Viele Weinliebhaber stellen bei der Kontrolle ihrer Rebstöcke oft fest, dass die Blätter vergilben, aber nicht jeder Gärtner schenkt diesem Phänomen Beachtung. Lassen Sie uns klären, warum und worauf die Weinblätter so reagieren und wie man dagegen vorgeht.
Inhaltsverzeichnis:
Warum vergilben die Blätter der Weinreben?
Die Hauptursache für die Vergilbung der Weinblätter ist das Auftreten der als Kalkchlorose bekannten Krankheit. Diese Krankheit gehört zu den Schädigungen, die den größten Schaden für die Kultur verursachen. Kalkchlorose kann in praktisch allen Anbauregionen von Weinreben auftreten, aufgrund des hohen Gehalts an Karbonaten im Boden.
Die Krankheit zeigt sich auf den Blättern, genauer gesagt zwischen den Blattadern, als Gelbfärbung. Wenn die Krankheit zu schnell verläuft, vergilbt die gesamte Blattoberfläche in kurzer Zeit. Nach einer Weile wechselt die Blattfarbe von Gelb zu Braun und schließlich trocknet das Blatt vollständig aus. Die Infektion hemmt auch das Wachstum der Triebe, sie werden sehr dünn und kurz (aufgrund von Nährstoffmangel). Nach dem Blattfall können neue Blätter an der Pflanze erscheinen, die jedoch sehr klein sind.
Die Kalkchlorose beeinträchtigt nicht nur Triebe und Blätter, sondern auch die Trauben. Die Trauben werden im Vergleich zur Standardgröße kleiner, die Beeren haben eine schlechte Qualität. Die Krankheit wirkt sich auf die gesamte Pflanze aus – sie kann nicht genügend Nährstoffe anreichern, die für die Überwinterung notwendig sind. In der Regel sterben durch Chlorose geschädigte Weinreben ab.
Die Symptome der Krankheit sind im Anfangsstadium recht schwer zu erkennen; sie zeigen sich ab der zweiten Hälfte der warmen Jahreszeit.
Was tun, wenn die Blätter der Weinreben vergilben?
Um das Auftreten von Kalkchlorose am Weinstock zu verhindern, muss die Bodenqualität verbessert werden. Besonderes Augenmerk sollte auf Eigenschaften wie Wasser- und Luftdurchlässigkeit des Bodens gelegt werden.
Es wird nicht empfohlen, Weinberge auf schweren Böden, kalkreichen Böden oder Böden mit schlechter Belüftung anzulegen. Der pH-Wert des Bodens sollte nicht über 7 liegen, da unter diesen Bedingungen Eisen von der Pflanze nicht aufgenommen wird. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Boden für den Weinberg richtig gewählt wurde, überprüfen Sie den pH-Wert mit einem speziellen Gerät.
Bei Auftreten der Krankheit hilft oberflächliches Lockern des Bodens in geringer Tiefe gut, allerdings sollte nur trockener Boden gelockert werden. Auch muss auf die Nährstoffversorgung des Bodens geachtet werden, indem regelmäßig verschiedene Düngemittel, insbesondere Gips und Kaliumsulfat, ausgebracht werden.