Rosen sind vielen Krankheiten ausgesetzt. Auch die Schädlinge dieser wunderbaren Blumen bleiben nicht aus. Betrachten wir die wichtigsten Schädlinge und Krankheiten von Rosen sowie Maßnahmen zu deren Bekämpfung.
Inhaltsverzeichnis:
Gelbe Mosaik der Rosen
Die Krankheit wird durch ein Virus verursacht, den Erreger der nekrotischen Ringfleckenkrankheit der Steinobstgewächse. Symptome sind eine leuchtend gelbe Färbung der Adern, gelbe bis weißliche Ringe, Linien, Flecken oder Muster, die an Eichenblätter erinnern.
Die Linien verlaufen oft parallel. Außerdem sind blasse hellgrüne Muster sichtbar. Das Virus wird durch Pfropfung übertragen.
Echter Mehltau an Rosen
Diese Blumenkrankheit verursacht das Auftreten eines weißen mehligen Belags, besonders auf jungen Blättern und Blütenknospen. Die Blätter kräuseln sich und röten sich teilweise. Der Pilz kann in Perithezien oder als Myzel in Knospen überwintern. Im Frühjahr breitet sich die Infektion auf junge Triebe aus. Feuchtwarmes Wetter, unzureichende Beleuchtung und ein Überschuss an Stickstoffdüngung fördern die Ausbreitung der Krankheit.
Die Bekämpfung erfolgt durch wiederholtes Besprühen mit Schwefelpräparaten (kolloidaler Schwefel Falberg); 0,5% ige Lösung vor dem Aufbrechen und 0,4% ige Lösung nach dem Aufbrechen der Knospen.
Rosenrost
Im Sommer erscheinen auf der Blattunterseite zahlreiche stecknadelkopfgroße, zunächst gelbe, dann schwarze Pusteln, bei denen es sich um Uredosporen oder Teleutosporen des Pilzes Phragmidium mucronatum, dem Erreger des Rostes, handelt. Die Blätter vergilben und fallen ab, die Triebe krümmen und neigen sich.
Der Pilz überwintert in Teleutosporen auf abgefallenem Laub oder als Myzel an Zweigen. Die Infektion erfolgt im Frühjahr durch Sporidien oder Äzidosporen. Die Äzidien sind im Frühjahr auf Blättern und Trieben als leuchtend orangerote Pölsterchen sichtbar.
Im Herbst oder Winter wird mit einer 2%igen Bordeauxbrühe gesprüht, während der Vegetationsperiode mit organischen Fungiziden in Mischung mit kolloidalem Schwefel.
Blattwespe
Die Larven der Rosenblattwespe skelettieren die Blätter bis auf die Adern. Von den in Reihen abgelegten Eiern kräuseln sich die Triebe und sterben ab.
Die Bekämpfung erfolgt mit phosphororganischen Präparaten.
Rosenzikade
Die Zikade saugt den Saft aus den Blättern, was zu grauweißen Tüpfeln führt, woraufhin die Blätter vertrocknen und abfallen.
Die Eier des Schädlings überwintern in der Rinde junger Triebe. Die Eiablage in die Rinde der Triebe verursacht eine Schwächung des Wachstums. Im Sommer schlüpfen zwei Generationen.
Die Bekämpfung erfolgt durch zweimaliges Besprühen mit phosphororganischen Präparaten.