Stellen auf dem Grundstück ausgewählt.
Pflege der remontierenden Himbeere
In den ersten zwei Jahren ist die Pflege der remontierenden Himbeere ganz gewöhnlich. Sie umfasst Düngung und Bewässerung. Da die Pflanze ein oberflächliches Wurzelsystem hat, muss sie in trockenen Jahren gegossen werden. Dabei darf man die Lockerung nicht vergessen, die vorsichtig durchgeführt werden muss, da sonst die Wurzeln beschädigt werden können. In einem Meter Abstand vom Busch sollte die Lockerungstiefe 5 cm betragen. Außerdem beinhaltet die Pflege der remontierenden Himbeersorten auch die Düngung mit flüssigen organischen Düngemitteln.
Die Anzahl der Düngungen in der ersten Sommerhälfte sollte nicht mehr als zwei betragen, mit einer Menge von 4 Litern pro Quadratmeter. Die Düngungen sollten sofort nach dem Gießen erfolgen. In der zweiten Sommerhälfte, wenn die Triebe an Stützen gebunden werden müssen, beginnen die Beeren zu reifen. Im ersten Vegetationsjahr nach der Pflanzung entwickeln sich an den Pflanzen ein bis drei Ersatztriebe, je nach Sorte. Die Blüte der remontierenden Himbeere beginnt im August. Im September können bereits die ersten Beeren geerntet werden. Die Herbstbeeren zeichnen sich durch eine höhere Dichte aus. Sie können recht lange am Busch hängen, ohne zu faulen. Die Ernte kann in größeren Abständen erfolgen. Die Ernte endet mit den ersten Frösten.
Nach der Ernte besteht die Pflege der Himbeeren hauptsächlich im Entfernen der abgetragenen Triebe. Diese Arbeit sollte am besten nach dem Einsetzen stabiler Herbstfröste und dem Durchfrieren des Bodens durchgeführt werden. Zum Abschneiden der Triebe ist eine Gartenschere zu verwenden, ohne Stummel zu hinterlassen. Die Gefahr von Stummeln besteht darin, dass sich dort der Himbeerzünsler ansiedelt. Außerdem sind sie der Ausgangspunkt für die Verbreitung vieler Krankheiten. Daher sollte diese Maßnahme so schnell wie möglich durchgeführt werden. Im Herbst muss diese Arbeit an erster Stelle erledigt werden. Zudem müssen alle abgebrochenen Triebe entfernt werden.
Im zweiten Jahr nach der Pflanzung besteht die Pflege der remontierenden Himbeere darin, bereits in den ersten zwei Wochen der Vegetationsperiode mit der Regulierung der Wurzelschösslinge zu beginnen. Es müssen die kräftigen Triebe ausgewählt werden. Pro Meter einer 40-50 m langen Reihe sollten 5-15 der stärksten Triebe belassen werden. Der Abstand zwischen den übrigen Trieben sollte mindestens 15 cm betragen. Die entstehenden Wurzelschösslinge können eingepflanzt werden. Erfolgt der Anbau der remontierenden Himbeere in Buschform, so ist die Pflanze aus 3-6 Ersatztrieben zu formen.
Die Pflege der Himbeere zur Verjüngung besteht darin, alle fünf Jahre die alten Rhizome mit einem Spaten zu entfernen. Dadurch entstehen Wurzelschösslinge, die später zum Einpflanzen neuer Büsche verwendet werden können.