Vorbereitung von Weinstecklingen

Wenn Sie als Winzer schnell die gewünschten Sorten vermehren möchten, ist die Vermehrung durch Stecklinge am besten. Bei der Vorbereitung der Weinstecklinge müssen Sie einige Regeln für die Auswahl beachten.

Regeln für die Auswahl und Vorbereitung

Vor allem müssen Sie die Eigenschaften des Mutterstocks berücksichtigen. Er sollte gute, stabile Erträge liefern, große Trauben und große Beeren haben. Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Wenn Sie Stecklinge von schwach entwickelten Weinreben auswählen, verschlechtern sich ihre Eigenschaften. Sie müssen wissen, dass ein Steckling von einer zweitklassigen Weinrebe den Grundstein für die Bildung ebensolcher Reben legt.

Das Gleiche gilt für die Setzlinge dieser Kultur. Kaufen Sie Weinreben daher nur bei geprüften, seriösen Produzenten, die seit langem auf dem Markt tätig sind und ihren über Jahre aufgebauten Ruf nicht verlieren möchten.

Die Auswahl der Stecklinge sollte über viele Jahre hinweg erfolgen. Jedes Jahr müssen Sie den Ertrag aller Rebstöcke überwachen. Bei den Beobachtungen sollten Rebstöcke oder Rebenarme, die einen hohen Ertrag aufweisen, markiert werden, zum Beispiel durch das Anbinden von bunten Bändern.

Im zweiten Jahr wird die Qualität der markierten und anderer Reben überprüft. Durch die Beobachtung über drei Jahre hinweg können Sie herausfinden, welcher Rebstock oder welcher Zweig die meisten Markierungen erhalten hat. Daraus sollten Sie die Stecklinge gewinnen.

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Zeitplan für die Stecklingsvorbereitung

Der optimale Zeitpunkt für die Gewinnung von Weinstecklingen ist der Herbstschnitt. Die Stecklinge sollten am besten aus der Mitte eines einjährigen ausgereiften Triebs entnommen werden. Bei der späteren Anzucht im Freiland werden 8-augige Stecklinge geschnitten; bei anderen Anbaumethoden 6-augige. Der Steckling (Chubuk) sollte einen Durchmesser von 6-12 Millimetern haben; der Abstand zwischen den Knoten des Stecklings sollte 8-12 Zentimeter betragen.

Stecklinge mit Fehlern (Verkrümmungen oder sichtbare Beschädigungen) sollten nicht zur Lagerung zurückgelassen werden. Achten Sie auch auf die korrekte Position des Stecklings, die später nur sehr schwer zu bestimmen ist. Deshalb können Sie am unteren Ende des Stecklings einen Einschnitt machen.

Bündeln Sie die geschnittenen Stecklinge zu mehreren Dutzend und tauchen Sie sie für 2 Tage in Wasser (Regenwasser oder aus natürlichen Gewässern). Leitungswasser wird nicht empfohlen. Die mit Wasser durchtränkten Stecklinge lassen sich gut lagern. Anschließend sollten Sie jedes Bündel beschriften, um zu wissen, um welche Sorte es sich handelt.

Stellen Sie die Stecklinge unmittelbar nach dem Schnitt ins Wasser, damit sie nicht austrocknen. Wenn Sie die Stecklinge an einen anderen Ort transportieren, wickeln Sie sie in ein feuchtes Tuch.

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