Weißer Belag auf den Blättern des Weinstocks – wie bekämpfen Sie ihn?

Wenn auf den Weinblättern ein weißer Belag erscheint – bedeutet dies, dass die Pflanze mit Oidium oder Mehltau infiziert ist. Die Krankheit kann jeden Teil der Pflanze während der gesamten Vegetationsperiode befallen. Besonders gefährlich ist der Befall der Blütenstände und des Fruchtansatzes, der 80% der Ernte vernichten kann.

Oidium zeigt sich auf der Außenseite des Blattes. Zuerst erscheinen kleine einzelne Flecken von weißer oder gelblicher, seltener grauer Farbe. Nach einiger Zeit bedeckt die gesamte Blattoberfläche ein weißer Belag, der nicht zu fest am Blatt haftet und sich bei Berührung abwischen lässt. An den Berührungsstellen mit der Oberfläche sind auf dem Blatt braune Flecken zu sehen. Bei Fortschreiten der Krankheit beginnt der weiße Belag auf die Blattinnenseite und dann auf andere Teile der Weinrebe überzugehen (Blattstiel, Triebe und Blüten). Wenn sich Oidium über einen längeren Zeitraum auf der Pflanze entwickelt, nehmen die Blätter bald eine bräunliche Färbung an und trocknen allmählich aus, die Blütenstände werden mit Belag bedeckt und fallen dann ab.

An den Trieben ist das Auftreten von Oidium an dunkelbraunen Flecken zu erkennen, die die Rebe ringeln können. Befallene Triebe entwickeln sich schlecht, sodass sie den nächsten Frühling nicht überleben.

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Weinrebe Lydia

An den Beeren ist Mehltau an einem weißen Belag zu erkennen, der sich im Laufe der Zeit in schmutzig graue Flecken verwandelt. Beschädigte Beeren verlangsamen ihre Entwicklung, nehmen eine bräunliche Färbung an und trocknen bald aus. Wenn die Krankheit bei vollständig ausgebildeten Trauben auftritt, platzen die Beeren und beginnen bei anhaltend nassem Wetter zu faulen.

Die Krankheit schreitet bei heißem Wetter, das mit hoher Luftfeuchtigkeit einhergeht, schnell voran. Der Pilz kann auf der Pflanze oder im abgefallenen Laub überwintern.

Bekämpfung des weißen Belags auf Weinblättern

Die beste Methode, die Krankheit zu bekämpfen oder ihr Auftreten zu verhindern, ist das Pflanzen von Sorten, die nicht anfällig dafür sind. Auch sollte die Krone systematisch ausgelichtet werden, um die Belüftung zu verbessern, sowie im Frühjahr und Sommer mit Eisenvitriol und mit Bordeauxbrühe besprüht werden.

Um die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen diese Krankheit zu erhöhen, werden Blattdüngungen mit hohem Kalium-, Phosphor- und anderen Mikronährstoffgehalt durchgeführt.

Bei starkem Befall der Weinrebe wird diese mit einer Lösung von kolloidalem Schwefel besprüht, und zwar im Verhältnis von 12 Gramm Schwefel pro Eimer Wasser, sowie mit den Präparaten Fundozol, Belitol.

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