Wie rettet man Johannisbeeren und Stachelbeeren vor anhaltenden Regenfällen?

Beerensträucher schätzen natürlich Feuchtigkeit, aber nur in der richtigen Menge. Wenn die Dosis überschritten wird, insbesondere durch anhaltende (wenn auch nicht sehr heftige) Regenfälle, dann mögen Johannisbeeren, Stachelbeeren und viele andere das nicht. Die Reaktion auf überschüssige Feuchtigkeit in der Luft und im Boden – ist nicht die gesündeste, und es ist besser, diesen negativen Effekt im Keim zu ersticken. Nur wie macht man das?

Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:

 – Wenn regnerisches Wetter über einen längeren Zeitraum anhält (wobei die Lufttemperatur nicht besonders wichtig ist), dann leiden bei Johannisbeeren und Stachelbeeren zuerst die Wurzeln unter Unbehagen, da die Gemüsebeete oft noch gelockert werden, aber der Boden um die Sträucher herum – sehr wohl nicht. Ein typisches Bild auf vielen Grundstücken – Johannisbeeren und Stachelbeeren stehen buchstäblich in Pfützen, und die Besitzer denken – daran sei nichts Schlimmes.

Doch das ist es sehr wohl, und je schwerer der Boden – desto schlimmer. Nicht nur, dass die Sträucher unter einem schweren Sauerstoffmangel leiden, es wird auch die Grundlage für die Fäulnis des Wurzelsystems geschaffen.

Daher ist das Erste in diesem Fall die Entwässerung und eine vorsichtige Lockerung des Bodens um die Pflanzen, um keine Verletzungen zu verursachen.

Siehe auch:
Herbstpflanzung. Was müssen Sie mit den Zwiebelbeeten tun, um eine reiche Ernte zu erzielen?

Der nächste tückische Feind – ist der Echte Mehltau. Diese Pilzkrankheit begleitet fast immer lang anhaltende Regenfälle, da für sie die bestmöglichen Bedingungen geschaffen werden, die die Pilze zu nutzen eilen. Und es ist natürlich am besten, das Auftreten von vornherein zu verhindern. Eine hervorragende vorbeugende Maßnahme – ist die Behandlung (sie kann sogar während des Regens durchgeführt werden) mit einer Lösung aus Soda und guter alter Kernseife (diese wird benötigt, damit die heilende Lösung nicht durch den fallenden Regen abgewaschen wird). Auf einen Eimer Wasser mit Raumtemperatur werden 60-70 g Soda und 100 g Seifenspäne gegeben.

Wenn es im Regen zumindest eine kurze Pause gibt, dient das Besprühen mit einer Lösung aus gewöhnlichem Kaliumpermanganat als wirksamere Vorbeugung. Auf einen Eimer Wasser reichen 2 g. Aber bei Regen sollte man diese Behandlung nicht durchführen – alles wird abgewaschen und es wird keinen positiven Effekt geben.

Die Sträucher vor Regen zu schützen, indem man ein Dach, einen Unterstand usw. baut – das ist nicht nötig. Johannisbeeren und Stachelbeeren kommen bei Starkregen auch ohne sie aus.
 

Lesetipps

Wie richten Sie eine komfortable Grillzone ein?