Jeder Grundstückseigentümer ist stolz auf seinen Garten; dieser erfreut nicht nur mit seiner Ernte, sondern begeistert auch durch seine Blütenpracht. Allerdings müssen Obstbäume ständig gepflegt, gegossen, gedüngt, beschnitten und vor Nagetieren geschützt werden, wovon im Folgenden die Rede sein wird.
Von allen Obstbäumen richten Nagetiere an Apfelbäumen und Birnbäumen den größten Schaden an; besonders aktiv sind sie von Anfang Februar bis März.
Die aktivsten Schädlinge sind Mäuse und Hasen. Diese Nagetiere werden von der Baumrinde angezogen. In manchen Fällen nagen sie auf einer Seite eine zusammenhängende Rindenschicht ab, und das kann als glücklicher Ausgang betrachtet werden, da die Nährstoffe von der anderen unbeschädigten Seite des Apfelbaums in die Krone gelangen können.
Die Rinde ist der Haupttransportweg für Nährstoffe und Wasser. Wenn mindestens ein Teil des Stammes unbeschädigt bleibt, kann der Baum noch überleben, aber selbst dann wird der Baum schwächer und anfälliger für viele Apfelbaumkrankheiten.
Inhaltsverzeichnis:
Methoden zur Bekämpfung von Nagetieren
Betrachten wir, wie man Apfelbäume vor Nagetieren schützt, d.h. Methoden zur Bekämpfung von Mäusen und Hasen. Die kostengünstigste Variante ist der Schutz des Apfelbaumstammes mit Fichtenzweigen, die um den Baum gewickelt werden; die Fichtennadeln sollten dabei nach unten zeigen. Die größte Anzahl von Nadeln sollte sich am unteren Teil des Stammes befinden; dazu werden sie mit Erde angehäufelt, sodass die untere Rinde unzugänglich wird.
Eine andere Methode ist das Umwickeln des Stammes mit Dachpappe. Bei dieser Methode muss der Baum jedoch vor Verbrennungen geschützt werden, denn bekanntlich fördert die schwarze Farbe eine starke Erwärmung der Oberfläche durch Sonneneinstrahlung. Damit die Rinde des Baumes keine Verbrennungen erleidet, sollte der Stamm vor dem Umwickeln mit Dachpappe mit einem dicken Stoff oder Sackleinen umwickelt werden. Die Umwicklung wird bei bedecktem Wetter Anfang April entfernt.
Eine weitere Methode zum Schutz der Bäume ist das Mulchen der Baumscheibe mit Sägemehl, das mit Kreolin getränkt ist. Zur Vorbeugung entfernen Sie Abfall und Blätter, bekämpfen Sie Unkraut. Vor Hasen kann nur ein hoher Zaun ohne Lücken schützen.
Köder zur Bekämpfung von Nagetieren
- „Ratibor“ in Form eines Blocks. Hat einen spezifischen Geruch und Geschmack, verdirbt nicht, trocknet nicht aus und kann ausgelegt werden.
- Bei der Zubereitung von Ködern sollte man auf die Geschmäcker der Nagetiere achten. Ratten mögen feuchte Nahrung, zum Beispiel Gemüse; Mäuse mögen geröstetes Brot oder gebratenen Speck. Bereiten Sie die Köder unter Berücksichtigung des Geschmacks der Nagetiere zu.
Was Sie nicht tun sollten
Beachten Sie die folgenden Methoden zum Schutz des Apfelbaums, die Sie nicht anwenden sollten. Binden Sie die Bäume nicht mit Stroh zusammen – das lockt nur Mäuse an und der Effekt ist kontraproduktiv.
Verwenden Sie keine verschiedenen Fette und Öle zum Bestreichen des Baumes, die zu Verbrennungen führen können. Zum Beispiel kann das Bestreichen mit Nigrol dazu führen, dass der Baum erfriert – durch die Anwendung dieser Methode kann er absterben.