„Es liegt an den Formen“. Wie die Gärtnerin Alina Romanowa einzigartige Kürbisse züchtet

Eine Hobbygärtnerin aus dem Moskauer Umland hat auf ihrem Grundstück einen niedlichen Kürbis mit einem Kätzchengesicht gezüchtet, sowie mehrere andere Gemüseskulpturen. Mit uns hat Alina die Geheimnisse geteilt, wie man ihre Erfahrung wiederholen kann.

Noch vor vier Jahren war die heutige Star des Gartenbaus Alina Romanowa eine typische Stadtbewohnerin. Wie es oft der Fall ist, versuchten die Eltern, sie zur Arbeit auf der Datscha zu bewegen, aber sie selbst interessierte sich überhaupt nicht für all diese Gartenarbeiten.

Kürbis aus dem Märchen

Alles änderte sich, als Alina im Jahr 2021 zufällig auf eine Ausstellung von Riesen-Gemüse stieß. Als sie einen Kürbis in der Größe einer Kutsche sah (wie im Märchen von Aschenputtel), war sie sofort von der Idee begeistert, einen solchen zu züchten.

„Ich fand Samen, versuchte, sie bei mir auf dem Grundstück zu pflanzen. Und es hat geklappt! Mein erster Kürbis wog 265 Kilogramm — erinnert sich Alina. — Natürlich habe ich jede Menge Fehler gemacht, aber von diesem Moment an interessierte ich mich für die Datscha und den Garten.“

Neuzugänge auf den Beeten

Im nächsten Jahr zog Alina neben dem Kürbis Tomaten. Ein weiteres Jahr später kamen zu ihnen Sonnenblumen hinzu. Und was für welche! Eine davon wuchs fast 4 Meter hoch.

„Hier sollte ich anmerken: Ich habe versucht, alle Pflanzen in großer Größe zu züchten, gigantisch. Später hatte ich eine riesige Rote Bete, einen großen Daikon und eine schwere Möhre.“

Fast sofort begann Alina Romanowa an Wettbewerben zur Züchtung von Riesen-Gemüse teilzunehmen. Und sogleich wurde sie ein echter Star und erhielt dort wohlverdiente Auszeichnungen.

Neues Vorhaben

In diesem Jahr beschloss Alina, ihre Fantasie zu zeigen und zu versuchen, Gemüseskulpturen zu züchten. Es stellte sich heraus, dass dies keine einfache Aufgabe ist. Man benötigt spezielle Formen, die in der Welt nur wenige herstellen. Um die Handwerker zu finden, musste sie eine umfassende Recherche durchführen und eine schwierige Aufgabe bewältigen. Aber auch mit dieser Prüfung kam Alina zurecht, und nach einiger Zeit war die begehrte Bestellung bereits auf dem Weg nach Russland. Übrigens fand sich später auch in Russland ein Wunderhandwerker (mit ihm traf Alina fast zufällig zusammen), und sie bestellte bei ihm sofort eine weitere Form.

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Komplexer Prozess

Nun aber dann begannen die Experimente, wie man Kürbisskulpturen züchten kann. Es stellte sich heraus, dass dieser Prozess sehr arbeitsintensiv und komplex ist. Erstens muss man den richtigen Moment abpassen, wann man die Form über den Kürbis stülpen und sie mit Schrauben befestigen sollte. Zweitens kann der Kürbis sich «weigern» weiter in der Form zu wachsen. Alina hat fast den Grund dafür herausgefunden, warum die Pflanze anfangen kann zu trotzen: Dem Kürbis ist es darin einfach zu warm. Wenn das passiert, erhält man kein Kätzchen, sondern ein halbes Kätzchen. Es gab noch einen weiteren Faktor, auf den der Mensch keinen Einfluss haben kann, — die Wetterbedingungen. In diesem Jahr war der Sommer regnerisch, die Kürbisse platzten direkt innerhalb der Formen. Deshalb hat Alina nur ein einziges «Kätzchen» hervorgebracht, und das auch erst beim zweiten Versuch.

Tipps von Alina Romanowa

  1. Finden Sie die richtige Form.
  2. Wählen Sie einen passenden Kürbis. Kleine Kürbisse in der Größe eines Pilzes sind natürlich nicht geeignet. Ebenso wie riesige. Nehmen Sie besser einen mittelgroßen Feldkürbis.
  3. Züchten Sie einen Kürbis in der passenden Größe — etwa so groß wie ein Apfel. Legen Sie ihn in die Form. Dann müssen Sie die Schrauben gut festziehen, sonst läuft alles nicht so, wie gewünscht.
  4. Es ist besser, die Pflanze mit etwas abzudecken, um Schatten zu schaffen, damit der Kürbis nicht überhitzt.
  5. Warten Sie, bis der Kürbis ausgewachsen ist (das dauert etwa einen Monat).
  6. Wenn der Kürbis die gewünschte Größe erreicht hat, lassen Sie ihn etwas liegen. Lassen Sie den Kürbis etwas trocknen, und dann lässt er sich leichter aus der Form nehmen, sonst bleibt er stecken. Sie verlieren sowohl die Form als auch den Kürbis — das habe ich bereits selbst erfahren.
  7. Danach werden die Schrauben zusammen mit den Muttern gelöst. Die Kürbisskulptur ist fertig.

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