Viele Gärtner interessieren sich für den Anbau von schwarzen Himbeeren, die sich deutlich von roten unterscheiden. Die Triebe der schwarzen Himbeere sind nicht gerade, sondern gebogen und bogenförmig. Die Wurzeln liegen tief im Boden, bis zu 1,5 m und mehr; sie bildet keine Wurzelausläufer; die Früchte sind schwarz, manchmal rot gefärbt.
Die schwarze Himbeere vermehrt sich über die Triebspitzen, die mit Haken am Boden festgesteckt oder mit Erde bedeckt werden; die Endknospe berührt den Boden, bewurzelt sich und bildet eine neue Pflanze. Junge Pflanzen werden für den Winter angehäufelt oder mit Humus abgedeckt und im Frühjahr von der Mutterpflanze getrennt.
Für den Anbau der schwarzen Himbeere in Karelien sollten nur winterharte Sorten ausgewählt werden, da ihre Winterhärte geringer ist als die der roten Himbeere, aber sie ist trockenheitsresistenter. Die Pflanzung der schwarzen Himbeere erfolgt unter unseren Bedingungen am besten im frühen Frühling, der Abstand in der Reihe zwischen den Pflanzen beträgt 0,5–0,7 m, zwischen den Reihen 1,8–2,0 m.
Beim Schnitt entfernt man die abgetragenen alten Triebe, abgebrochene sowie krankheitsbefallene. Im Strauch lässt man sieben bis acht der besten einjährigen Triebe stehen, die zuvor gekürzt und an ein Spalier gebunden werden. In der Regel bilden die einjährigen Triebe der schwarzen Himbeere lange Seitenzuwächse, daher ist es im Frühjahr ratsam, sie zu kürzen, wobei man an jedem zwei bis sechs Knospen belässt.
Beim Anbau der schwarzen Himbeere sollte man keine Stickstoffdünger verwenden, und wenn doch, dann vorsichtig. Ansonsten unterscheidet sich die Pflanzung und Pflege der Himbeere der roten nicht von der Anbautechnik der schwarzen Himbeere. Die schwarze Himbeere tritt früher in die Fruchtbildung ein und ihr Ertrag ist höher als der der roten.