Wenn man diese Pflanze zum ersten Mal blühend sieht, halten viele sie für eine Orchidee. Aber tatsächlich gehört Schizanthus zur Familie der Nachtschattengewächse. Diese Pflanze mit exotischen Farben und skurrilen Formen wird im Volk sogar als «Orchidee des Armen» bezeichnet.
Den Sträuchern des Schizanthus verleihen Massen von Blüten Zierde, wenn auch nicht groß (bis zu 2 cm Durchmesser), aber mit so vielfältigen Farben, dass die Augen überlaufen: violette, lachsfarbene, fliederfarbene, rote, himbeerrote, gelbe, weiße, rosa. Zu den leuchtenden Farben kommen noch verschiedene Tupfen, Punkte, Striche, Flecken auf den Blütenblättern hinzu.
Anbau von Schizanthus muss mit der Wahl des richtigen Platzes im Garten beginnen. Bevorzugt wird ein sonniger Standort mit fruchtbarem Boden.
Die Düngung der Pflanzen wird auf dem Höhepunkt der Blüte jede Woche durchgeführt. Hierfür verwendet man kleine Dosen eines Volldüngers für blühende Pflanzen.
Schizanthus muss so gegossen werden, dass der Boden stets leicht feucht ist. Trockene Luft und Austrocknung des Bodens schaden dem Wachstum und der Entwicklung der Pflanzen. Leichter erträgt Schizanthus Kühle als trockene Haltung.
Die Pflanze vermehrt sich durch Samen. Aber zuerst zieht man sie als Setzlinge im Haus heran. Die Aussaat erfolgt im März-April. In diesem Fall beginnt die Blüte Ende Juni – Anfang Juli. Wenn ein beheiztes Gewächshaus vorhanden ist, kann man die Samen viel früher pflanzen – im Januar-Februar. Dann kann man die Blüte bereits Ende Mai erwarten.
Wie man sieht, stellt der Anbau von Schizanthus keine große Mühe dar. Es ist eine recht anspruchslose und dankbare Pflanze.
Im Herbst können Sie die besonders gut gefallenen Sorten des Schizanthus aus dem Beet ausgraben, in Töpfe umsetzen und bis zum nächsten Frühjahr als Zimmerpflanzen halten.
Da Schizanthus zu den zweijährigen Pflanzen gehört, können Sie im nächsten Jahr wieder seine bezaubernden Blüten bewundern, indem Sie die überwinterte Pflanze ins Beet pflanzen.