Winterveredelung von Rosen

Winterveredelungen von Rosen wurden in der Vergangenheit nur von einzelnen Betrieben durchgeführt, die sich mit der Produktion von Zierpflanzenmaterial befassten, das für den Anbau unter Glas bestimmt war.

Später wurde diese Methode zur schnelleren Vermehrung neuer Sorten verwendet. Für die Vermehrung mit dieser Methode benötigt man Veredlungsräume mit Vermehrungsbeeten und der Möglichkeit, die Temperatur konstant zwischen 17 und 20 °C zu halten.

Beim Anbau werden meist verholzte, gut ausgereifte Triebe verwendet, die in Betrieben bezogen werden, die diese Kulturen in Gewächshäusern vermehren. Diejenigen, die Zierpflanzen anbauen, verwenden hauptsächlich ausreichend ausgereifte grüne Stecklinge.

Veredlungsmethoden — Rindenpfropfung oder Kopulation bei Verwendung verholzter Stecklinge. Die Unterlagen können sowohl bereits im Wachstum befindlich als auch ruhend verwendet werden. Wichtig ist, dass in jedem Fall während des Zusammenwachsens konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten werden.

Die Anwachsrate bei der Veredlung mit grünen Stecklingen ist deutlich besser (85-90 %). Bei der Veredlung mit verholzten Stecklingen — nur 50 % oder weniger. Allerdings gibt es zu dieser Zeit manchmal keine grünen Stecklinge.

Siehe auch:
Boden zum Pflanzen von Rosen

Unter Berücksichtigung der Erfahrungen vieler Gärtner und Baumschulen lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:

Die Gewinnung der Stecklinge hat einen großen Einfluss auf das Anwachsen.

Die Veredlung im Dezember ist weniger erfolgreich als im Januar, aufgrund ungünstiger Lichtverhältnisse.

Die Temperatur sollte zwischen 17-20 °C liegen. Höhere Temperaturen können zu Befall mit Grauschimmel führen.

Unterschiede in der Wuchsintensität haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse der Kopulation.

Offenbar ist die Rindenpfropfung wirksamer und sollte häufiger angewendet werden.

Die angewachsenen und zu wachsen beginnenden veredelten Pflanzen werden aus den Vermehrungsbeeten entnommen und in Räume mit mäßiger Temperatur zur Abhärtung gebracht. Anschließend werden die Pflanzen unter Glas gepflanzt, um Schnittblumen zu ziehen. Daher sind Winterveredelungen durchaus akzeptabel.

Bei der Produktion von Pflanzmaterial für den Anbau unter Glas liefert das Okulieren gute Ergebnisse. Im Herbst werden die okulierten Pflanzen ausgegraben und unter Glas gepflanzt. Nach einigen Monaten erhält man Material, das sich nicht von Pflanzen unterscheidet, die durch Winterveredelung gewonnen wurden.

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