Die Tomatensetzlinge sind lang gewachsen – was tun?

Das Hauptproblem beim Züchten von Tomatensämlingen ist das Vergeilen, wobei die Stängel der Pflanze geschwächt und dünn werden und die Tomate schlecht wächst.

Viele Gärtner werfen in diesem Fall die Sämlinge einfach weg und kaufen neue auf dem Markt, aber es gibt eine Methode, die hilft, die jungen Pflanzen zu retten. Was also tun, wenn die Tomatensämlinge vergeilt sind?

Was tun, wenn die Tomatensämlinge bereits vergeilt sind

Bei starkem Vergeilen des Saatguts wird jeder Pflanzenstängel in zwei Teile geteilt, der Schnitt erfolgt nach dem 5. Blatt. Der obere Teil der Tomate wird in ein Glas Wasser gestellt, damit sich Wurzeln an der Pflanze bilden; die Wurzelbildung dauert etwa eine Woche.

Danach werden die oberen Pflanzenteile mit den gebildeten Wurzeln in Anzuchttöpfe gesetzt. Durch diese Maßnahmen gewinnt man zusätzliche Sämlinge, die für den Anbau im Freiland verwendet werden können.

Nun kümmern wir uns um den unteren Teil der abgeschnittenen Pflanze. Nach einiger Zeit erscheinen an der Tomate in den Blattachseln kleine Triebe, Geiztriebe. Man muss eine Weile warten (bis die oberen Triebe eine Länge von 5 cm erreicht haben). Nachdem die Triebe die erforderliche Größe erreicht haben, werden die unteren Stängel entfernt. Solche Maßnahmen sollten spätestens drei Wochen vor dem Auspflanzen der Tomatensämlinge ins Freiland oder Gewächshaus durchgeführt werden.

Beim Auspflanzen der fertigen Sämlinge ins Gewächshaus wird empfohlen, den unteren Teil der Pflanze mit zwei Haupttrieben zu wählen. Im Gewächshaus werden diese Triebe an ein Spalier gebunden — an jedem Stiel können 3–4 Fruchtstände gebildet werden.

Warum vergeilen die Tomatensämlinge

Das Vergeilen der Tomatensämlinge tritt aufgrund von Lichtmangel oder zu hoher Pflanzendichte auf der Fensterbank auf, sowie infolge häufiger und reichlicher Bodenbewässerung. Im Winter ist der Tag kurz, daher benötigen die jungen Pflanzen zusätzliche Beleuchtung; die optimale Temperatur beim Züchten von Tomatensämlingen beträgt +25 Grad.

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Erde für Tomatensetzlinge

Es gibt Fälle, in denen die Sämlinge ihre Farbe zu blassgrün ändern. Das bedeutet, dass die Pflanze Stickstoff benötigt. Für die Zubereitung eines stickstoffhaltigen Düngers löst man einen Esslöffel Harnstoff in einem Eimer Wasser auf; die Gießmenge beträgt ein halbes Glas Flüssigdünger pro Pflanze.

Nach der Düngung werden die Sämlinge an einen kühlen Ort mit einer Temperatur von etwa +10 Grad gebracht und gewartet, bis sie wieder eine normale Farbe annehmen. Danach werden sie an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht.

Vorbeugung

Wenn Sie erst vor Kurzem mit dem Anbau von Tomaten begonnen haben, dann werden Ihnen sicherlich die Ratschläge erfahrenerer Gärtner nützlich sein:

  1. Da sich die Tomatensetzlinge meist aufgrund schlechter Beleuchtung in die Länge ziehen, wird empfohlen, sie zusätzlich zu beleuchten. Steht die Jungpflanze jedoch an einem Südfenster, kann die Beleuchtung mit Hilfe von Lichtreflektoren verbessert werden, die aus einem Spiegel, Folie oder einem weißen Blatt Papier gefertigt werden können. Schneiden Sie ein Stück Pappe aus, das etwa 0,4 m hoch sein sollte, und kleben Sie auf eine Seite ein Material, das Licht reflektieren kann. Den entstandenen Reflektor hängen Sie auf Höhe der Pflänzchen auf. Wenn die Sonne scheint, werden ihre Strahlen von der Oberfläche des Reflektors reflektiert, sodass die jungen Tomaten von allen Seiten gut beleuchtet werden.
  2. Wenn sich die ganz kleinen Setzlinge in die Länge ziehen, können Sie ihr Wachstum durch Abknipsen der Keimblätter verlangsamen.
  3. Damit die Setzlinge kräftiger werden, wenden einige Gärtner eine ziemlich ungewöhnliche Methode an. Bereiten Sie zunächst eine Harnstofflösung vor: Mischen Sie einen halben Eimer Wasser mit 1 TL (gehäuft) des Stoffes. Gießen Sie die Tomaten damit, wobei Sie pro Pflanze ein Glas der Lösung verwenden. Dann stellen Sie sie für eine Woche an einen gut beleuchteten, aber kühlen Ort (8–10 Grad Celsius). Während dieser Zeit werden die Pflänzchen nicht gegossen. Nach sieben Tagen werden Sie feststellen, dass die Pflänzchen kräftiger geworden sind und nicht mehr in die Länge schießen. Dann bringen Sie sie an ihren ursprünglichen Platz zurück.

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