Vermehrung durch Grünstecklinge

Grünstecklinge — das sind krautige, halbreife oder bereits verholzte Teile des Triebes mit Blättern, während verholzte Stecklinge — dieselben Teile der Triebe sind, jedoch ohne Blätter und stets mit gut ausgereiftem Holz.

Die Grünstecklingsvermehrung wird in letzter Zeit zu einer der wichtigsten und am häufigsten angewandten Methoden der vegetativen Vermehrung.

Manche spezialisieren sich auf die Produktion von Pflanzmaterial ausschließlich durch Grünstecklingsvermehrung. Dies erklärt sich durch die Entwicklung neuer Produktionsmethoden, die den Einsatz rationaler Stecklingsschnittmethoden und besseres Wachstum gewährleisten.

Die Beete für das Pflanzen der Stecklinge bestehen aus zwei Schichten — dem Untergrund und der Schicht, in der die Bewurzelung stattfindet. Wenn man sie für längere Zeit auf solchen Beeten lässt, sollte man der unteren Schicht (dem Untergrund) Kompost oder verrotteten Mist hinzufügen.

Diese Maßnahme wird sich durch ein stärkeres Wachstum der jungen, bewurzelten Stecklinge auszahlen. Vor dem Aufbringen der Schicht, in der sie bewurzeln werden, wird die Fläche eingeebnet und leicht verdichtet. Dies ist notwendig, damit das Substrat, in das die Stecklinge gepflanzt werden, in einer gleichmäßigen Schichtdicke aufgebracht werden kann.

Die Dicke der Bewurzelungsschicht beträgt etwa 2-4 cm. Nach dem Aufbringen wird sie eingeebnet und verdichtet. Die Verdichtung ist notwendig, damit der Steckling fest im Substrat stehen und einen guten Kontakt damit haben kann. Vor dem Pflanzen werden die Beete gut bewässert. Wenn die Pflanzung in kleinen Kästen erfolgt, sollte man neben den genannten Maßnahmen auch für eine gute Drainage sorgen, die den Abfluss überschüssiger Feuchtigkeit gewährleistet. Hierfür können Tontopfscherben oder anderes Material verwendet werden.

Siehe auch:
Spornschnitt bei Obstbäumen

Die Bewurzelungsschicht kann aus verschiedenen Materialien bestehen, deren Wahl durch physiologische und wirtschaftliche Gründe bestimmt wird.

Boden für das Pflanzen von Grünstecklingen

Sand. Er zeichnet sich durch gute Wasserdurchlässigkeit und Luftaustausch aus. Er sollte nicht zu fein und nicht zu grobkörnig sein. Vorzugsweise wird Flusssand verwendet. Sand aus dem Steinbruch muss mehrmals gewaschen werden.

Mischung aus Sand und Torf. Im Vergleich zu reinem Sand wird in dieser Mischung die notwendige Feuchtigkeit besser gehalten, was besonders für Moorgehölze von Bedeutung ist. Außerdem sollte die Sand-Torf-Mischung für alle Stecklinge verwendet werden, die im Herbst noch keine Wurzeln gebildet oder nur schwache entwickelt haben und daher bei extensiver Pflege besonders empfindlich gegen Austrocknung des Substrats sind. Beim Umpflanzen bleibt der Torf an den Wurzeln haften, was sich günstig auf das weitere Wachstum auswirkt. Die Kosten für die Herstellung der Mischung sind natürlich höher als für reinen Sand.

Perlit. Es ist ein körniges Mineral. Als Substrat für die Pflanzung wird es aufgrund seiner Leichtigkeit und vollständigen Sterilität verwendet. Die Bewurzelungsrate in Perlit ist jedoch nicht höher als in Sand oder in der Sand-Torf-Mischung.

Expandiertes Polystyrol (Styromull). Ein Kunststoffprodukt, das durch Aufschäumen von Polystyrol gewonnen wird. Dabei entstehen leichte Flocken, die kein Wasser aufnehmen. Es wird hauptsächlich als Zusatz zum Substrat verwendet, um die Drainage und den Luftaustausch in Vermehrungsbeeten zu verbessern.

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