Kartoffel Sineglaska

Die betreffende Sorte wurde von einheimischen Züchtern, insbesondere von Domin S., in der Nachkriegszeit entwickelt. Vor der Einreichung zu den Sortenprüfungen gab der Wissenschaftler mehrere Proben der Hybride 15555 (Sineglaschka) an die Einheimischen, die als erste ihre stabilen Erträge und den hervorragenden Geschmack schätzten. Im industriellen Maßstab (Anbau auf großen Flächen) wird die Kartoffelsorte Sineglaschka selten verwendet.

Die betreffende Kartoffelsorte wird zu den mittelfrühen Sorten gezählt. Ihr Strauch hat viele Blätter, er ist ausladend. Zum Zeitpunkt der Ernte bringt die Kultur große Knollen von ovaler Form, die Schale ist bläulich. Die Augen sind oberflächlich mit blauen Spitzen, woher auch der Sortenname stammt.

Beim Aufschneiden der Frucht zeigt sich weißes Fruchtfleisch. Die Knolle enthält etwa 15% Trockenmasse (Stärke) und hat einen ausgezeichneten Geschmack. Der Ertrag dieser Sorte ist hoch; beim Anbau im eigenen Garten kann man von 100 m² Pflanzfläche bis zu 500 kg Knollen ernten. Bei der Blüte bildet die Kartoffel Sineglaschka hellblaue Blütenstände. Die Blütezeit dauert lange, aber die Blütenstände sind schwach ausgebildet und können abfallen. Es bilden sich Beeren mit Samen, allerdings nur sehr wenige.

Siehe auch:
Kartoffel Impala

Diese Sorte ist bei Hobbygärtnern sehr beliebt; aus ihr wird sehr schmackhaftes Kartoffelpüree zubereitet, sie wird gebraten und für Salate und andere Gerichte verwendet. Sineglaschka ist immun gegen viele Krankheiten: Krautfäule, Schorf, kann jedoch von Fruchtfäule befallen werden.

Als negative Eigenschaft dieser Sorte gilt die kurze Haltbarkeit der Knollen. Die Lagerdauer der Kartoffeln kann verlängert werden, indem man sie in kleine Gitterkisten (zu je 40–60 kg) legt, aber solche Maßnahmen werden nur bei geringen Mengen durchgeführt, wenn man sie in eigenen Kellern oder Kellerräumen lagert.

In Lagerbehältern wird die Kartoffel Sineglaschka schlecht gelagert – sie wird von Fruchtfäule befallen. Genau aus diesem Grund ist die Sorte nicht für den großflächigen Anbau geeignet.

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?