Hornklee: biologische Besonderheiten

Hornklee — eine Pfahlwurzelpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Er zeichnet sich durch einen breiten Polymorphismus aus und kommt in verschiedenen ökologischen Umgebungen vor.

Arten des Hornklees

Unter den vielen Formen lassen sich zwei Ökobiotypen deutlich unterscheiden:

  • 1) gut beblättert mit breiten Blättern und aufrechtem Busch, häufiger auf mäßig feuchten Wiesen;
  • 2) wenig beblättert, mit halbkriechendem, niedrigem Busch, kleinen schmalen Blättern, der häufiger an trockeneren Standorten vorkommt.

Hornklee kann auf armen, ausgewaschenen und sandigen Böden angebaut werden. Der Busch erreicht eine Höhe von 50-70 cm, besteht aus relativ dünnen Verzweigungen, kahlen oder leicht mit weißen Haaren bedeckten Stängeln. Die maximale Triebbildung erreicht er im 3.-4. Lebensjahr. In einem Busch können sich bis zu 180-240 Triebe entwickeln. Die Blätter sind dreizählig, an kurzen Blattstielen, von hell- bis dunkelgrüner Färbung.

Biologische Merkmale

Die Blättchen sind verkehrt-eiförmig oder unregelmäßig rautenförmig. Die Beblätterung erreicht 48-55%. Der Blütenstand — eine einfache Dolde, vier- bis siebenblütig. An einer Pflanze entwickeln sich 15 bis 170 Blütenstände. Die Blütenkronen sind leuchtend gelb, manchmal mit einer orangefarbenen Fahne. Die Frucht — eine Hülse, länglich, zylindrisch, 1,5-3 cm lang, endet in einem Schnäbelchen.

Die Samen sind klein, rundlich, leicht abgeflacht, gelbgrün oder braun, 1,5 mm lang, 1-1,5 mm breit, 1 mm dick. Die Wurzel ist eine Pfahlwurzel, stark verzweigt, dringt bis zu 1,5 m in den Boden ein. An den Wurzeln bildet sich eine große Anzahl großer Knöllchen.

Siehe auch:
Bohne: biologische Besonderheiten

Anbau

Hornklee gehört zu den mehrjährigen Pflanzen vom Frühjahrstyp. Blüten und Samen bildet er (bei Frühjahrsaussaat) bereits im Aussaatjahr, erreicht jedoch die volle Entwicklung im zweiten bis dritten Lebensjahr.

Im Aussaatjahr reifen die Samen je nach Wetterbedingungen 90-105 Tage nach dem Auflaufen. In den Folgejahren reifen die Samen am 100.-120. Tag nach Beginn des Wiederaufwuchses des Bestandes. Die Blühphase ist oft gestreckt und dauert 1,5-2 Monate, daher erfolgt die Samenreife ungleichmäßig. Für die Samenproduktion wird Hornklee ungedeckt im Reihenverfahren gesät.

Die Samenernte erfolgt in der Regel aus dem ersten Schnitt. Die Ernte beginnt, wenn 50% der Hülsen braun sind. Da die Pflanzen bis zur vollständigen Reife grün bleiben, ist der Einsatz von Desikkationsmitteln vor der Mähdrescherernte notwendig. In normalen Fällen wird der Bestand mit Mähwerken gemäht, in Schwaden gewelkt und dann zur Tenne gebracht, wo er nachreift.

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