Aggregatoponik — eine Methode der Hydroponik, bei der Pflanzen auf festen Substraten mit geringer Wasserkapazität unter periodischer Zufuhr von Mineraldüngerlösung angebaut werden. In den GUS-Staaten werden mit dieser Methode Pflanzen auf einer Fläche von etwa 120 ha angebaut.
Inhaltsverzeichnis:
Wasserkultur
Bei der Wasserkultur werden die der Aggregatoponik eigenen Nachteile beseitigt, aber es entstehen Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung einer bestimmten Konzentration und Reaktion der Nährlösung, deren Überschreitung der optimalen Grenzen zu Ertragsminderung oder zum Absterben der Pflanzen führen kann.
Außerdem wird die gleichzeitige und unterbrechungsfreie Versorgung des Wurzelsystems der Pflanzen mit einer Lösung von Mineralsalzen und Sauerstoff erschwert.
Die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser ist sehr gering. In 1 Liter Nährlösung bei 20 °C sind nur 9,4 mg dieses Elements enthalten. Ein so geringer Gehalt kann die normale Atmung des Wurzelsystems nicht gewährleisten, daher leiden die Pflanzenwurzeln in wässriger Lösung unter Sauerstoffmangel, befinden sich also im Erstickungszustand. Für ein normales Wachstum der Kulturen muss die wässrige Lösung mit Sauerstoff angereichert werden. Dazu wird die Luft mit speziellen Kompressoranlagen durch die Lösung geblasen.
Dabei werden der Säuregehalt der Lösung und ihre elektrische Leitfähigkeit kontrolliert, optimale Bedingungen für das Wachstum des Wurzelsystems geschaffen. Die Pflanzen erhalten ständig ausreichend Feuchtigkeit, Nährstoffe und Sauerstoff. All dies trägt zu hohen Erträgen der angebauten Kulturen bei.
Chemoponik
Diese Methode ähnelt der Pflanzenkultur auf Bodenmischungen. Als Substrat werden folgende Arten organischer Materialien verwendet: Hochmoortorf mit einem Zersetzungsgrad von 30%, Torfmoos (Sphagnum), Baumrinde, Sägespäne, Reisschalen, Baumwollabfälle und dergleichen. Die Nutzungsdauer dieser Materialien als Substrat — 1 bis 2 Jahre.
Einige der organischen Materialien erfordern eine Vorbehandlung — Zerkleinerung (Rinde, Späne) und Korrektur der Reaktion des Mediums. Die mineralische Ernährung erfolgt durch Oberflächenbewässerung mit Nährlösung.
Chemoponik erfordert keine spezielle Ausrüstung und diese Methode kann in allen Arten von geschütztem Boden angewendet werden. In den letzten Jahren verbreitet sich zunehmend die Kultur auf Kokossubstrat mit langer Nutzungsdauer.
Ionitoponik
Eine neue Methode, die im Wesentlichen der Aggregatoponik ähnelt. Das Substrat besteht aus einer Mischung von zwei Arten synthetischer Ionenaustauscherharze, Kationit und Anionit. Kationit — ein in Wasser unlösliches, leuchtend gelbes Polymer mit stark saurer Reaktion und guter Rieselfähigkeit. Seine Korngröße — 0,3–0,5 mm. Er tauscht Hydroxylgruppen gegen Ionen von Mineralsalzen aus. Anionit — ein gelbes rieselfähiges Polymer, seine Korngröße — 0,30–1,5 mm.
Beide Ionenaustauscher sind robust, chemisch beständig und zersetzen sich nicht unter Einwirkung von Sauerstoff, Licht und bei normaler Temperatur. Im Gegensatz zur Aggregatoponik befinden sich die Nährstoffe im Substrat, sodass die Pflanzen nur mit reinem Wasser bewässert werden. Eigentlich ist dies — künstlicher Boden.
Aeroponik
Das Wesen dieser Hydrokultur-Methode besteht darin, dass sich das Wurzelsystem der Pflanzen in einer Luftumgebung in einem leeren Raum entwickelt, wo es alle 12-15 Minuten für 5-7 Sekunden mit Nährlösung aus Düsen besprüht wird.