Inhaltsverzeichnis:
SCHÄDLINGE LANDWIRTSCHAFTLICHER NUTZPFLANZEN
In der Buchversion
Band 6. Moskau, 2006, S. 17
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Schädlinge der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen, Tiere, die landwirtschaftliche Pflanzen schädigen oder deren Absterben verursachen. Ihre Lebensaktivität führt zu tiefgreifenden, oft irreversiblen Funktionsstörungen, pathologischen Bildungen, dem Absterben einzelner Pflanzenorgane oder der gesamten Pflanze, was eine Verringerung des Ertrags oder der Qualität landwirtschaftlicher Produkte zur Folge hat. Jede Art von Pflanzenschädlingen (außer Quarantäneobjekten) wird gefährlich, wenn ihre Populationsdichte die wirtschaftliche Schadensschwelle erreicht hat. So ist es zum Beispiel gegen den Kartoffelkäfer sinnvoll, Kartoffeln zu behandeln, wenn mehr als 5 % der Pflanzen von Käfern befallen sind, und bei Larvenbefall mehr als 5–10 %, bei einer durchschnittlichen Dichte von 10–20 Individuen pro Staude. Alle Schädlingsarten gehören zu 4 Tierstämmen: Weichtiere (Netzschnecke, Ackerschnecke und andere), Rundwürmer (Gallennematoden und andere), Chordatiere (Wasserwühlmaus, Sozialwühlmaus, Wanderratte und andere), Gliederfüßer. Die meisten Pflanzenschädlinge gehören zum Stamm der Gliederfüßer und werden durch die Klassen repräsentiert: Krebstiere (Kellerassel und andere), Tausendfüßer (Schnurfüßer und andere), Spinnentiere (Gemeine Spinnmilbe, Erdbeermilbe und andere), Insekten. Vertreter der letzteren sind hinsichtlich der Artenzahl am zahlreichsten. Den größten Schaden an landwirtschaftlichen Pflanzen verursachen Insekten aus den Ordnungen der Geradflügler, Gleichflügler, Wanzen, Fransenflügler, Käfer, Schmetterlinge, Hautflügler und Zweiflügler. Nach der Ernährungsweise werden die Pflanzenschädlinge unterteilt in: Monophagen, die sich von Pflanzen einer einzigen Art ernähren (Birnenwickler, Reblaus, Erbsenkäfer und andere); Oligophagen, die sich von Pflanzen einer begrenzten Anzahl von Arten, meist einer Familie, ernähren (Kartoffelkäfer, Apfelwickler, Kohlweißling und andere); Polyphagen, die sich von Pflanzen verschiedener Familien ernähren (Heuschrecken, Wiesenzünsler, Wintersaateule, Schnellkäfer und andere). Pflanzenschädlinge sind auf dem Territorium der Russischen Föderation ungleichmäßig verbreitet. So besiedeln zum Beispiel Schnellkäfer, Wintersaateule, Fritfliege, Kartoffelkäfer und Apfelwickler ein großes Areal, während Birnenwickler, Birnenwanze und Birnblattsauger nur in den Zonen vorkommen, in denen Birnenplantagen konzentriert sind. Dies wird durch die Verbreitung der wichtigsten Wirtspflanze und durch begrenzende ökologische Faktoren bestimmt. Die Anzahl der Schädlingsarten an derselben Kulturpflanze nimmt von Norden nach Süden zu (z.B. wird Winterweizen in der Zentralregion von 5–7 Arten geschädigt, in der Nordkaukasus-Region dagegen von mehr als 15).
Liste besonders gefährlicher Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter
VERORDNUNG DES MINISTERIUMS FÜR LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG DER REPUBLIK BELARUS
17. Oktober 2016 Nr. 29
Über die Festlegung der Liste besonders gefährlicher Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter und die Aufhebung einiger Verordnungen des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus
Auf der Grundlage des dritten Absatzes von Artikel 12 des Gesetzes der Republik Belarus vom 25. Dezember 2005 „Über Quarantäne und Pflanzenschutz" in der Fassung des Gesetzes der Republik Belarus vom 18. Juli 2016, des Unterabsatzes 5.1 von Punkt 5 der Verordnung über das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus, genehmigt durch den Beschluss des Ministerrates der Republik Belarus vom 29. Juni 2011 Nr. 867 „Über einige Angelegenheiten des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung", verordnet das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus:
1. Es wird die Liste besonders gefährlicher Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter gemäß der Anlage festgelegt.
2. Für ungültig erklärt werden:
- die Verordnung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus vom 22. August 2006 Nr. 48 „Über die Festlegung der Liste besonders gefährlicher Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter" (Nationales Register der Rechtsakte der Republik Belarus, 2006, Nr. 148, 8/14964);
- die Verordnung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus vom 27. Juni 2011 Nr. 45 „Über die Änderung und Ergänzung der Verordnung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus vom 22. August 2006 Nr. 48" (Nationales Register der Rechtsakte der Republik Belarus, 2011, Nr. 80, 8/23888);
- die Verordnung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus vom 20. August 2014 Nr. 45 „Über die Ergänzung und Änderung der Verordnung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Belarus vom 22. August 2006 Nr. 48" (Nationales rechtliches Internet-Portal der Republik Belarus, 05.09.2014, 8/29082).
3. Diese Verordnung tritt am 22. Januar 2017 in Kraft.
ABGESTIMMT
Vorsitzender des Präsidiums
der Nationalen Akademie
der Wissenschaften von Belarus
W.G. Gusakow
13.10.2016
Anlage
zur Verordnung
des Ministeriums für Landwirtschaft
und Ernährung
der Republik Belarus
17.10.2016 Nr. 29
LISTE
besonders gefährlicher Schädlinge, Pflanzenkrankheiten und Unkräuter
1. Besonders gefährliche Pflanzenschädlinge
1.1. Vorratsschädlinge
- Kornkäfer
- Milben
- Motten
- Mehlkäfer
- Zünsler
- Reiskäfer
- Mehlkäfer
- Erbsenwickler
- Erbsenthrips
- Knöllchenrüssler
- Blattläuse
1.3. Getreidekulturen
- Getreideblattläuse
- Getreidethripse
- Blattwespen
- Wiesenzünsler
- Mäuseartige Nagetiere (Wintergetreide)
- Wintersaateule
- Drahtwurm
- Getreidehähnchen
- Getreidelaufkäfer
- Getreideflöhe (Arten)
- Getreidekäfer
- Schwedische Fliege
- Gerstenminierfliege
1.4. Weißkohl
- Frühlings- und Sommerkohlfliegen
- Kohl- und Rübenweißling
- Kohlmotte
- Kohleule
- Kohlblattlaus
- Kreuzblütler-Erdflöhe
- Kohlstängelrüssler
- Kartoffelmotte
- Kartoffelkäfer
- Drahtwurm
- Blattläuse (Pflanzkartoffeln)
- Kleekäfer
- Wanzen
- Knöllchenrüssler
- Blattläuse
- Maiszünsler
- Wiesenzünsler
- Wintersaateule
- Drahtwurm
- Leinthrips
- Leinerdflöhe
- Fruchtwickler
1.9. Forstpflanzungen
- Großer Fichtenborkenkäfer
- Großer schwarzer Fichtenbockkäfer
- Kleiner schwarzer Fichtenbockkäfer
- Schwarzer samtgefleckter Bockkäfer
- Schwarzer Kiefernbockkäfer
1.10. Speisezwiebel
- Zwiebelschwebfliege
- Zwiebelmotte
- Zwiebelfliege
- Tabakthrips
- Knöllchenrüssler
- Blattläuse
- Thripse
- Möhrenblattfloh
- Möhrenfliege
1.13. Obst- und Beerenkulturen
- Akaziendeckelschildlaus
- Gefurchter Kugelkäfer
- Bojaryschiniza
- Braune Obstmilbe
- Kirschblattlaus
- Kirschblattwespe
- Birnengallmilbe
- Gelbe Pflaumensägewespe
- Komma-Schildlaus
- Grüne Apfelblattlaus
- Erdbeernematode
- Erdbeermilbe
- Slatoguska
- Weidenschildlaus
- Goldafter
- Ringelspinner und Schwammspinner
- Rote Apfelspinnmilbe
- Blattwickler
- Himbeer-Erdbeer-Rüsselkäfer
- Himbeerkäfer
- Blattsauger (Arten)
- Mäuseartige Nagetiere
- Gemeine Spinnmilbe
- Ebereschenmotte
- Pflaumenstaublaus
- Pflaumenwickler
- Johannisbeerknospenmotte
- Johannisbeerglasflügler
- Johannisbeerknospenmilbe
- Schwarze Johannisbeerbeerensägewespe
- Schwarze Pflaumensägewespe
- Apfelmotte
- Apfelwickler
- Apfel-Wegerich-Blattlaus
- Apfelfruchtsägewespe
- Apfelblütenstecher
- Kohlgallrüssler
- Kohlmotte
- Kohlblattlaus
- Kohlschotenmücke
- Kreuzblütlergallmücke
- Kreuzblütler-Erdflöhe
- Rapssägewespe
- Rapsglanzkäfer
- Samenrüssler
- Stängelrüssler
1.15. Zuckerrübe
- Wiesenzünsler
- Mattschwarzer Aaskäfer
- Wintersaateule
- Drahtwürmer
- Rüben- und Melden-Schildkäfer
- Rüben- oder Bohnenblattlaus
- Rübenminierfliege
- Rübenerdflöhe
- Grauer Rübenrüssler
1.16. Rote Bete
- Mattschwarzer Aaskäfer
- Rübenerdfloh
- Rübenminierfliege
- Rübenblattlaus
- Rübenschildkäfer
- Lieschgrasfliege
2. Besonders gefährliche Pflanzenkrankheiten
- Ascochytose
- Peronospora
- Grauschimmel
2.2. Getreidekulturen
- Ährenalternariose
- Gelbfleckenkrankheit des Getreides
- Getreidewurzelfäule
- Rotbraune Blattfleckenkrankheit des Hafers
- Getreidemehltau
- Flug- und Steinbrand des Getreides
- Getreiderost
- Rhynchosporium-Blattfleckenkrankheit
- Septoria-Blatt- und Ährenbräune
- Gerstenetzfleckenkrankheit
- Schneeschimmel der Wintersaaten
- Mutterkorn der Gräser
- Ährenfusarium der Getreide
2.3. Weißkohl
- Alternaria
- Kohlhernie
- Peronospora
- Gefäß- und Schleimbakteriose
- Trockenfäule
- Phomose
- Schwarzbeinigkeit
- A-Virus der Kartoffel
- L-Virus der Kartoffel
- M-Virus der Kartoffel
- S-Virus der Kartoffel
- X-Virus der Kartoffel
- Y-Virus der Kartoffel
- Alternaria
- Braune Bakterienfäule
- Viroid der Kartoffelspindelknollen
- Goldene Kartoffelzystennematode
- Ringfäule
- Weichfäule
- Schorf
- Kartoffelkrebs
- Gummifäule
- Rhizoctonia-Erkrankung
- Stängelnematode
- Trockenfäule
- Kartoffelkrautfäule
- Schwarzbeinigkeit
- Blasenbrand
- Anthraknose
- Kalkchlorose
- Mehltau
- Pasmo
- Fusarium-Welke
2.7. Speisezwiebel
- Bakterienfäule
- Basalfäule
- Peronospora
- Halsfäule
- Anthraknose
- Phomopsis
- Ceratophorose
- Weißfäule
- Braune Blattfleckenkrankheit
- Phomose
- Schwarzfleckenkrankheit (Alternariose)
2.10. Obst- und Beerenkulturen
- Amerikanischer Mehltau der Johannisbeere und Stachelbeere
- Anthraknose und Septoria der Johannisbeere und Stachelbeere
- Himbeeranthraknose
- Bakterienkrebs der Obstgehölze
- Braune Fleckenkrankheit der Erdbeere
- Clasterosporium-Krankheit der Pflaume
- Kirschkokkomykose
- Monilia, oder Fruchtfäule
- Apfelmehltau
- Apfel- und Birnenschorf
- Purpurfleckenkrankheit (Didymella) der Himbeere
- Grauschimmelfäule der Erdbeere
- Phytophthora-Fäule der Erdbeere
- Alternaria
- Verticillium-Welke
- Falscher Mehltau
- Grauschimmel
- Sclerotinia-Erkrankung
- Phomose
- Zylindrosporium-Erkrankung
2.12. Zuckerrübe
- Schorfarten
- Rübenfäule
- Wurzelbrenner
- Ramularia-Erkrankung
- Cercosporiose
2.13. Rote Bete
- Mietenfäule
- Mehltau
- Schorf
- Cercosporiose
3. Besonders gefährliche Unkräuter
- Schierlingsreiherschnabel
- Schwarzes Bilsenkraut
- Ackerkratzdistel
- Efeu-Gundermann
- Kornblume (Arten)
- Ehrenpreis (Arten)
- Ackerwinde
- Franzosenkraut (Arten)
- Knöterich (Arten)
- Mauswicke
- Senf (Arten)
- Echte Wegrauke
- Steinklee (Arten)
- Miere (Arten)
- Gemeiner Stechapfel
- Gewöhnliche Spitzklette
- Gewöhnlicher Erdrauch
- Schöterich (Arten)
- Feldrittersporn
- Vogelmiere
- Echtes Johanniskraut
- Schmalblättriges Weidenröschen
- Bocksbart (Arten)
- Königskerze, Bärenohr
- Trespe (Arten)
- Große Brennnessel
- Gewöhnliches Kreuzkraut
- Melde (Arten)
- Ackerfuchsschwanz
- Große Klette
- Gewöhnliches Leinkraut
- Hahnenfuß (Arten)
- Mohn (Arten)
- Gänsefuß (Arten)
- Huflattich
- Kanadisches Berufkraut
- Gewöhnlicher Windhalm
- Sonnenwend-Wolfsmilch
- Ackerminze
- Einjähriges Rispengras
- Kleinblütiges Vergissmeinnicht
- Flughafer (Wilde Hafer)
- Gewöhnlicher Löwenzahn
- Gänsedistel (Arten)
- Getreideausfall
- Rapsausfall
- Schwarzer Nachtschatten
- Hirtentäschel
- Gewöhnlicher Rainfarn
- Hohlzahn (Arten)
- Lolch (Arten)
- Kletten-Labkraut
- Wegerich (Arten)
- Gewöhnlicher Beifuß
- Hühnerhirse
- Kriechquecke
- Ackerrettich
- Kamille (Arten)
- Orientalische Zackenschote
- Giersch
- Gewöhnliche Winterkresse
- Ackerspark
- Gewöhnliche Schafgarbe
- Ackerveilchen
- Ackerschachtelhalm
- Dreiteiliger Zweizahn
- Nickende Distel
- Ziest (Arten)
- Sauerampfer (Arten)
- Graugrüne Borstenhirse
- Amaranth (Arten)
- Ackerhellerkraut
- Acker-Hornkraut
- Purpurrote Taubnessel
- Habichtskraut (Arten)
Rubrik „Landwirtschaftsschädlinge“
Kategorie: Landwirtschaftsschädlinge
Insekten sind die Hauptfeinde jeder landwirtschaftlichen Kulturpflanze. Sie zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt, hohe Fruchtbarkeit und Gefräßigkeit aus und können den wehrlosen Pflanzen ernsthaften Schaden zufügen.
Besonders gefährlich sind Schädlinge des Quarantänetyps – sie vermehren sich schnell, erreichen riesige Populationen und vernichten innerhalb kurzer Zeit ganze Saatfelder. Dazu gehören Heuschrecken und die Reblaus. Die Geschichte kennt Fälle, in denen Heuschreckenplagen zu Hungerepidemien unter der Bevölkerung führten.
Saugende und blattfressende
Die Struktur des Mundapparats teilt alle Schädlinge in saugende und nagende ein.
Saugende
Der Mund stellt einen scharfen, dünnen Rüssel dar, der die Pflanzengewebe durchsticht und den Saft aussaugt. Diese Schädlinge siedeln sich auf den oberirdischen Teilen an – Stängeln, Blättern.
Sie befallen hauptsächlich Blattspreiten, junge Triebe, die weiches Gewebe und saftigen Inhalt haben.
Als am weitesten verbreitet und schädlich gelten die Getreideblattlaus und die Getreidethripse.
Getreideblattlaus
Sie befällt massenhaft verschiedene Getreidearten und bedeckt dicht die Ährchen. An befallenen Pflanzen
kommt es zum Einrollen der Blätter mit anschließendem Vertrocknen, zu Taubblütigkeit, die Qualität der Körner nimmt ab, der Ertrag verringert sich. Die Ähren stellen das Wachstum ein und entwickeln sich nicht mehr vollständig.
Die Bekämpfungsmaßnahmen sind folgende:
Es ist unbedingt eine korrekte Fruchtfolge einzuhalten, Unkräuter und Pflanzenreste nach der Ernte rechtzeitig zu vernichten. Während der Befallsperiode ist der Einsatz von Insektiziden sinnvoll – Karate Zeon, Actellic, Aktara, Sirocco, Sharpei.
Getreidethripse
Sie ernähren sich vom Saft der Blätter und jungen Stängel, was zu vorzeitigem Absterben und Abfallen der Blattspreiten führt. Es bildet sich kein Fruchtknoten oder es
entsteht Taubblüte. Die bereits begonnenen sich entwickelnden Körner werden klein und von minderer Qualität.
Es kommt zu Deformation der Ähren, Zerzaustheit und Lockerheit des oberen Teils. Gefräßige Larven richten erheblichen Schaden an, indem sie viel mehr fressen als erwachsene Tiere.
Der Fruchtwechsel auf einer Fläche hilft, die Anzahl der Schädlinge deutlich zu reduzieren. Außerdem ist es wünschenswert, Sommergetreide so früh wie möglich zu säen, um vor dem Austritt der Thripse aus der Überwinterung fertig zu sein.
Bei Massenbefall werden Insektizide eingesetzt — Aliot, Actellic, Borey, Aktara, Fastak, Break.
Blattfressende
Die schädliche Aktivität dieser Gruppe zeigen hauptsächlich die Larven, indem sie Blattspreiten ausfressen. Einige Arten skelettieren sie, andere nagen Löcher, dritte fressen sie ganz auf.
Blattwespen
Afterraupen fressen junge Blätter und Blütenstände während der Schoss- und Ährenbildungsperiode. Oft
beschädigen sie nebenbei die Rispen und Ähren.
Nach dem Befall durch Blattwespen sinkt der Ertrag um 20-25%. Opfer werden fast alle Getreidearten, jedoch werden Gerste und Weizen bevorzugt.
Bei großen Populationen werden die Felder mit Insektiziden behandelt. Am wirksamsten sind Agravertin, Vertimec, Akarin, Iskra, Actellic.
Getreidehähnchen
Käfer, die tagaktiv sind. Alle Entwicklungsstadien des Insekts sind gefährlich. Am gefräßigsten sind die Larven der 3. und 4. Generation. Sie bevorzugen Weizen, Triticale, Hafer, Gerste.
Der Befall durch Getreidehähnchen tritt herdförmig auf, da die Käfer in kleinen Kolonien leben. Ihre Aktivität verursacht Austrocknung und Absterben der Blätter, Verkleinerung der Körner, Ertragsminderung.
Die größte Aktivität entwickelt sich bei heißem, trockenem Wetter. In dieser Zeit steigt die Fruchtbarkeit der Schädlinge und folglich kommt es zu massiveren Schäden an den Getreidearten.
Standardmäßige agrartechnische Methoden des Pflanzenschutzes liefern hervorragende Ergebnisse bei der Reduzierung der Schädlingspopulationen. Insektizide werden bei großen Ansammlungen von Insekten während der Entwicklung der Afterraupen eingesetzt.
Verwendet werden Actellic, Bankol, Biotlin, Fitoverm, Prestige, Fufanon.
Getreideflöhe
Sie kommen überall vor und zeichnen sich durch eine erhöhte Fruchtbarkeit aus. Erwachsene Tiere fressen das Parenchym —
die Außenhülle der Blattspreiten. Sie greifen nur junge, anfällige Triebe an und beeinträchtigen deren weitere Entwicklung stark.
Bei Massenangriffen wird eine große Anzahl von Blattspreiten vernichtet, was zum Absterben der Pflanzen führt. Die Larven bohren Gänge und siedeln sich im Inneren der Stängel an. Sie ernähren sich vom zarten inneren Fleisch der Ähre, wodurch diese vertrocknet.
Die Bekämpfungsmaßnahmen sind:
Das Wachstum und die Entwicklung der Larven sowie die Zunahme der Flohpopulationen können durch den Einsatz der folgenden Insektizide gestoppt werden — Iskra «Doppelter Effekt», Karate, Kinmix, Nurell — D.
Wissen Sie, wie man Schädlinge an Weinreben bekämpft und eine schmackhafte Ernte erhält? Nützliche Informationen in diesem Artikel.
Die wichtigste Methode zur Bekämpfung von Schädlingen im Garten und Gemüsebeet sind Insektizide. Über die verschiedenen Arten dieser Präparate lesen Sie unter dem Link.
Schädlinge in Gärten und Gemüsebeeten

Erdflöhe – gefürchtete Schädlinge im Gemüsebeet
Was sind Erdflöhe? Stellen sie eine Gefahr für den Menschen dar? Darüber und über vieles mehr lesen Sie in unserem Artikel.

Die gefährlichsten und häufigsten Schädlinge der Melone
Die Melone ist eine anspruchsvolle Kulturpflanze in Bezug auf die Agrartechnik. Für den erfolgreichen Anbau dieser exotischen Pflanze sind Kenntnisse über alle wichtigen Schädlinge und Bekämpfungsmethoden erforderlich.

Wer schadet den saftigen Wassermelonen – die gefährlichsten Insekten
Wassermelonen anzubauen ist der Traum vieler Gärtner. Diese Aufgabe ist nicht einfach. Denn die Kultur wird von einer ganzen Reihe von Schädlingen befallen. Wie wird man sie los und hält das Melonenfeld gesund?

Die hartnäckigsten und gefährlichsten Schädlinge der Gurken-Setzlinge
Gurken anzubauen ist eine schwierige Aufgabe. Gärtnern wird dabei durch eine recht große Anzahl schädlicher Insekten erschwert. Wie schützt man sich vor Schädlingsbefall und bewahrt die Ernte?

Tomaten-Setzlinge und ihre gefährlichen Schädlinge
Tomaten sind eine bei Gärtnern beliebte Kultur mit ausgezeichnetem Geschmack. Wie jede Kulturpflanze benötigen Tomaten einen angemessenen Schutz vor Schädlingen.

Alles über die wichtigsten Schädlinge der Paprika-Setzlinge
Paprika-Setzlinge werden in Gewächshäusern und im Freiland von mehreren Insektenarten befallen. Wie bewahrt man die Setzlinge und sichert die zukünftige Ernte?

Schädlinge der Pfefferminze – wie rettet man das duftende Kraut vor Insekten
Pfefferminze ist ein komplexer Hybrid wildwachsender Sorten, der am häufigsten in der Küche und Medizin verwendet wird. Wie schützt man diese Minzart vor Schädlingen?

Die häufigsten Schädlinge der Tomatenbeete
Tomatenbeete werden recht häufig von Insekten befallen. Welche Schädlinge treten an Tomaten am häufigsten auf und wie bekämpft man sie?

Was sind Blattwespen
Blattwespen sind eine zahlreiche Insektengruppe, die Laub-, Obst- und Beerenkulturen aktiv schädigt. Wald, Garten und Beerenfeld kann man von den Schädlingen befreien, indem man eine Reihe von Schutzmaßnahmen durchführt.

Die häufigsten Schädlinge der Obstkulturen
Schädlinge der Obst- und Beerenkulturen sind die zahlreichsten Bewohner der Gärten. Welche Insektenarten kommen am häufigsten vor und wie bekämpft man sie richtig?

Die Getreideblattwespe – ein Schädling der Getreidefelder
Die Aktivität der Getreideblattwespen führt zu einer erheblichen Verringerung der Kornmasse, einer wesentlichen Verschlechterung der Qualität und einer Zunahme der Lagerbildung vieler Getreidearten.

Bekämpfung von Schädlingen in Auberginenbeeten
Auberginen sind eine Kultur, die anfällig für verschiedene Krankheiten und häufigen Schädlingsbefall ist. Wie können wir unsere Ernte schützen?

Der Erdfloh – ein gefährlicher Feind von Hanf
Der weltweit verbreitete Hanf-Erdfloh gehört zu den Feinschmecker-Insekten, die nur eine einzige Nahrungsquelle bevorzugen.

Die wichtigsten Schädlinge von Zimmer-Zitruspflanzen
Es ist notwendig, die Anzeichen eines Befalls von Zimmer-Zitruspflanzen zu kennen, um rechtzeitig Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung ergreifen zu können und ernsthafte Schäden zu vermeiden, die sie verursachen können.

Schwarzkäfer – gefährliche Schädlinge auf Feldern
Schwarzkäfer sind gefährliche Käfer für landwirtschaftliche Flächen, die die Keimlinge von Sonnenblumen, Mais, Weizen und Zuckerrüben stark ausdünnen können.

Schädlinge von Lavendel: Was sich hinter der Makellosigkeit der Lavendelfelder verbirgt
Felder blühenden Lavendels sind eines der schönsten Schauspiele der Erde. Viele glauben, dass diese Pflanze makellos ist, aber leider hat sie ihre gefährlichen Widersacher.

Der Gewächshaustrips – ein Feind von Gemüse und Blumen, der nie schläft
Der Gewächshaustrips ist ein gefährlicher Bewohner von Gewächshäusern und Wintergärten, der großen Schaden an Gemüse- und Blumenkulturen verursacht. Diese Plage kann und muss mit bewährten Methoden und Mitteln bekämpft werden.

Zikaden – eine artenreiche Familie von Schädlingen
Zikaden verursachen trotz ihrer geringen Größe erhebliche Schäden im Pflanzenbau. Untersuchen wir, wie einige Zikadenarten aussehen und sich vermehren, und welche Schutzmaßnahmen gegen diese Schädlinge möglich sind.

Schädliche Liebhaber von Salbei
Salbei wird von vielen Insekten befallen, die die Pflanzen stark schädigen können. Wir helfen Ihnen, die Ernte zu retten, indem wir über Methoden zur Schädlingsbekämpfung berichten.

Spanner – die artenreichsten Schmetterlinge
Spanner sind die am weitesten verbreitete und umfangreichste Familie von Schmetterlingen, deren Larven vielen Obst-, Beeren- und Waldpflanzen schaden.
Polyphage und monophage
Schädlinge werden auch in polyphage und monophage Insekten unterteilt.
Polyphage
Sie ernähren sich von fast jeder Pflanzenart, ohne besondere Vorlieben. Dazu gehören Eulenfalter und Heuschrecken.
Wintersaateule
Ein hübscher Schmetterling, der eine ernsthafte Gefahr für landwirtschaftliche Kulturen darstellt. Seine Raupen fressen aktiv junge Triebe von Mais, Wintergetreide, Sonnenblumen, Zuckerrüben, Baumwolle usw. Die Larven fressen Blätter, Wurzelhälse und junge Stängel.
- Rechtzeitige Unkrautentfernung.
- Der Rand der befallenen Fläche wird umgegraben, indem Gräben ausgehoben werden. In diesen Gräben werden Giftköder platziert.
- Behandlung von Pflanzen mit Pariser Grün, Natriumfluorid, Calciumarsenat.
Heuschrecken
Gefährlichste Schädlinge, die sich zu riesigen Schwärmen zusammenschließen und große Entfernungen zurücklegen können. Die Bildung riesiger Kolonien wird durch Nahrungsmangel ausgelöst.
Gegen Heuschrecken sind nur zwei Methoden wirksam: der Einsatz von Insektiziden und das Pflügen der Felder. Auf Heuschrecken, die zur Familie der Geradflügler gehören, wirken Pyrethroide und das Präparat Dimilin (spezifisches Mittel) am besten.
Monophage
Diese Schädlingsgruppe frisst ausschließlich Pflanzen einer Familie. Zum Beispiel ernähren sich die Schwedische Fliege, die Getreidefliege und die Hessische Mücke nur von Getreidekulturen. Sie zerstören Ähren und junge Stängel und verringern so den Pflanzenertrag.
Besonders gefährliche Schadorganismen
Besonders gefährliche Schadorganismen [1] (im Pflanzenschutz) – Schadorganismen, die mindestens zwei Jahre pro Jahrzehnt auf dem Gebiet eines oder mehrerer Subjekte der Russischen Föderation eine Gefahr von Notfallsituationen darstellen und bei Massenvermehrung und/oder Ausbreitung Sachschäden verursachen können, die mit der Entsorgung von Produkten (über 30 %), der Verminderung ihrer Qualität und ihres Verbraucherwerts verbunden sind. Der Begriff wird beispielsweise im Gesetzbuch der Russischen Föderation „Über Ordnungswidrigkeiten” [2], Artikel 10.1 verwendet.
Vom Allrussischen Forschungsinstitut für Pflanzenschutz der Russischen Akademie der Agrarwissenschaften wurde eine Liste der für pflanzliche Produkte besonders gefährlichen Schadorganismen [1] erstellt.
Inhalt
A. Schädlinge landwirtschaftlicher Pflanzen
Mäuseartige Nagetiere (an Getreide):
- Feldmaus ( Microtus arvalis (Pallas) )
- Osteuropäische Feldmaus ( Microtus levis Miller )
Heuschrecken – gregär, solitär (an Getreide):
- Italienische Schönschrecke ( Calliptamus italicus (L.) )
- Asiatische Wanderheuschrecke ( Locusta migratoria (L. )
- Marokkanische Wanderheuschrecke ( Dociostaurus maroccanus (Thnb.) )
- Sibirische Grille ( Aeropus sibiricus (L.) )
- Schädliche Schildwanze ( Eurygaster integriceps Put. ) (an Getreide)
- Östliche Graseule ( Mythimna separata (Walker) ) (an Getreide)
- Kartoffelkäfer ( Leptinotarsa decemlineata Say ) (an Kartoffeln)
- Wiesenmotte ( Loxostege sticticalis L. ) (an Zuckerrüben, Sonnenblumen, Sojabohnen)
B. Waldschädlinge
- Grüner Eichenwickler ( Tortrix viridana L. )
- Schwammspinner ( Lymantria dispar L. ) (europäische Rasse)
- Kiefernspanner ( Bupalus piniarius L. )
- Kiefernspinner ( Dendrolimus pini L. )
- Nonnenspinner ( Lymantria monacha L. )
- Kieferneule ( Panolis flammea (Denis & Schiffermüller) )
- Buchdrucker ( Ips typographus L. )
V. Krankheiten landwirtschaftlicher Pflanzen
- Braunrost des Weizens ( Puccinia triticina Erikss. )
- Schwarzrost des Weizens ( Puccinia graminis f. sp. tritici Erikss. et Henning )
- Gelbrost des Weizens ( Puccinia striiformisWest. )
- Blattseptoria des Weizens ( Septoria tritici Roberge ex Desm. )
- Ährenseptoria des Weizens ( Septoria nodorum (Berk.) Berk. ) (= Phaeosphaeria nodorum (E.Müll.) Hedjar. )
- Braunrost des Roggens ( Puccinia dispersa Erikss. et P.Henn. )
- Schwarzrost des Roggens ( Puccinia graminis f. sp. secalis Erikss. et Henning )
- Ährenfusariose ( Fusarium spp. )
- Brand
- Stängelbrand des Weizens ( Urocystis tritici Koern )
- Steinbrand des Weizens ( Tilletia caries (DC.) Tul. )
- Glatter Steinbrand des Weizens ( Tilletia laevis Kuehn )
- Zwergsteinbrand des Weizens ( Tilletia controversa Kuehn )
- Flugbrand des Weizens ( Ustilago tritici (Pers.) Rostr. )
- Flugbrand der Gerste ( Ustilago nuda (Jens.) Kellerm et Swingle )
- Steinbrand der Gerste ( Ustilago hordei (Pers.) Lagerh )
- Flugbrand des Hafers ( Ustilago avenae (Pers.) Rostr. )
- Steinbrand des Hafers ( Ustilago kolleri Wille )
- Kraut- und Knollenfäule ( Phytophthora infestansde Bary ) (an Kartoffel und Tomate)
- Weißfäule der Sonnenblume ( Sclerotinia sclerotiorumde Bary )
- Graufäule der Sonnenblume ( Botryotinia fuckeliana (de Bary) Whetzel )
- Gelbverzwergungsvirus der Gerste ( Barley Yellow Dwarf luteovirus )
G. Unkräuter in strategischen landwirtschaftlichen Kulturen
- Ackerkratzdistel ( Cirsium setosum (Willd.) Bess. )
- Ackerwinde ( Convolvulus arvensisL. )
- Flughafer ( Avena fatuaL. )
- Ackergänsedistel ( Sonchus arvensisL. )
- Kriechende Quecke ( Elytrigia repens (L.) Nevski )
Siehe auch
- Schadorganismen, die nicht in den Listen der besonders gefährlichen und gefährlichen Schadorganismen enthalten sind
- Quarantäneschadorganismen
- Gefährliche Schadorganismen
Anmerkungen
- ↑ 12 Westnik saschtschity rastenij, 2010, 4: 73
- ↑ Gesetzbuch der Russischen Föderation „Über Ordnungswidrigkeiten“
Wikimedia Foundation. 2010.
- Wanted (Film, 2008)
- Besonders geschützte Naturgebiete Tansanias
Nützlich
Sehen Sie, was „Besonders gefährliche Schadorganismen“ in anderen Wörterbüchern bedeutet:
Gefährliche Schadorganismen — Gefährliche (wirtschaftlich bedeutende) Schadorganismen[1] (im Pflanzenschutz) – Schadorganismen, die bei Massenvermehrung und/oder -ausbreitung einen Sachschaden verursachen können, der mit der Beseitigung von Produkten verbunden ist (10 bis 30%), sowie deren Minderung … … Wikipedia
Schädliche Organismen, die nicht in den Listen der besonders gefährlichen und gefährlichen Schadorganismen aufgeführt sind — Schädliche Organismen (im Pflanzenschutz) werden in der Russischen Föderation unterteilt in Quarantäne-, besonders gefährliche und gefährliche Schadorganismen. Neben Pflanzenschädlingen (Wirbeltieren und Wirbellosen), Pflanzenerregern und Unkräutern,… … Wikipedia
Regulierter, nicht-quarantänepflichtiger Schadorganismus — Ein regulierter, nicht-quarantänepflichtiger Schadorganismus[1] (im Pflanzenschutz) ist gemäß dem Internationalen Pflanzenschutzübereinkommen ein nicht-quarantänepflichtiger Schadorganismus, dessen Vorkommen an zum Pflanzen bestimmten Pflanzen,… … Wikipedia
Medizin — Medizin ist ein System wissenschaftlicher Kenntnisse und praktischer Tätigkeiten, deren Ziele die Stärkung und Erhaltung der Gesundheit, die Verlängerung des menschlichen Lebens, die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten sind. Zur Erfüllung dieser Aufgaben untersucht die Medizin den Aufbau und… … Medizinische Enzyklopädie
MEERESVERSCHMUTZUNG — Eintrag von Stoffen oder Energie in die Meeresumwelt, die Schäden an biologischen Ressourcen, der menschlichen Gesundheit und menschlichen Aktivitäten auf See verursachen oder verursachen können (Behinderung der Fischerei, Beeinträchtigung der Qualität des genutzten Meerwassers, Verschlechterung… … Marines enzyklopädisches Nachschlagewerk
Biologie — (von Bio- und -logie: Gesamtheit der Wissenschaften von der belebten Natur. Gegenstand der Untersuchung der Biologie sind alle Erscheinungsformen des Lebens: Aufbau und Funktion der Lebewesen und ihrer natürlichen Gemeinschaften, ihre Verbreitung, Herkunft und Entwicklung, Beziehungen zueinander und zur unbelebten… … Große Sowjetische Enzyklopädie
Pestizidrückstände in Lebensmitteln
Wichtige Fakten
- Pestizide werden zum Schutz von landwirtschaftlichen Pflanzen vor Insekten, Unkräutern, Schimmel und anderen Schädlingen eingesetzt.
- Pestizide sind potenziell giftig für den Menschen und können je nach Dosis und Aufnahmeweg in den menschlichen Körper sowohl akute als auch chronische toxische Wirkungen haben.
- Einige der alten, billigen Pestizide können viele Jahre im Boden und Wasser verbleiben. In entwickelten Ländern ist die Verwendung solcher Pestizide in der Landwirtschaft verboten, aber in vielen Entwicklungsländern werden sie immer noch eingesetzt.
- Das größte Gesundheitsrisiko durch Pestizide besteht für diejenigen, die bei der Arbeit, zu Hause oder im Hausgarten direkten Kontakt mit diesen Stoffen haben.
- Pestizide spielen eine bedeutende Rolle in der Lebensmittelproduktion. Sie ermöglichen es, die Ernte zu sichern, den Ertrag zu steigern und die Anzahl der wiederholten Anpflanzungen derselben Kultur auf einem Feld im Laufe des Jahres zu erhöhen. Dies ist besonders wichtig für Länder, die mit Nahrungsmittelknappheit konfrontiert sind.
- Zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher vor den negativen Auswirkungen von Pestiziden überprüft die WHO regelmäßig die Daten und legt international anerkannte Höchstwerte für die Rückstandskonzentration von Pestiziden in Lebensmitteln fest.
Einleitung
Viele alte, billige (nicht patentgeschützte) Pestizide wie Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und Lindan können sich über viele Jahre in Boden und Wasser anreichern. Die Verwendung dieser Chemikalien wurde in den Ländern verboten, die das Stockholmer Übereinkommen von 2001 unterzeichnet haben – einen internationalen Vertrag, der darauf abzielt, die Produktion und Verwendung persistenter organischer Schadstoffe zu verbieten oder einzuschränken.
Die Toxizität von Pestiziden hängt von ihrem Verwendungszweck und anderen Faktoren ab. So sind Insektizide in der Regel giftiger für den Menschen als Herbizide. Dieselbe chemische Verbindung kann je nach Dosis (d. h. der Menge des Stoffes, die auf den Menschen einwirkt) unterschiedliche Wirkungen haben. Die Toxizität hängt auch von der Art der Exposition des Menschen ab (Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt, die Atemwege oder die Haut durch direkten Kontakt).
Bislang ist keines der Pestizide, die zum Schutz von Lebensmitteln im internationalen Handel zugelassen sind, genotoxisch (d. h. geeignet, die DNA zu schädigen, was Mutationen oder Krebs verursachen kann). Nachteilige Auswirkungen durch die Exposition gegenüber diesen Pestiziden treten nur dann auf, wenn eine bestimmte Dosis überschritten wird. Der Kontakt mit einer großen Menge eines Pestizids kann zu einer akuten Vergiftung oder zu langfristigen negativen gesundheitlichen Folgen führen, einschließlich Krebserkrankungen und Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfunktion.
Ausmaß des Problems
Pestizide sind eine der Haupttodesursachen durch Vergiftung, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Da Pestizide definitionsgemäß giftig sind und absichtlich in die Umwelt gelangen, müssen Produktion, Verkauf und Verwendung von Pestiziden streng reguliert und kontrolliert werden. Auch eine regelmäßige Überwachung der Rückstandskonzentrationen von Pestiziden in Lebensmitteln ist erforderlich.
In Bezug auf Pestizide verfolgt die WHO zwei Ziele:
- das Verbot von Pestiziden, die für den Menschen am giftigsten sind, sowie von Pestiziden, die am längsten in der Umwelt verbleiben können;
- der Schutz der öffentlichen Gesundheit durch die Festlegung von Höchstwerten für Rückstandskonzentrationen von Pestiziden in Lebensmitteln und Wasser.
Wer ist gefährdet?
Am stärksten gefährdet sind Menschen, die direkt mit Pestiziden in Kontakt kommen. Dazu gehören Landarbeiter, die Felder mit Pestiziden behandeln, sowie Menschen, die sich während und unmittelbar nach dem Ausbringen von Pestiziden in angrenzenden Gebieten aufhalten.
Die allgemeine Bevölkerung – also Menschen, die nicht in Gebieten mit Pestizidanwendung leben – ist Pestiziden durch den Verzehr von Lebensmitteln und Wasser ausgesetzt, die diese Chemikalien in wesentlich geringeren Rückstandskonzentrationen enthalten.
Prävention und Bekämpfung
Niemand sollte Pestiziden in gesundheitsschädlichen Dosen ausgesetzt werden.
Personen, die mit Pestiziden landwirtschaftliche Kulturen behandeln, sie zu Hause oder im Garten anwenden, sollten geeignete Schutzausrüstung verwenden. Diejenigen, die nicht persönlich an der Anwendung von Pestiziden beteiligt sind, sollten sich während und unmittelbar nach der Behandlung nicht im Anwendungsbereich aufhalten.
Lebensmittel, die im Handel verkauft oder unentgeltlich abgegeben werden (z. B. im Rahmen von Nahrungsmittelhilfe), müssen den Vorschriften für Pestizide und insbesondere den Höchstmengen für Rückstände von Pestiziden entsprechen. Personen, die ihre eigenen Lebensmittel anbauen, sollten bei der Anwendung von Pestiziden die Anweisungen befolgen und Schutzausrüstung wie Handschuhe und Gesichtsmasken verwenden.
Verbraucher können die Aufnahme von Pestiziden, die in Lebensmitteln als Rückstände enthalten sind, durch Waschen von Obst und Gemüse sowie durch Entfernen der Schale begrenzen. Dies trägt auch dazu bei, die Exposition gegenüber anderen lebensmittelbedingten Gefahren wie krankheitserregenden Bakterien zu verringern.
Globaler Charakter des Problems
Nach Schätzungen der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis 2050 9,7 Milliarden Menschen erreichen, das sind 30 % mehr als im Jahr 2017. Fast dieses gesamte Bevölkerungswachstum wird in den Entwicklungsländern stattfinden.
Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird der erforderliche Anstieg der Nahrungsmittelproduktion in den Entwicklungsländern angesichts dieses Bevölkerungswachstums zu 80 % auf eine höhere Ernteerträge und eine häufigere Wiederbepflanzung von Kulturpflanzen auf demselben Feld zurückzuführen sein. Nur 20 % dieses Anstiegs der Nahrungsmittelproduktion werden durch die Ausweitung der Anbauflächen erreicht.
Der Einsatz von Pestiziden kann große Ernteverluste verhindern, und daher werden Pestizide weiterhin eine Rolle in der Landwirtschaft spielen. Dennoch bleiben die Auswirkungen von Pestiziden auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt ein Grund zur Besorgnis.
Die Verwendung von Pestiziden bei der Produktion von Lebensmitteln für den lokalen Verzehr und für den Export sollte unabhängig vom wirtschaftlichen Status des Landes nach den Grundsätzen der guten landwirtschaftlichen Praxis erfolgen. Landwirte sollten die Menge der verwendeten Pestizide auf das für den Schutz der Kulturen erforderliche Minimum beschränken.
Unter bestimmten Umständen ist es auch möglich, Lebensmittel ohne den Einsatz von Pestiziden herzustellen.
Maßnahmen der WHO
Die WHO bewertet in Zusammenarbeit mit der FAO das Risiko für die menschliche Gesundheit, das sowohl durch die direkte Exposition gegenüber Pestiziden als auch durch Pestizidrückstände in Lebensmitteln entsteht, und entwickelt Empfehlungen für Schutzmaßnahmen gegen diese Exposition.
Die Risikobewertung der Exposition gegenüber Pestizidrückständen in Lebensmitteln wird von einer unabhängigen internationalen Gruppe wissenschaftlicher Experten durchgeführt – der Gemeinsamen FAO/WHO-Tagung über Pestizidrückstände (JMPR). Diese Bewertung basiert auf den Daten, die bei der Zulassung der jeweiligen Pestizide in Ländern weltweit vorgelegt wurden, sowie auf allen wissenschaftlichen Studien, die in begutachteten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Nach der Risikobewertung legt die JMPR Werte für die duldbare tägliche Aufnahme (Acceptable Daily Intake, ADI) fest, also solche Werte, bei denen die Menge des Pestizids, die ein Mensch im Laufe seines Lebens über die Nahrung aufnimmt, keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen hat.
Diese Werte der duldbaren täglichen Aufnahme werden von Staaten und internationalen Risikomanagementorganisationen wie der Codex-Alimentarius-Kommission (ein zwischenstaatliches Gremium für Lebensmittelstandards) verwendet, um Höchstgehalte an Pestizidrückständen (Maximum Residue Limits, MRLs) in Lebensmitteln festzulegen. Die Codex-Standards sind eine autoritative Quelle im internationalen Lebensmittelhandel. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass Verbraucher in jedem Land darauf vertrauen können, dass die von ihnen gekauften Lebensmittel unabhängig von ihrem Herkunftsort anerkannten Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen. Derzeit gelten die Codex-Standards für mehr als 100 Pestizide.
Die WHO und die FAO haben gemeinsam den Internationalen Verhaltenskodex für die Pestizidbewirtschaftung entwickelt. Die letzte Fassung dieses freiwilligen Regelwerks wurde 2014 veröffentlicht. Es richtet sich an staatliche Regulierungsbehörden, den Privatsektor, die Zivilgesellschaft und andere interessierte Kreise und enthält Informationen über bewährte Verfahren für den Umgang mit Pestiziden in allen Phasen ihres Lebenszyklus – von der Produktion bis zur Entsorgung.