An Tomaten ist Fäulnis aufgetreten: Bekämpfungsmethoden

Bei Tomaten können während ihrer vegetativen Entwicklung verschiedene Krankheiten auftreten: Braunfäule, auch Kraut- und Braunfäule genannt, Spitzenfäule und Schwarzfäule.

Ursachen für das Auftreten von Tomatenfäule

Lassen Sie uns betrachten, warum Fäule an Tomaten auftritt und wie man sie bekämpft.

Kraut- und Braunfäule (Braunfäule)

Diese Krankheit der Tomatenfrüchte wird durch einen Pilz verursacht. Der Höhepunkt der Pilzverbreitung fällt in die Zeit, in der große Niederschlagsmengen fallen.

Die Krankheit befällt alle strukturellen Teile der Pflanze, vom Stängel bis zur Frucht. Eine grüne, mit Kraut- und Braunfäule infizierte Frucht fault, ohne rot werden zu können.

Ursache der Kraut- und Braunfäule können Kartoffelpflanzungen in der Nähe sein. Zuerst tritt die Krankheit an Kartoffelpflanzen auf und breitet sich nach 10–14 Tagen auf Tomaten aus. Die ersten Symptome der Kraut- und Braunfäule zeigen sich an den Tomatenblättern in Form von braunen Flecken. Nach einiger Zeit gelangen die Pilzsporen auf die Früchte, diese werden von braunen Flecken bedeckt, verhärten sich und nehmen eine braune Farbe an.

Vorbeugung

Um zu verhindern, dass Tomatenpflanzungen von dieser Pilzkrankheit befallen werden, platziert man sie auf erhöhten Standorten. Außerdem sollte man die Pflanzen ausgeizen und mit Kaliumdünger versorgen.

Um die Dauer der Vegetationsperiode zu verkürzen, sollte man die Setzlinge in Torftöpfen anziehen. All diese vorbeugenden Maßnahmen vernichten die Kraut- und Braunfäule nicht, schwächen aber ihre Entwicklung.

Spitzenfäule der Tomaten

Ursache dieser Krankheit sind abrupte Temperaturschwankungen und Calciummangel im Boden. Diese Art der Fäule tritt an unreifen Früchten auf. Zuerst erscheint ein wässriger Fleck, der sich mit fortschreitender Krankheit allmählich ausbreitet. Nach einiger Zeit wird der Fleck schwarz und die Frucht wird für den Verzehr und die Verarbeitung ungeeignet.

Siehe auch:
Krankheiten der Tomatensetzlinge

Die zweite Krankheitsursache ist eine Infektion mit Bakterienfäule. In der Mitte der Tomatenspitze bildet sich ein wässriger Fleck, der später seine Trockenheit verliert, fault und einen unangenehmen Geruch annimmt. Die Krankheit breitet sich bei steigender Lufttemperatur schnell aus.

Vorbeugung

Wenn Tomaten faulen, kann man als vorbeugende Maßnahme die Regulierung von Stickstoff und Calcium im Boden hervorheben. Außerdem sollte man eine Fruchtfolge durchführen und Tomaten erst nach 3–4 Jahren wieder an den gleichen Standort setzen.

Bei der Bewässerung sollte man nur warmes Wasser verwenden und Staunässe vermeiden. Bei der Entsorgung infizierter Tomatenreste sollte man diese nicht in die Kompostgrube werfen, da dies im nächsten Saison einen Infektionsausbruch auslösen kann.

Schwarzfäule der Tomaten

Diese Krankheit befällt hauptsächlich Tomaten, die unter Missachtung der allgemeinen Regeln eingelagert werden. Die Krankheit wird durch kontaminierte Erde und Pflanzenreste übertragen. Die Schwarzfäule kann bei anhaltend feuchtem Wetter während der Fruchtreife erhebliche Schäden verursachen.

Die Infektionsquelle ist ein Pilz – er infiziert die Früchte und bildet einen eingedrückten, wässrigen Fleck von hellgrauer Farbe. Wenn der Pilz in eine reife Frucht eindringt, entsteht auf ihrer Oberfläche ein schwarzer Fleck.

Bekämpfungsmaßnahmen

Ein gutes Schutzmittel gegen Schwarzfäule ist die 1%ige Bordeauxbrühe, jedoch wird sie spätestens zwei Wochen vor der Ernte angewendet.

Beim Ernten der Früchte sollte auf die Unversehrtheit ihrer Struktur und das Fehlen von Krankheitsanzeichen geachtet werden. Nach der Ernte werden alle Pflanzenreste vernichtet und der Boden umgepflügt.

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