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Kupfervitriol: Anwendung, Vorteile, Nachteile
Gartenkulturen sind sehr empfindlich gegenüber Krankheitserregern. Selbst eine geringfügige Kontamination des Bodens mit Schädlingen führt zur Zerstörung aller Pflanzungen und zur Verringerung des Ertrags. Wird das Problem nicht behoben, wird der Boden nach nur wenigen Saisons für den Anbau ungeeignet. Um dies zu verhindern, behandeln Gärtner das Grundstück systematisch mit fungiziden Präparaten.
Begriff
Kupfervitriol 300 g stellt wasserlösliche blaue Granulate dar. Der aktive Wirkstoff ist das Kupfersalz der Schwefelsäure, das folgende Funktionen erfüllt:
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Desinfektion des Bodens;
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Vorbeugung von Krankheiten;
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Schutz vor Schädlingen;
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Ausgleich des Kupfermangels im Boden.
Das Präparat beschleunigt die Stoffwechselprozesse und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegenüber Krankheitserregern. Eine übermäßige Konzentration des Bestandteils hat jedoch den gegenteiligen Effekt.
Anwendung
Kupfersulfat wird zweimal im Jahr in den Boden eingebracht:
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im Frühjahr vor Beginn der Vegetation;
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im Herbst nach der Ernte und dem Laubfall.
Es dient als vorbeugende Desinfektionsmaßnahme in der Übergangszeit. Die Behandlung von Bäumen und Sträuchern durch Besprühen trägt zur Vernichtung von Schädlingen bei, die Frost unter der Rinde oder in den Wurzeln überstehen.
Der Verbrauch ist wie folgt (pro Baum gerechnet):
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junge Setzlinge unter drei Jahren – 2 l;
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Pflanzen im Alter von 4-6 Jahren – bis zu vier Liter;
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erwachsene Kulturen im Fruchtstadium – 6 l.
Für Sträucher reichen eineinhalb Liter.
Besonderheiten
Kupfervitriol gilt als eines der am weitesten verbreiteten Desinfektionsmittel. Allerdings hat die Substanz eine Reihe von Stärken und Schwächen, die vor der Verwendung berücksichtigt werden müssen:
Vorteile
Nachteile
Verfügbarkeit. Sie können Kupfervitriol in einem Online-Shop zu einem günstigen Preis kaufen.
Toxizität. Der Stoff gehört zur Gefahrenklasse 3. Bei längerem Kontakt erhöht das Konzentrat das Risiko von Verbrennungen. Schädlich für bestäubende Bienen.
Einfache Anwendung. Die Granulate werden gemäß der Anleitung mit Wasser verdünnt.
Begrenzte Nutzung. Wird lokal angewendet, um eine Übersättigung des Bodens mit Metallverbindungen zu vermeiden.
Wirksamkeit. Das Antiseptikum ist schädlich für Schädlinge und Krankheitsherde, ohne dass eine Resistenz gegen das Präparat entsteht.
Unmöglichkeit einer kombinierten Behandlung. Kupfersulfat ist mit anderen Fungiziden nicht kompatibel.
Geeignet für die Behandlung von Gewächshäusern. Vorbeugende Desinfektion des Bodens.
Um das Risiko negativer Folgen zu verringern, muss streng nach der Anleitung vorgegangen werden.
Frühlingsbehandlung
Wird zur Vernichtung überwinternder Schädlinge durchgeführt. Es werden mehrere Techniken angewendet:
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Besprühen. Der oberirdische Teil der Pflanzen wird mit der Lösung benetzt, bis die Blätter aufgehen.
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Bewässerung. Desinfektion des Bodens.
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Auftragen des Mittels auf die abgesägten Baumstücke. Erforderlich zum Schutz der Schnittfläche vor Insekten und Krankheiten.
Vor Beginn der Arbeiten den Wetterbericht sorgfältig studieren. Die durchschnittliche Tagestemperatur darf nicht unter +5° fallen.
Herbstbehandlung
Wird nach dem Laubfall durchgeführt. Die Pflanze wird vollständig besprüht, um Schädlinge zu vernichten, die sich unter der Rinde auf den Winterschlaf vorbereiten. Zusätzlich erfolgt ein Weißanstrich der Stämme mit einer Mischung aus:
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250 g Kupfersulfat;
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2 kg gelöschter Kalk;
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250 g Holzleim.
Die Komponenten werden mit 10 l Wasser angerührt und nach gründlichem Mischen auf den Baum aufgetragen.
Die Anzahl der Behandlungen hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Schwarzerde sollte mit Kupfersulfat höchstens einmal alle fünf Jahre desinfiziert werden. Torf- und Sandböden sind kupferarm, daher wird das Präparat jedes Jahr ausgebracht.
Hinweis! Die Arbeiten werden unter Verwendung persönlicher Schutzausrüstung durchgeführt. Kontakt des Präparats mit Augen und Mund vermeiden.