Venusfliegenfalle: Pflege in Innenräumen

Venusfliegenfalle (Dionaea). Pflege: Füttern, Gießen, Vermehrung, Umtopfen.

Insektenfressende Pflanzen werden in der Zimmerpflanzenpflege immer beliebter. Ein markanter Vertreter der fleischfressenden Pflanzen ist die Venusfliegenfalle (Dionaea) — eine kompakte Zimmerpflanze aus der Familie der Sonnentaugewächse. Die Höhe der Pflanze ist gering — nur 10-12 cm.

Während der Blütezeit treibt die Venusfliegenfalle Blütenstiele aus, deren Länge 45-50 cm erreichen kann. Die Farbe der Blütenstände ist weiß, aber das größere Interesse für Liebhaber von Zimmerpflanzen stellen die Blätter dar. Ihr aggressives Aussehen und die leuchtende Färbung können nicht anders als faszinieren. Die Blätter mit nadel- oder zahnartigen Rändern (je nach Sorte) stellen genau die Falle dar, in die kleine Insekten und sogar Nacktschnecken geraten. Die Blattklappen schließen sich augenblicklich, ohne dem Opfer Zeit zur Besinnung zu geben. Allerdings ist die Anzahl solcher 'Angriffe' bei der Pflanze streng begrenzt: Jedes Blatt schließt sich nicht mehr als 5 Mal, danach stirbt es ab. Daher sollte man die Pflanze nicht aus Spaß zu oft 'füttern'.

Venusfliegenfalle. Pflege.

Die Pflege der Venusfliegenfalle wird durch eine Reihe von Faktoren erschwert.

  1. Die Pflanze benötigt eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Häufiges Gießen und Besprühen reichen nicht aus, um der Dionaea angenehme Bedingungen zu bieten. Wenn die Raumluft zu trocken ist, muss die Venusfliegenfalle in einem Minigewächshaus oder Frühbeet gehalten werden.
  2. Die Dionaea benötigt das ganze Jahr über helles Licht. Im Winter wird die Pflanze zusätzlich beleuchtet, im Sommer wird sie an den hellsten Platz im Haus gestellt (aber nicht in die pralle Sonne). Bei Lichtmangel verlieren die Blätter der Dionaea ihre Farbe und die Stängel strecken sich.
  3. In der Ruhephase muss die Venusfliegenfalle bei einer Temperatur von 10-12°C gehalten werden. Die Überwinterung der Pflanze — eine schwierige Prüfung für Liebhaber von Exoten. Das Leben der Dionaea kommt praktisch zum Stillstand, was sich durch abgefallene Blätter und einen vertrockneten Stängel zeigt. In diesem Moment entscheiden sich viele unerfahrene Pflanzenliebhaber, ihren grünen Schützling aufzugeben, in der Annahme, seine Tage seien gezählt. Das ist ganz und gar nicht der Fall! Mitte des Frühlings erwacht die Venusfliegenfalle wieder zum Leben und tritt in die Phase des aktiven Wachstums ein.

Düngen, Gießen.

Die Dionaea ernährt sich nicht zufällig von Insekten. In der Natur wächst sie an Orten, an denen ein akuter Stickstoffmangel herrscht. Die Fütterung mit Insekten ermöglicht der Pflanze die für das Leben notwendige Proteinsynthese. Allerdings ist es kontraindiziert, die Venusfliegenfalle zu düngen. Für sie ist genau die Ernährungsform akzeptabel, an die sie gewöhnt ist. Zusätzliche Düngergaben in Form von Mehrnährstoffdüngern können die Pflanze schwächen und sogar zu ihrem Absterben führen.

Die Venusfliegenfalle ist anspruchsvoll hinsichtlich der Wasserqualität. Normales Leitungswasser ist für sie ungeeignet. Man kann gereinigtes Trinkwasser aus dem Handel verwenden oder das Wasser selbst filtern. Auch destilliertes Wasser ist geeignet, im Notfall kann man Regen- oder Schmelzwasser verwenden. Die Pflanze wird über den Untersetzer gegossen, sobald die Erde angetrocknet ist.

Vermehrung und Umtopfen.

Die Pflanze benötigt keine häufigen Umtopfungen. Arme Böden — der natürliche Lebensraum der Dionaea. Die Pflanze benötigt ein schwach saures Substrat und einen Topf mit kleinem Durchmesser, aber ausreichender Tiefe.

Die Pflanze wird durch Kindel vermehrt, die während des Umtopfens abgetrennt werden können.

Gute Ergebnisse können durch Samenvermehrung erzielt werden, allerdings muss man bedenken, dass die Pflanze bei dieser Methode schnell in die Blüte geht. Da das Ziel ein üppiger Blattwuchs ist, müssen die jungen Blütenstände entfernt werden, damit die Pflanze grüne Masse aufbauen kann.

Die Blütenstände werden auch zur Vermehrung verwendet, indem man sie in ein lockeres und feuchtes Substrat pflanzt. Die Setzlinge werden mit einer Haube abgedeckt und an einen hellen Ort gestellt. Innerhalb von anderthalb Monaten bildet sich um den Blütenstiel neuer Austrieb. Der Blütenstiel selbst vertrocknet dabei fast vollständig.

Füttern der Venusfliegenfalle.

Das größte Interesse für Pflanzenliebhaber stellt die Fütterung der Venusfliegenfalle dar. Wenn die Pflanze auf dem Balkon oder im Garten gehalten wird, kann sie sich selbst versorgen. Für eine normale Lebensfunktion muss die Venusfliegenfalle 2-3 Mal im Monat Beute fangen, wobei eine einzige ausgelöste Falle ausreicht, damit die Pflanze die notwendige Nahrung erhält.

Der Verdauungsprozess erstreckt sich über 1-2 Wochen. Die weichen Gewebe werden vollständig verdaut, während unverdaute Reste nach dem Öffnen auf der Blattoberfläche verbleiben. Wenn die Pflanze satt ist, kann sie die Nahrungsaufnahme verweigern. Außerdem wird die Venusfliegenfalle nichts fressen, was ursprünglich nicht für sie bestimmt ist. Das Verdauungsenzym wird nur produziert, wenn ein lebendes Insekt in die Falle gelangt.

Wenn Sie die Pflanze selbst füttern, merken Sie sich, in welche Falle Sie das Insekt gelegt haben, um beim nächsten Mal ein anderes Blatt mit Beute zu verwöhnen. Das verlängert die Lebensdauer der Blattfallen und ermöglicht eine gleichmäßige Entwicklung der grünen Masse.

Pflegeschwierigkeiten.

Neben den bereits erwähnten Schwierigkeiten wird die Pflege der Venusfliegenfalle durch das Auftreten von Blattläusen erschwert, die die Pflanze bei unzureichender Luftfeuchtigkeit oft befallen. Von anderen Schädlingen stellen Thripse und die Fruchtfliege eine Gefahr dar, die ihre Larven auf der Venusfliegenfalle ablegt. Sie wird wie andere Pflanzen behandelt — durch Besprühen mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel (z.B. Doktor Foli gegen Schädlinge).

Die Venusfliegenfalle kann auch von Krankheiten wie Grauschimmel und Rußtaupilz befallen werden. Behandlung — Besprühen mit einem Fungizid (z.B. Doktor Foli gegen Krankheiten).

Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) ist eine fleischfressende Pflanze aus der Familie der Sonnentaugewächse. Sie ist die einzige Art ihrer Gattung Dionaea. Der wissenschaftliche Name wurde der Pflanze vermutlich irrtümlich gegeben. Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet er ‚Mausefalle‘. Im Russischen wird die Blume nach der römischen Venus, der Göttin der Liebe und der Blumen, als ‚Venerina‘ bezeichnet. Die Heimat dieser Pflanze ist Südamerika.

Die Venusfliegenfalle ist im Roten Buch der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur aufgeführt.

Beschreibung, Fotos und besonderes Merkmal der Venusfliegenfalle

Die Venusfliegenfalle ist eine kleine krautige Pflanze mit einer Rosette aus 4–7 Blättern von 4 bis 7 cm Länge. Die Blätter der Venusfliegenfalle wachsen aus einem kurzen, zwiebelförmigen unterirdischen Stängel. Ihre Blüten sind klein, sternförmig und befinden sich an den Enden der Stängel. Sie blüht im Frühsommer, und ihre Gesamtlebensdauer beträgt etwa 7 Jahre. Die Bildung der langen Fangblätter erfolgt nach der Blüte. Die Fallen bestehen aus zwei gegenüberliegenden Blättern mit Dornen an den Rändern. Die Außenseite ist leuchtend grün gefärbt, die Innenseite rötlich.

Mechanismus des Zuschnappens der Falle

Das Hauptmerkmal dieser Pflanze sind die Fangblätter. In der Natur sind sie relativ bodennah angeordnet, sodass Insekten leicht hineingeraten. Im Inneren jeder Falle befinden sich kleine Härchen, die als Sensoren fungieren.

Eine einmalige Berührung eines Fühlers hat keine Folgen. Dies ist notwendig, um ‚leere‘ Zuschnappvorgänge zu vermeiden, die durch Regentropfen oder Zweige auf der Falle ausgelöst werden könnten. Wenn ein Insekt jedoch zwei verschiedene Härchen berührt, schnappt die Falle sofort zu. Dies geschieht sehr schnell, innerhalb von 0,1 Sekunden. Es gibt keine genaue Beschreibung des Funktionsprinzips der Falle, aber Wissenschaftler vermuten, dass es mit einer sofortigen Wasserübertragung zwischen den Pflanzenzellen zusammenhängt.

Nachdem die Falle zugeschnappt ist, beginnt die Venusfliegenfalle, Verdauungsenzyme abzusondern und löst ihre Beute innerhalb von zwei Wochen auf. Danach ist die Falle bereit, nach einem neuen Opfer zu suchen. Während ihres Lebenszyklus kann jede Falle bis zu 7 Insekten fangen.

Wie man die Calceolaria-Blume umtopft und vermehrt, erfahren Sie hier.

Regeln für die Pflege der Venusfliegenfalle zu Hause

Platzieren Sie die Venusfliegenfalle so, dass sie keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

In der Natur ist die Venusfliegenfalle im Südosten von Nordkalifornien und im Nordosten von North Carolina zu finden. Sie wächst auf offenen, sonnigen, feuchten Wiesen oder in Sümpfen. Die Venusfliegenfalle bevorzugt Sümpfe mit Torf- und Sandboden. Sie kann auch im Haus wachsen, aber dafür müssen die Bedingungen so naturnah wie möglich gestaltet werden.

Standort, Beleuchtung und optimale Temperatur

Die Venusfliegenfalle ist eine lichtliebende Pflanze. Sie benötigt mindestens 4–5 Stunden Licht pro Tag. Optimale Standorte sind West- und Ostfenster. Sie kann auch an Südfenstern platziert werden, jedoch sollten direkte Sonnenstrahlen durch das Glas vermieden werden, da sie schädlich sein können. Wenn eine Platzierung am Südfenster unvermeidlich ist, sollte die Pflanze in den heißen Mittagsstunden tiefer im Raum oder mit Schattierung am Fenster untergebracht werden. An Nordfenstern bekommt die Venusfliegenfalle nicht genug Licht; künstliche Beleuchtung kann helfen.

Was die Temperatur betrifft, ist die Venusfliegenfalle recht widerstandsfähig. Im Winter kann sie in hellen Räumen bei etwa 5–10 Grad gehalten werden, hält aber bei Bedarf auch niedrigere Temperaturen aus. Vom Frühling bis zum Spätherbst kann sie im Freien gehalten werden, z. B. auf dem Balkon oder im Garten.

Luftfeuchtigkeit und Gießen

Wichtig: Lassen Sie die Erde nicht austrocknen.

Während der Wachstumsperiode (vom Frühling bis zum Herbst) benötigt die Venusfliegenfalle reichlich Wasser. Die Erde darf nicht austrocknen. Sie können den Topf sogar in einen Untersetzer mit 1-2 cm Wasser stellen. Gießen Sie sie mit destilliertem oder gefiltertem Wasser bei Raumtemperatur. Während der Winterruhe werden Venusfliegenfallen, die in kühlen Räumen stehen, selten gegossen.

Für ein komfortables Wachstum der Venusfliegenfalle muss die Luftfeuchtigkeit bei 70 % gehalten werden. Dazu können Sie die Pflanze regelmäßig besprühen oder in einem Terrarium kultivieren.

Boden und Dünger

Die Venusfliegenfalle bevorzugt feuchte, nährstoffarme und saure Erde, da ihr natürlicher Lebensraum die Sümpfe von Carolina sind. Diese Erde kann man erreichen, indem man zu gleichen Teilen Torfmoos und Perlit mischt. Verwenden Sie keine Universalerde für die Venusfliegenfalle, da sie darin eingehen würde.

Die Venusfliegenfalle benötigt keine Düngung. Es ist auch nicht unbedingt nötig, sie mit Insekten zu füttern, da die Pflanze ihre Nährstoffe durch Photosynthese bezieht. Wenn Sie dies jedoch tun möchten und Ihre Pflanze gesund ist, sollten Sie einige Regeln beachten:

  1. Die Falle schließt sich nur, wenn sich das darin befindliche Insekt bewegt. Denken Sie daher daran, dass Sie die Venusfliegenfalle nur mit lebenden Insekten füttern sollten.
  2. Füttern Sie die Venusfliegenfalle nicht mit spezifischen Nahrungsmitteln. Geeignet sind Fliegen, Mehlwürmer oder andere kleine Arthropoden. Füttern Sie die Venusfliegenfalle auf keinen Fall mit normaler Nahrung, da sie diese nicht verdauen kann und daran eingeht.
  3. Füttern Sie die Venusfliegenfalle höchstens zweimal im Monat.
  4. Es dürfen nur 1-2 Fallen gefüttert werden.

Füttern Sie die Venusfliegenfalle nicht, wenn:

  • sie geschwächt oder krank ist;
  • sie Stress erlitten hat, z. B. durch Sonnenbrand;
  • sie sich in der Ruhephase befindet;
  • sie kürzlich umgetopft wurde.

Umtopfen und Vermehrung der Venusfliegenfalle

Die Venusfliegenfalle vermehrt sich durch Stecklinge, Samen und Zwiebeln.

Die Umpflanzung sollte alle 2–3 Jahre erfolgen. Am besten im Frühjahr, wenn die Venusfliegenfalle zu wachsen beginnt. Für eine erfolgreichere Akklimatisierung kann die Pflanze einen Tag vor dem Umpflanzen mit dem Mittel „Epin“ (2–3 Tropfen Lösung auf 200 g Wasser) behandelt werden. Bereiten Sie ein spezielles Substrat für die Umpflanzung vor. Falls möglich, überprüfen Sie den pH-Wert des Bodens; er sollte zwischen 3,5 und 4,5 liegen.

Der Erdballen muss vorsichtig aus dem Topf genommen und die Zwiebel von der Erde getrennt werden. Vermeiden Sie es, die Fallen während der Umpflanzung zu berühren. Setzen Sie die Venusfliegenfalle tief in den neuen Topf, sodass das Substrat alle weißlichen Stellen der Zwiebel bedeckt. Nach dem Umpflanzen ist es optimal, den Topf in einen Untersetzer zu stellen und erneut mit „Epin“ zu behandeln.

Die Hauptvermehrungsmethoden der Venusfliegenfalle sind: Samen, Stecklinge und Zwiebeln.

Vermehrung durch Stecklinge

Bei einer ausgewachsenen Pflanze sind mehrere Wachstumspunkte zu erkennen. Diese dienen als Vermehrungsmaterial. Die Stecklinge werden an der Blattbasis abgeschnitten und in die Erde gesetzt. Mit Folie abdecken, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen. Eine konstante warme Temperatur um 25 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind erforderlich. Die Schnittstellen an der Pflanze sollten am besten mit zerstoßener Holzkohle bestreut werden, um Fäulnis zu vermeiden.

Vermehrung durch Samen

Die Samen werden im Frühherbst ausgesät. Als Substrat eignet sich reiner Torf. Sie werden auf der Erdoberfläche verteilt und mit gesiebtem Torf bedeckt. Für die Samen sollte ein kleines Gewächshaus mit Beheizung und Beleuchtung geschaffen werden. Die Bewässerung erfolgt am besten über den Untersetzer; die Erde muss stets feucht sein. Bei richtiger Pflege keimen die Samen etwa nach einem Monat. Im Frühjahr muss die Venusfliegenfalle allmählich an die Bedingungen außerhalb des Gewächshauses gewöhnt werden; gleichzeitig wird pikiert. Dies sollte vorsichtig erfolgen, um das Wurzelsystem nicht zu beschädigen.

Vermehrung durch Zwiebeln

Mit der Zeit bildet die Venusfliegenfalle Tochterzwiebeln. Diese müssen mit einem scharfen Messer abgeschnitten und umgepflanzt werden. Achten Sie darauf, dass die abgetrennten Zwiebeln gut entwickelte Wurzeln haben. Die Schnittstellen an der Mutterpflanze sind mit zerstoßener Holzkohle zu behandeln, um Fäulnis zu vermeiden.

Krankheiten, Schädlinge und mögliche Probleme beim Anbau

Dies tritt aufgrund von hartem Wasser auf.

Wie alle insektenfressenden Pflanzen wird die Venusfliegenfalle selten von Schädlingen befallen. Gelegentlich können Spinnmilben und Blattläuse sie angreifen. Bei übermäßiger Feuchtigkeit kann die Pflanze von Grauschimmel oder schwarzem Rußtaupilz befallen werden. In diesem Fall kann die Venusfliegenfalle mit einem Fungizid behandelt werden.

Mögliche Probleme beim Anbau:

  • Die Blätter werden gelb, fallen aber nicht ab. Wahrscheinlich ist ein Kalziumüberschuss im Boden vorhanden, oder Sie gießen die Venusfliegenfalle mit zu hartem Wasser.
  • Die Blätter werden gelb und fallen ab. Dies ist eine Folge unzureichender Bewässerung und Austrocknung des Bodens.
  • An den Blattspitzen sind braune Flecken aufgetreten. Dies ist ein Zeichen für eine Überdüngung der Pflanze aufgrund zu hoher Dosen oder zu häufiger Anwendung. Auch können die Flecken durch Sonnenbrand verursacht werden;

Sehen Sie sich einen kurzen Ausschnitt aus der Sendung über die Venusfliegenfalle an.

Venusfliegenfalle

Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) ist der einzige Vertreter der Gattung Dionaea aus der Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae). In der Natur sind solche Sträucher in einigen amerikanischen Bundesstaaten an der Atlantikküste zu finden: Sie kommen meist in sumpfigen Gebieten vor. Obwohl die Venusfliegenfalle heute auf der Liste der gefährdeten Pflanzen steht, behält sie ihre Beliebtheit als ungewöhnliche Zimmerpflanze.

Der lateinische Name der Sträucher bedeutet "Mausefalle", obwohl die Fallen der Blüte nur für Insekten gefährlich sind. Vermutlich war ein Schreibfehler die Ursache für diese Diskrepanz – die Art Dionea Muscipula sollte eigentlich "Fliegenfalle" – "muscicipula" heißen.

Der Gattungsname Dionaea wurde nach der griechischen Göttin, der Mutter der Aphrodite, vergeben. Die Engländer nennen die Sträucher ebenfalls 'Venusfliegenfallen'. Der ungewöhnliche Artname bezieht sich auf die Form der Blattfallen der Pflanze. Einer Version zufolge ähneln sie Muscheln – einem der Symbole des Weiblichen und der Göttin Venus, die aus dem Meeresschaum geboren wurde.

Beschreibung der Venusfliegenfalle

Dionaea ist eine krautige Staude. Zu dieser Gattung gehört nur die Venusfliegenfalle. Ihre Sträucher werden in Töpfen bis zu 15 cm hoch, in der Natur erreichen sie etwa 20 cm. Der unterirdische Stängel hat die Form einer Zwiebel. Während der Blütezeit bildet sich ein hoher Blütenstand mit einfachen weißen Blüten, die einen schirmförmigen Blütenstand bilden. Die Größe des Blütenstands ermöglicht es Insekten, die Blüten zu bestäuben, ohne befürchten zu müssen, in eine Falle zu geraten. An den bestäubten Blüten bilden sich Kapseln mit kleinen schwarzen, glänzenden Samen.

Der unterirdische Stängel der Venusfliegenfalle bildet 4 bis 7 Blätter, die eine Rosette bilden. Gegen Ende der Blütezeit erscheinen an ihnen Fallen von bis zu 15 cm Länge. Ihre Farbe ist grün, aber bei hellem Licht beginnt die Innenseite rot zu werden. Manchmal ändert sich die Farbe je nach Alter des Strauches. Einige Sorten der Pflanze können schwach blassblau leuchten – die gespeicherten Sonnenstrahlen ermöglichen es ihnen, selbst im Dunkeln Beute anzulocken.

Die räuberischen 'Gewohnheiten' der Venusfliegenfalle sind durch ihre Lebensbedingungen bedingt. Die Sumpfgebiete, in denen sie wächst, sind sehr stickstoffarm, daher gewinnt die Blume den lebensnotwendigen Stickstoff, indem sie auf Schnecken und Insekten jagt.

Die Fallen bilden sich im oberen Teil der kurzen Blattstiele, die für die Photosynthese bestimmt sind. Allmählich beginnen die Stiele nachzuwachsen und sich nach oben zu richten. Jede darüber liegende Falle besteht aus zwei Klappen, die von spärlichen Borsten umgeben sind. Die Beute wird durch den Duft des von Drüsen produzierten Nektars angezogen. Wenn sie die empfindlichen Triggerhaare im Inneren der Falle berühren, schnappen die Klappen zu und die Blume beginnt, die Beute zu verdauen. Dies dauert etwa 5 bis 10 Tage, danach nimmt die Falle wieder ihre Ausgangsposition ein. Jede solche Falle kann bis zu 3 Insekten fangen und verdauen, bevor sie abstirbt, obwohl ihre Anzahl manchmal bis zu 7 bis 10 betragen kann.

Der Aufbau der Pflanze bietet Schutz vor versehentlichem Zuschnappen der Fallen durch darauf fallende Wassertropfen oder Schmutzpartikel. Für ihre Auslösung ist die Berührung von mindestens zwei Haaren innerhalb von 20 Sekunden erforderlich. Die Blume berechnet selbst, ob es sich lohnt, den 'Mechanismus' der Falle auszulösen, um sie nicht vergeblich zu schließen – denn das kostet viel Energie. Erst wenn sie 'berechnet' hat, dass die Beute ihr genug Nahrung bietet, fängt der Strauch sie endgültig und beginnt den Verdauungsprozess.

Kurze Regeln für den Anbau der Venusfliegenfalle

In der Tabelle sind die kurzen Pflegeregeln für die Venusfliegenfalle im Haushalt aufgeführt.

Lichtverhältnisse Es sind helle, diffuse Lichtstrahlen erforderlich. Dabei sollte das Pflänzchen etwa 4 Stunden am Tag direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Optimal ist eine West- oder Ostseite. Wenn die Blume in einem Flurarium gehalten wird, sollte eine Zusatzbeleuchtung verwendet werden.
Haltungstemperatur Im Sommer, während der Wachstumsperiode, etwa 20-30 Grad, im Winter bis zu 7 Grad.
Bewässerungsregime Bevorzugt wird eine Bodenbewässerung. Der Topf mit der Blume wird in ein Gefäß mit Regen- oder destilliertem Wasser gestellt, sodass die Löcher am Boden des Gefäßes in das Wasser eintauchen. Dadurch kann die Pflanze die benötigte Feuchtigkeit selbst aufnehmen.
Luftfeuchtigkeit Eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit ist erforderlich, daher wird die Venusfliegenfalle oft in Terrarien oder Flurarien gezüchtet.
Boden Für den Anbau der Venusfliegenfalle wird ein Substrat benötigt, das Perlit, doppelt so viel Torf und die Hälfte an Quarzsand enthält.
Düngungen Die übliche Düngung wird für das Pflänzchen durch Fliegen ersetzt. Während der Wachstumsperiode reichen für eine Pflanze 2-3 Stück. Diese müssen jedoch lebendig und nicht zu groß sein. Es ist nicht ratsam, die Beute in dieselbe Falle zu legen.
Umtopfen Die Venusfliegenfalle wird im frühen Frühling alle 2-3 Jahre umgetopft.
Blüte Die Blütezeit ist Mai-Juni und dauert 2-3 Wochen.
Ruheperiode Ab dem Herbst wird die Bewässerung reduziert, wobei darauf geachtet wird, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Bis März sollte die Pflanze an einem kühlen (ca. 7-10 Grad), dunklen Ort ohne Nährstoffzufuhr gehalten werden. Es wird nur gelegentlich gegossen. Anfang März wird der Topf an seinen Platz zurückgestellt und ein Rückschnitt durchgeführt – alle alten Fallen werden von der Pflanze entfernt. Dann kehrt man allmählich zum vorherigen Pflegeplan zurück.
Vermehrung Abtrennen von Tochterrosetten, Stecklinge, Blütenstiele oder Samen, die sich nach künstlicher Bestäubung bilden.
Schädlinge Gelegentlich: Blattläuse, Spinnmilben.
Krankheiten Fäule, Rußtaupilz.
Siehe auch:
Wie pflegt man eine Citrofortunella?

Pflege der Venusfliegenfalle zu Hause

Bei Einhaltung der Pflegeregeln kann die Pflanze bis zu 30 Jahre alt werden. Die Venusfliegenfalle kann sowohl in Innenräumen als auch im Garten gezüchtet werden. Für eine gesunde Entwicklung benötigt die grüne Jägerin jedoch besondere Bedingungen.

Beleuchtung

Für ein optimales Wachstum sollte die Venusfliegenfalle an hellen Ost- oder Westfenstern gehalten werden. So lassen sich die Anforderungen der Pflanze am einfachsten erfüllen: etwa 4-5 Stunden direktes Licht pro Tag, danach wird die Beleuchtung diffus. Am besten nimmt die Pflanze das direkte Licht am Morgen oder Abend auf. Ein dunkler Standort erfordert den Einsatz von Lampen. Lichtmangel beeinträchtigt das Aussehen der Venusfliegenfalle und die Leuchtkraft ihrer Färbung.

Zu Hause werden Venusfliegenfallen oft in speziellen Behältern – Flurarien oder Terrarien – gezüchtet, die eine hohe Luftfeuchtigkeit für die Pflanzen gewährleisten. Aufgrund der trockenen Luft beginnt das Laub des Pflänzchens auszutrocknen und verliert an Attraktivität. Damit die Blume in einem solchen Gefäß nicht unter Lichtmangel leidet, wird sie mit einer Lampe von mindestens 40 W bestrahlt. Diese sollte sich 20 cm von der Pflanze entfernt befinden und eine Tageslichtdauer von etwa 15 Stunden gewährleisten.

Auch die Venusfliegenfalle benötigt frische Luft. Eine fehlende Luftzirkulation verträgt die Pflanze schlecht, daher sollte der Raum, in dem sie steht, häufiger gelüftet werden. Dabei sollte man die Pflanze selbst nicht Zugluft aussetzen. Im Sommer kann man die Fliegenfalle auf den Balkon stellen, wobei man ihr Schutz vor zu hellem Licht bieten sollte. Die Pflanze reagiert jedoch sehr empfindlich auf Standortveränderungen, daher sollte man sie nicht mit verschiedenen Seiten zum Licht drehen.

Temperatur

Im Sommer verträgt die Venusfliegenfalle sowohl gemäßigte Wärme als auch Hitze problemlos. Die optimale Temperatur für die Pflanze im Sommer liegt bei 20–30 Grad. Im Winter wird die Pflanze kühl gehalten – etwa bei 7 Grad. Ohne eine Temperaturabsenkung über einen Zeitraum von 3–4 Monaten wird die Pflanze nicht länger als 1,5–2 Jahre überleben.

Während der Winterruhe wirft die Fliegenfalle ihre Blätter ab. In dieser Zeit kann man den Topf mit der Pflanze sogar im Kühlschrank aufbewahren, aber es sollte nicht kälter als 2 Grad in dem Fach mit der Pflanze sein. In ihrer Heimat können die Dionaea einen milden Winter unter Schnee überstehen, aber Frost überleben sie nicht.

Gießen

Die Wurzeln der Venusfliegenfalle sind nicht an die Aufnahme von Mineralsalzen und Nährstoffen aus dem Boden angepasst, daher sollte zum Gießen nur weiches Regenwasser verwendet werden. Nach dem Sammeln sollte es in einem Plastikbehälter aufbewahrt werden. Wenn kein Regenwasser zur Verfügung steht, wird die Pflanze mit destilliertem oder abgefülltem Wasser gegossen.

Die Erde im Topf sollte stets feucht gehalten werden – ein Austrocknen der Erde kann zum Absterben der Fallen führen. Die übliche Bewässerung von oben sollte jedoch durch eine Unterbewässerung ersetzt werden. Gießt man die Pflanze von oben, verdichtet sich die Erde und wird weniger sauer. Stattdessen stellt man den Topf mit der Pflanze auf eine Untertasse mit Wasser, so dass die Drainagelöcher eintauchen. So kann die Fliegenfalle selbst die benötigte Feuchtigkeit aufnehmen.

Luftfeuchtigkeit

Um die für die Venusfliegenfalle notwendige Luftfeuchtigkeit (ca. 70%) zu erhalten, wird sie in Aquarien, Florarien oder Terrarien gepflanzt. Der Boden des Behälters wird mit Blähton bedeckt, in den regelmäßig Wasser gegossen wird, das verdunstet. Das Aquarium sollte nicht mit einem Deckel verschlossen werden, da dies den Luftstrom zur Pflanze unterbricht und Insekten den Zugang versperrt.

Düngung

Alle notwendigen Nährstoffe nimmt die fleischfressende Pflanze aus ihrer Beute auf, daher benötigt sie keine zusätzliche Fütterung: Die Erde im Topf wird nicht gedüngt.

Fütterungsregime

Die Venusfliegenfalle hat eigene Nahrungsvorlieben und kann nicht jedes Insekt verdauen. Käfer mit hartem Panzer, nagende Arten und Regenwürmer können ihre Fallen beschädigen. Auch darf man die Pflanze nicht mit normalem Fleisch oder Wurst füttern – ein solches Menü kann zur Fäulnisbildung an den Fallen führen. Wenn ungeeignete Nahrung in eine Falle gelangt und diese sich geschlossen hat, sollte man sie nicht mit Gewalt öffnen. Nach ein paar Tagen öffnen sich die Klappen von selbst. Während der Wachstumsphase reicht es dem Strauch, ein paar kleine Spinnen, Fliegen oder Mücken zu fangen. Sträucher, die auf dem Balkon oder im Freien wachsen, können selbst Beute anlocken. In anderen Fällen kann man eine Fliege oder Mücke fangen und sie im Aquarium zur Pflanze geben.

In manchen Fällen sollte man der Venusfliegenfalle keine derartige Zusatzfütterung geben. Eine kranke Pflanze, die unter ungeeigneten Bedingungen wächst oder kürzlich Stress durch Umtopfen oder Standortwechsel erlitten hat, kann die Beute nicht richtig verdauen. Ein satter Strauch wird ebenfalls keine Fliegen fangen. Die Fallen sollte man nicht aus Spaß berühren, da man sie versehentlich beschädigen könnte.

Ab Ende September wird die Venusfliegenfalle nicht mehr gefüttert – die Pflanze geht in die Ruhephase und benötigt bis zum Frühjahr keine derartige Nahrung.

Fliegenfalle zu Hause: Wie kann man sie anbauen? Darf man sie füttern?

Venusfliegenfalle. Pflege zu Hause

Aussehen

Die Venusfliegenfalle ist eine kleine Pflanze, die nicht mehr als 20 cm hoch wird und 4 bis 7 Blätter hat, die an einem zwiebelartigen unterirdischen Stängel wachsen. Am Ende jedes Blattes befinden sich Fallen – genau diese ziehen die Blumenliebhaber an. Jede Falle besteht aus zwei Klappen, die an den Rändern mit Stacheln versehen sind. Wenn ein Insekt hineingerät, schlagen sie zu und geben dem Opfer keine Chance zu entkommen. Die Blätter sind leuchtend grün und saftig. Die Innenseite der Fallen hat manchmal eine rötliche Färbung.

Die Venusfliegenfalle blüht unter Zimmerbedingungen normalerweise 1,5–2 Monate. Die Blüten sind weiß und recht klein, sie befinden sich viel höher als die Fallen, damit die bestäubenden Insekten nicht zu Schaden kommen.

Nach der Blüte bildet sich eine Frucht, die eine Kapsel mit kleinen schwarzen Samen darstellt.

Wirkmechanismus der Venusfliegenfalle

Neben den Borsten an den Rändern der Fallen befinden sich spezielle Drüsen, die Nektar absondern und damit Insekten anlocken. Sobald ein Insekt in die Falle gerät, schnappt sie sofort zu und der Verdauungsmechanismus wird in Gang gesetzt. Nach Abschluss dieses Prozesses, der je nach Größe des Insekts 1 bis 5 Tage dauert, öffnen sich die Fallenklappen wieder und die Pflanze ist bereit für den nächsten Fang. Nach etwa sieben Schnappvorgängen (unabhängig davon, ob ein Opfer gefangen wurde oder nicht) stirbt die Falle ab. Daher empfiehlt es sich nicht, sie unnötig auszulösen, wenn man diese Pflanze im Haus züchtet.

Aussaat und Anbau der Venusfliegenfalle

Die fleischfressende Venusfliegenfalle kann sich sowohl durch Blätter, Teilung der Zwiebel als auch durch Samen vermehren. Die letztgenannte Methode ist aufwändiger und erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Damit die Samen eine höhere Keimrate erzielen, ist eine Stratifikation erforderlich. Die in eine Mullkompresse eingewickelten Samen, die zuvor in einer Fungizidlösung (2 Tropfen des Präparats auf 1 Glas destilliertes Wasser) getränkt wurde, werden für 5–7 Wochen in den Kühlschrank gelegt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Tuch nicht austrocknet.
  2. Danach werden die vorbereiteten Samen in kleine Behälter ausgesät, die mit einer speziell für fleischfressende Pflanzen geeigneten Erdmischung gefüllt sind. Die auf der Oberfläche verteilten Samen werden leicht mit Erde bedeckt. Anschließend wird der Behälter mit einer durchsichtigen Plastiktüte abgedeckt und an einen warmen, gut beleuchteten Ort gestellt.
  3. Sobald die ersten Blättchen erscheinen, wird jede Pflanze vorsichtig in einen eigenen Topf umgetopft.

Anforderungen an den Boden

Die Venusfliegenfalle bevorzugt saure, stickstoffarme Böden. Diese Bedingungen fördern das Wachstum der Fallen, da die Pflanze aus gefangenen Insekten den für die Proteinsynthese notwendigen Stickstoff erhält.

Erfahrene Gärtner empfehlen Ihnen, eine Mischung aus Torf und Perlit (im Verhältnis 2:1) vorzubereiten. Dazu müssen Sie das Perlit zunächst 7–10 Tage in destilliertem Wasser einweichen. Sie können eine Erde aus zwei Teilen Hochmoortorf mit einem Teil gewaschenem Quarzsand herstellen. Es wird nicht empfohlen, anderen Sand als Quarzsand zu verwenden, da dies zum Absterben der Blüte führt.

Bewässerung der Venusfliegenfalle

Die Pflege der Venusfliegenfalle erfordert eine rechtzeitige Befeuchtung des Bodens, die Sie nur von unten (über den Untersetzer) vornehmen sollten. Das Gießen von oben führt oft zur Verdichtung des Bodens, und die Wurzeln können unter Sauerstoffmangel leiden. Um das Austrocknen der oberen Bodenschicht zu vermeiden, können Sie Moos darauf auslegen.

Wie Sie eine Venusfliegenfalle züchten. Foto

Zum Gießen verwenden Sie nur destilliertes Wasser. Sie können auch Schmelz- oder Regenwasser dafür verwenden; wichtig ist, dass Sie eine längere Lagerung in einem Metallbehälter vermeiden.

Im Sommer wird empfohlen, die Pflanze 1–2 Mal pro Woche mit einem Zerstäuber zu besprühen. Sie sollten bedenken, dass übermäßige Feuchtigkeit für die Venusfliegenfalle schädlich sein kann.

Beleuchtung

In der Natur wächst die Venusfliegenfalle bevorzugt an sonnigen Standorten. Bei der Pflege zu Hause müssen Sie mindestens 4 Stunden helles Licht pro Tag sicherstellen. Unter diesen Bedingungen nehmen die Blätter der Venusfliegenfalle die intensivste Färbung an. Wenn es nicht möglich ist, ausreichend Sonnenlicht zu bekommen, wird empfohlen, Leuchtstofflampen als zusätzliche Beleuchtung zu verwenden. Dabei müssen Sie einige Bedingungen einhalten:

  • Die Lampen müssen eine Leistung von mindestens 40 Watt haben;
  • Der Abstand zur Blüte sollte etwa 20 cm betragen;
  • Die Position der Lichtquelle sollte nicht verändert werden;

Venusfliegenfalle zu Hause. Foto

Der optimale Standort für die Blüte ist eine Fensterbank auf der Südseite. Im Sommer können Sie die Pflanze für einige Zeit auf den Balkon stellen. Dabei sollten Sie jedoch längere direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Um das Licht zu streuen, spannen Sie ein Mulltuch über die Pflanze.

Temperaturbedingungen

In ihrer Heimat gedeiht diese Pflanze selbst bei Temperaturen bis zu 40 °C. Dennoch kann die Venusfliegenfalle zu Hause absterben, wenn die Luft auf 30 °C oder mehr erhitzt wird. Damit sich die Blüte normal entwickelt, müssen Sie dafür sorgen, dass der Boden stets kühl bleibt. Dies können Sie erreichen, indem Sie regelmäßig kühleres Wasser in den Untersetzer geben.

Empfehlungen zur Vorbereitung auf den Winter

Um der Pflanze eine normale Existenz zu ermöglichen, muss für sie für 3–4 Monate eine Ruheperiode geschaffen werden. Im Herbst wird die Lufttemperatur allmählich auf 5 °C gesenkt. Gleichzeitig wird der Lichttag auf 8 Stunden verkürzt. Der optimale Ort für die Überwinterung der Venusfliegenfalle ist eine verglaste Loggia oder ein Gewächshaus. Die Pflege der Pflanze besteht hier darin, die notwendige Beleuchtung und Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.

Man kann die Blume im Winter auch in den Kühlschrank stellen, wo die Temperatur zwischen 0 und 5 °C liegen sollte. Vorher wird die Pflanze besprüht und in einen Beutel mit Lüftungslöchern gesteckt. In diesem Fall ist keine Beleuchtung erforderlich, und das Substrat wird höchstens einmal im Monat gegossen.

Düngung

Die Pflege der Venusfliegenfalle sieht keine Düngung vor, da die Pflanze sich selbst ihre Nahrung beschaffen kann. Erlaubt ist lediglich die Fütterung mit lebenden Insekten, jedoch nicht mehr als dreimal während des gesamten Sommers. Regenwürmer, Tubifex und Mückenlarven sind dafür nicht geeignet – ihr hoher Feuchtigkeitsgehalt kann zur Fäulnis der Blattfallen führen. Auch sollte man die Fliegenfalle nicht mit Insekten füttern, deren Chitinpanzer zu hart ist.

Krankheiten und Schädlinge

Diese Pflanze wird fast nie von Schadinsekten befallen, was ihre Pflege erheblich erleichtert. Gefahr können lediglich Blattläuse und Spinnmilben darstellen, gegen die ein Besprühen mit speziellen Präparaten angewendet wird.

Eine aufmerksame Beobachtung des Aussehens der Pflanze hilft, Probleme rechtzeitig zu erkennen. So bedeuten vergilbende Blätter, dass das Gießwasser eine zu hohe Härte aufweist. Fallen die Blätter dabei ab, fehlt der Pflanze Feuchtigkeit. Braune Flecken entstehen durch Sonnenbrand oder durch die Anwendung von Düngemitteln.

Zu den Krankheiten, denen die Pflanze ausgesetzt ist, zählt vor allem Grauschimmel (Botrytis). Tritt diese Pilzinfektion auf, werden die befallenen Teile abgeschnitten und die gesamte Pflanze (sowie das Substrat) mit einem Fungizid behandelt.

Nur die Kenntnis aller Besonderheiten der Blume und das Studium der Empfehlungen von Fachleuten, wie man eine Venusfliegenfalle zu Hause züchtet, ermöglichen es, diese erstaunliche und sehr ungewöhnliche Pflanze in der eigenen Wohnung zu haben.

Venusfliegenfalle. Pflege zu Hause

Dionaea (Venusfliegenfalle): Besonderheiten der Pflege zu Hause

Venusfliegenfalle, Dionaea muscipula – eine exotische fleischfressende Pflanze aus der Familie Droseraceae. Der volkstümliche Name der Venusfliegenfalle ist Dionaea.

Diese ungewöhnliche Blume kann durchaus unter Zimmerbedingungen kultiviert werden, wenn man einfache Pflegeregeln beachtet.

Dionaea ist einer der interessantesten Vertreter der Pflanzenwelt. Bereits in der Antike wurde sie zu den Naturwundern gezählt. Das Aussehen dieser Pflanze ist sehr ungewöhnlich.

Die Rosette der Dionaea besteht aus Blättern, die fast am Boden anliegen, und kann einen Durchmesser von 20 cm erreichen. Die Blattspreite besteht aus zwei Klappen, die an den Rändern lange Zähne aufweisen. Diese Fangblätter haben im Inneren mehrere Härchen, die der Pflanze bei der Nahrungsaufnahme helfen. Die Nahrung dieser Pflanzen besteht aus kleinen Insekten.

Sobald ein Insekt die Sensorhärchen berührt, schnappt die Falle der Dionaea sofort zu und die Beute befindet sich in einer tödlichen Falle. Die Falle öffnet sich erst wieder, wenn die Nahrung verdaut ist, was 10 bis 12 Tage dauert.

  • Pflege der Dionaea
  • Boden
  • Gießen
  • Licht
  • Fütterung
  • Umtopfen
  • Vermehrung der Fliegenfalle

Pflege der Dionaea

Obwohl die Dionaea eine exotische Pflanze ist, eignet sie sich durchaus für den Anbau im Zimmer. Versuchen wir herauszufinden, wie man die Dionaea-Pflanze pflegen kann. Die Hauptsache ist, der Fliegenfalle möglichst komfortable Bedingungen zu bieten.

Boden

[ads2]Die Pflege der Venusfliegenfalle ist selbst für einen Anfänger im Gartenbau nicht schwer. Diese Pflanze bevorzugt nährstoffarme Böden mit guter Drainage. Man sollte diese Pflanze nicht düngen und niemals Kalk in das Substrat der Dionaea geben.

Damit die Erde im Topf der Pflanze nicht austrocknet, legt man am besten Torfmoos auf ihre Oberfläche. Es speichert Feuchtigkeit gut und hilft, den optimalen Wasserhaushalt für die Fliegenfalle aufrechtzuerhalten.

Bewässerung

Da die Dionaea eine tropische Pflanze ist, benötigt sie für ein gutes Wachstum und ihre Entwicklung eine konstante Feuchtigkeit. Fachleute empfehlen, das Wasser direkt in den Untersetzer des Topfes zu geben, damit die Erde nicht austrocknet.

Hier sind die grundlegenden Bewässerungsregeln für die Dionaea:

  • Die Intensität der Bewässerung der Fliegenfalle hängt direkt von der Jahreszeit ab.
  • Im Herbst sollte die Bewässerung so weit reduziert werden, dass die Erde im Topf feucht bleibt.
  • Im Winter, wenn die Fliegenfalle in eine Ruhephase übergeht, sollte man sie nicht gießen. Es reicht, gelegentlich etwas Wasser in den Untersetzer zu geben.
  • Gießen Sie die Dionaea nicht mit Leitungswasser. Verwenden Sie dafür besser gefiltertes oder Regenwasser.

Erfahren Sie in unserem Artikel, wie Sie eine Hyazinthe zu Hause pflanzen.

Sehen Sie sich hier das Video zur Vermehrung des Fikus durch Blattstecklinge an.

Beleuchtung

Die Venusfliegenfalle benötigt mindestens 4-5 Stunden pro Tag helles, indirektes Licht. Diese Pflanze mag keinen Schatten. Wenn sie nicht genügend Licht bekommt, verfärben sich die Fallen blass und die Stängel und Blätter werden dünner und ziehen sich in die Länge.

Allerdings sind auch direkte Sonnenstrahlen schädlich für die Fliegenfalle. Bei direkter Sonneneinstrahlung verliert die Erde im Topf schnell Feuchtigkeit und trocknet aus.

Zu Hause ist es besser, den Topf mit der Pflanze an ein West- oder Ostfenster zu stellen und die Dionaea bei Bedarf zusätzlich mit Leuchtstofflampen zu beleuchten.

Fütterung

Da die Dionaea eine fleischfressende Pflanze ist, muss sie regelmäßig gefüttert werden, jedoch ist es nicht empfehlenswert, dies häufig zu tun. Es reicht aus, den insektenfressenden Schützling zu versorgen mit lebenden Mücken und Fliegen einmal alle zwei Wochen.

Trotz ihres räuberischen Wesens ist die Dionaea dennoch eine Pflanze, daher erhält sie einen Teil der Nährstoffe aus dem Boden.

Es dürfen keine toten Insekten zur Fütterung verwendet werden, da die Härchen in den Fallen der Pflanze nur auf Bewegung reagieren. Es ist sehr wichtig, auf die Größe der an die fleischfressende Pflanze verfütterten Insekten zu achten. Sie muss so sein, dass Fliegen oder Käfer frei in die Fallen der Dionaea passen.

Nicht füttern sollten Sie die Venusfliegenfalle in folgenden Fällen:

  • sofort nach dem Umtopfen, wenn die Pflanze geschwächt ist;
  • die Pflanze krank ist;
  • im Winter, wenn die Dionaea Ruhe braucht.

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Umtopfen

Falls die Venusfliegenfalle umgetopft werden muss, sollte dies im frühen Frühling erfolgen, sobald die erste Erwärmung eintritt.

Der Topf zum Umtopfen sollte am besten so gewählt werden, dass die Wurzeln der Pflanze frei in die Tiefe wachsen können, das heißt, er sollte schmal und ausreichend tief sein.

Dies muss mit äußerster Vorsicht erfolgen, da das Wurzelsystem der Venusfliegenfalle sehr empfindlich ist und leicht beschädigt werden kann.

Um die Reste der alten Erde vom Rhizom zu entfernen, kann man die Wurzeln für einige Minuten in ein Gefäß mit warmem Wasser tauchen. Nach dem Einpflanzen der Pflanze in einen neuen Topf sollten die Blätter mit einer Sprühflasche abgespült werden.

Der Anpassungsprozess der Dionaea an die neuen Bedingungen dauert etwa 5 Wochen. In dieser Zeit sollte die Bewässerung erhöht werden und die empfindliche Pflanze vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Vermehrung der Venusfliegenfalle

Im Frühling erscheinen auf dem Büschel der Dionaea weiße Blüten. Bei manueller Bestäubung bilden diese Blüten Samen. 3-4 Wochen nach der Bestäubung kann man an der Pflanze winzige Samenkapseln bemerken, die gesammelt und zur Zucht neuer Pflanzen verwendet werden.

Die Samen sollten frühestens 3 Monate nach der Bestäubung gesät werden.

Die Samen der Venusfliegenfalle werden in ein speziell vorbereitetes Substrat ausgesät, das aus Sand und Torfmoos im Verhältnis 1:3 besteht.

Die ersten Keimlinge sind etwa 20 Tage nach der Aussaat zu sehen.

Beim Keimen muss auf die Bodenfeuchtigkeit geachtet werden und ein Austrocknen vermieden werden. Die jungen Setzlinge werden in einzelne Behälter umgepflanzt. Vom Keimen bis zur Bildung einer erwachsenen Pflanze dauert es in der Regel etwa 3 Jahre.

Für alle, die alles wissen möchten, kann man zusätzlich ein Video über die Dionaea oder die Venusfliegenfalle ansehen.

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