Pflege von Himbeeren

Einige Gärtner sind der Meinung, dass Himbeeren ohne besondere Pflege wachsen können, und schenken ihnen nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Doch Himbeeren reagieren, wie jede andere Kulturpflanze auch, gut auf Pflege.

In der Anfangsphase des Anbaus besteht die Frühjahrspflege für Himbeeren im Beschneiden und Anbinden der Sträucher.

Schnitt. In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung ist es wichtig, einen gut mit Trieben gefüllten Streifen von 40–50 cm Breite zu schaffen.

Zu diesem Zweck lässt man alle einjährigen Triebe stehen, die sich innerhalb des Streifens befinden. Im Herbst des zweiten Jahres ist der Streifen gut mit Trieben gefüllt. Bei starker Verdichtung werden einige Triebe entfernt, ebenso alle schwachen und abgebrochenen Triebe. Später wird die Anzahl der Triebe reguliert, und zwar 12–15 Stück pro 1 m2 bei der Bandanbauweise und 7 Stück pro 1 m2 bei der Buschform. Im Frühjahr werden die erfrorenen Triebspitzen bis zur ersten lebenden, gut entwickelten Knospe zurückgeschnitten.

Die Sommerpflege für Himbeeren ist nicht weniger wichtig als die Frühjahrspflege. In dieser Zeit wird die Anzahl der einjährigen Triebe reguliert, wenn sie eine Höhe von 40–50 cm erreicht haben. Dabei werden alle Triebe, die diese Höhe nicht erreicht haben, sowie schwache, kranke und beschädigte Triebe entfernt. Diese Arbeit wird in der Regel gleichzeitig mit dem Jäten und Lockern durchgeführt. Bei sehr starker Verdichtung kann auch ein Teil der Triebe mit einer Höhe von 40–50 cm entfernt werden. Die endgültige Regulierung der Triebe erfolgt im folgenden Frühjahr. Die Pflege der Himbeeren nach der Ernte besteht im Ausschneiden der abgetragenen Triebe dicht an der Bodenoberfläche. Eine Verzögerung dieser Arbeit verschlechtert die Vorbereitung der Triebe auf den Winter.

Siehe auch:
Gesundheitliche Vorteile von Himbeeren

Zur Ertragssteigerung kann man die Düngung der Himbeeren und das Abkneifen junger Triebe bei Sorten empfehlen, die zur Verzweigung neigen. Das Abkneifen wird durchgeführt, wenn die jungen Triebe eine Höhe von 80–100 cm erreicht haben. Sie werden um 10–20 cm gekürzt, dann werden die Seitentriebe um 3 cm gekürzt, wenn sie 25 cm gewachsen sind.

Anbinden. Himbeerpflanzen können frei oder an einer Stütze angebaut werden, da viele Sorten ohne Stütze schlecht wachsen und fruchten. Es gibt verschiedene Methoden, Himbeeren zu befestigen, aber die einfachste und für Hobbygärtner geeignetste ist die Pfahlmethode: In der Mitte des Busches wird ein Pfahl aufgestellt und die Triebe werden mit Bindfaden oder Riemen an zwei Stellen (in 0,5 m und 1,5 m Höhe) angebunden.

Häufig verwenden Gärtner eine Stütze in Form eines Spaliers. Das einfachste besteht aus zwei Pfosten, die an beiden Enden der Reihe eingeschlagen werden, und einem dazwischen gespannten Draht (oder einer Stange), an den die Himbeertriebe mit Bindfaden angebunden werden. Ein solches Spalier kann in einem Abstand von 30–40 cm von der Reihe aufgestellt werden. Alle fruchttragenden Triebe werden zum Spalier hin geneigt und angebunden, so dass eine schräge Ebene entsteht. Die wachsenden Triebe werden nicht angebunden.

Infolgedessen vermischen sich die zweijährigen Triebe nicht mit den einjährigen und behindern sich nicht gegenseitig, sodass die Ernte auf einer beleuchteten Fläche platziert wird. Die einjährigen Triebe werden besser beleuchtet und belüftet, wodurch sie weniger von Pilzkrankheiten befallen werden. Zur Gartengestaltung kann man Himbeeren in Form von Tunneln, Hecken, Blumenbeeten, waagerechten Spalieren und anderen Konstruktionen anbauen.

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?