Tomaten, wie auch andere Pflanzen, verbrauchen während der gesamten Vegetationsperiode eine bestimmte Menge Wasser. In Regionen mit heißem Klima wird empfohlen, verschiedene Bewässerungsmethoden für diese Kulturen anzuwenden, um einen erhöhten Tomatenertrag zu erzielen.
Die traditionelle Bewässerungsmethode ist die Beregnung oder die Befeuchtung des Wurzelsystems der Tomate durch Wasserzufuhr über spezielle Furchen.
Diese Bewässerungsmethoden werden bereits seit langem eingesetzt, haben jedoch im Vergleich zur Tropfbewässerung von Tomaten ihre Nachteile. Vor allem — ist dies ein hoher Wasserverbrauch, der in manchen Fällen zur Entwicklung verschiedener Tomatenkrankheiten führt. Außerdem bildet sich nach der Bewässerung mittels Beregnung eine dichte Erdkruste, die das Eindringen von Sauerstoff zu den Pflanzenwurzeln behindert.
Als Innovation in der Bewässerung aller landwirtschaftlichen Kulturen gilt die Tropfbewässerung. Bei dieser Methode der Wasserzufuhr zu den Wurzeln der Pflanze wird die Wassermenge reguliert, die von den Wetterbedingungen abhängt. Das Wasser wird an den unteren Teil der Pflanze abgegeben, der Strauch selbst wird dabei nicht benetzt, sodass die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fruchtfäule im Vergleich zu herkömmlichen Bewässerungsmethoden für Tomaten um ein Vielfaches verringert wird.
Bei der Verwendung der Tropfbewässerung von Tomaten wird die Wurzelzone der Pflanzen häufig gemulcht, was die Verdunstung von Feuchtigkeit verhindert, das Wachstum von Unkraut hemmt und die Krustenbildung verhindert. Das Tropfbewässerungssystem besteht aus folgenden Elementen: Wassertank, Düngerbehälter, Regelventile, Rohrleitungssystem, Tropfer zur Regulierung der Wasser- und Düngerzufuhr. Das Bewässerungsrohr kann an der Bodenoberfläche entlangführen oder in einer Tiefe von 4-5 Zentimetern liegen.
Wenn die Tomaten eine kleine Fläche einnehmen, kann die Tropfbewässerung der Tomaten selbst durchgeführt werden, indem Rohrleitungen zwischen den Pflanzenreihen verlegt werden. Bei großen Tomatenflächen empfehlen Fachleute ein Pflanzschema von 1,2+0,6 Metern.
Das Tropfrohr wird bei dieser Methode zwischen den Pflanzenreihen mit einem Abstand von 1,8 Metern zwischen den Rohren verlegt (auf 1 Hektar kommen 33.000 Tomaten). Das Bewässerungssystem wird bereits vor der Aussaat der Samen in den Boden oder dem Auspflanzen der Setzlinge verlegt, um die Wasserzufuhr in allen Wachstumsstadien der Tomate zu regulieren.
Vor dem Auspflanzen der Setzlinge wird der Boden vorab angefeuchtet.