Bohnen werden als Nahrungspflanze angebaut. Die Samen und unreifen Hülsen dienen als wertvoller Rohstoff für die Konservierung. Grüne Masse und Stroh einiger Bohnenarten (Mungbohnen, Adzukibohnen) werden als Tierfutter verwendet.
Biologische Besonderheiten und Anbautechnik
Die Bohne — eine wärmeliebende und lichtliebende Pflanze mit kurzer Tageslänge. Sie zeichnet sich durch eine höhere Trockenheitsresistenz als Erbsen und Linsen aus. Bei Bohnen überwiegt die Selbstbestäubung, aber es kommt auch Fremdbestäubung durch Insekten vor.
Auf strukturierten, fruchtbaren, unkrautfreien Böden, bei gut bearbeitetem Herbstpflug und sorgfältiger Vorbereitung des Saatbetts kann sie hohe Erträge liefern. Bohnen wachsen schlecht auf schweren Lehmböden, leichten Sandböden und salzhaltigen Böden; auf sauren Böden ohne Kalkung gedeihen sie nicht.
Sorten von Bohnen mit buschigem Wuchs oder schwach rankenden Stängeln werden in Reinkultur angebaut. In der Fruchtfolge werden Bohnen auf Hackfruchtfeldern nach Wintergetreide platziert, das auf schwarzer, gedüngter Brache steht. Gute Vorfrüchte für Bohnen sind der Umbruch von mehrjährigen Gräsern, Kartoffeln und Zuckerrüben. In südlichen Regionen werden bei Bewässerung frühreife Bohnensorten als Stoppelfrucht ausgesät. Sie können auch in Mischkultur mit Kartoffeln und einigen anderen Kulturen ausgesät werden.
Bohnen sprechen gut auf Stallmist, Phosphor-, Kaliumdünger und Holzasche an.
Die Bohne — eine Kultur für späte Aussaat, sie sollte in gut erwärmten Boden (12-14° Wärme) gesät werden, nachdem die Gefahr von Spätfrösten vorüber ist. Saatgut der Klasse I muss eine Reinheit von 99,5% und eine Keimfähigkeit von mindestens 95 Prozent aufweisen. In der Regel ist die Weitreihensaat üblich. Die Saattiefe beträgt 5-6 Zentimeter.
Die Pflege besteht aus Unkrautjäten, Auflockern der Reihen und Düngung der Pflanzen mit Phosphor-Kalium-Düngern in feuchten Regionen oder bei Bewässerung sowie Häufeln (zum Schutz vor Windwurf). Die Bohnen werden in der Phase der Vollreife der Samen geerntet.