Tomaten-Schädlinge können nicht nur zu Ernteverlusten führen, sie sind in der Lage, die Pflanzen vollständig zu vernichten. Betrachten wir die gefährlichsten und am weitesten verbreiteten von ihnen.
Inhaltsverzeichnis:
Spinnmilbe
Spinnmilbe ernährt sich vom Pflanzensaft. Erste Symptome ihres Auftretens sind kleine Punkte auf den Blättern. Danach werden die Blätter heller, dann braun und trocknen aus, die Pflanze beginnt allmählich abzusterben. An der befallenen Pflanze kann man auch ein feines Spinnennetz bemerken.
Im Kampf gegen Milben kann man einen Aufguss aus Knoblauch- oder Zwiebelschalen verwenden. Bei zu starkem Befall müssen die Pflanzen mit kolloidalem Schwefel oder seinem dispergierten Analogon behandelt werden.
Weiße Fliege
Weiße Fliege – der am weitesten verbreitete und sehr gefährliche Schädling der Tomaten, sowohl für Freilandpflanzen als auch für Gewächshauspflanzen. Ihre Larven saugen sich an den Blättern fest, zehren sie aus und führen zu einer ernsthaften Schwächung der Pflanze. Ihre Gefahr besteht darin, dass die Weiße Fliege unter Gewächshausbedingungen bis zu 15 Generationen pro Jahr hervorbringen kann.
Zur Bekämpfung dieses Tomatenschädlings werden die Pflanzen während der Vegetationsperiode mit Inta-Vir behandelt. Auch eine rechtzeitige Beseitigung von Pflanzenresten dient als gute Vorbeugung.
Kartoffelkäfer
Kartoffelkäfer ist ein Tomatenschädling, der selbst dem Anfängergärtner bekannt ist. Indem sie sich von den Blättern der Pflanzen ernähren, legen die Weibchen ihre Eier auf der Unterseite der Blätter ab, aus denen gefräßige Larven schlüpfen, die in der Lage sind, das gesamte Laub der Pflanze zu vernichten.
Gegen den Kartoffelkäfer kann man mit weniger toxischen biologischen Präparaten vorgehen, zum Beispiel mit Bitoxybacillin. Mit seiner Hilfe können die Larven vernichtet werden, indem die Pflanzen dreimal im wöchentlichen Abstand behandelt werden.
Maulwurfsgrille
Maulwurfsgrille ist ein alles fressendes Insekt von brauner Farbe. Am häufigsten ist sie in feuchten Gebieten und auf humusreichen Böden anzutreffen. Sie schädigt nicht nur Tomaten, sondern auch viele andere Gemüsekulturen, indem sie die Wurzeln der Pflanzen durchbeißt. Das wirksamste Mittel zur Bekämpfung der Maulwurfsgrille ist das Präparat „Grom“.
Wurzelgallennematode
Wurzelgallennematode ernährt sich von den Wurzeln, wodurch die Pflanze geschwächt wird und abstirbt. Indem sie in das Wurzelgewebe eindringen, scheiden die Gallen Gifte aus, an deren Stelle sich Anschwellungen mit abgelegten Larven bilden. An einer Pflanze können sich pro Saison mehrere Hundert Gallen bilden. Die größte Gefahr stellen die Gallen bei heißem Wetter und unzureichender Bodenfeuchtigkeit dar.
Wenn Sie das Auftreten von Nematoden auf Ihrem Grundstück bemerken, pflanzen Sie an dieser Stelle für 3 Jahre Knoblauch, Kohl oder andere Kreuzblütler und beseitigen Sie Unkraut rechtzeitig. Da Nematoden sich nicht von diesen Pflanzen ernähren, werden sie keine Nahrung finden. Nematoden können auch mit kochendem Wasser abgetötet werden. Gießen Sie dazu das Grundstück so reichlich mit kochendem Wasser, dass das Wasser bis in eine Tiefe von 35–40 cm eindringt. Anschließend muss die behandelte Fläche für einige Stunden mit Folie abgedeckt werden.
Auch Schädlinge wie Schnecken und verschiedene Raupen sind für Tomaten recht gefährlich. Die wirksamste Bekämpfungsmethode ist das manuelle Einsammeln oder das Besprühen mit einem Aufguss aus Seife und roten Chilischoten.
Es ist anzumerken, dass bei richtiger Bodenvorbereitung und optimalen Haltungsbedingungen die Schädlingsplagen Ihr Grundstück meiden werden. Somit entfällt die Notwendigkeit des Einsatzes von Chemikalien, und Sie erhalten nur saubere und qualitativ hochwertige Produkte.