Lupine: Pflanzung und Pflege

Lupine — eine wertvolle Gründüngungs- und Futterpflanze. Sie kann 150 kg Stickstoff pro Hektar im Boden anreichern. Ihre Samen enthalten 40 % Eiweiß, bis zu 20 % Fett, in der Grünmasse 20 % Eiweiß; Vitamine A und B, Phytin und Lecithin; alle Pflanzenteile enthalten bittere und giftige Alkaloide.

Als Gründüngung untergepflügte Lupine erhöht die Bodenfruchtbarkeit und reichert ihn mit organischer Substanz und leicht verfügbarem Stickstoff an.

Sie erhöht den Ertrag von Wintergetreide sowie von im folgenden Frühjahr gesäten Sommergetreide, Kartoffeln, Mais und anderen.

Die Verwendung von Lupine als Dünger — eine wirksame Maßnahme für fast alle soddy-podzolichen Böden, grauen Waldböden und sogar ausgelaugten Schwarzerden. Besonders vorteilhaft wirkt sich der Einsatz einjähriger und mehrjähriger Lupinen auf armen Sand- und Sandlehmböden aus. Nur auf stark podzolichen und sumpfigen Böden, Böden mit hohem Grundwasserstand und auf kalkhaltigen Böden im Süden aufgrund des hohen Calciumgehalts, der das Lupinenwachstum hemmt, wird sie nicht angewendet.

Unter den Futterpflanzen steht die Lupine hinsichtlich des Gehalts an verdaulichem Eiweiß an erster Stelle. Sie enthält bis zu 19 % verdauliches Protein, Zucker, viele Mineralstoffe, insbesondere Kalzium, das den Stoffwechsel im Tierkörper fördert. Die Grünmasse der Futterlupine lässt sich sowohl in reiner Form als auch mit anderen Komponenten gut silieren.

Die Pflanze reagiert gut auf Phosphor- und Kaliumdünger, die in der Regel im Herbst unter die Brache ausgebracht werden, sowie auf tiefes Herbstpflügen und die Frühjahrskultivierung des Bodens.

Siehe auch:
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Inhaltsverzeichnis:

Aussaat der Lupine

Die Vorbereitung der Lupine zur Aussaat unterscheidet sich nicht wesentlich von der anderer Körnerleguminosen. Die aufbereiteten Samen werden einer Luft-Wärme-Behandlung unterzogen, vernalisiert und unbedingt mit Lupinen-Nitragin behandelt.

Die feste Samenschale der mehrjährigen Lupine wird skarifiziert. Die Lupine ist eine Kulturpflanze für frühe Aussaattermine, ihre Keimlinge vertragen Fröste. Daher sollte die Lupine für die Körnergewinnung gleichzeitig mit frühen Sommerkulturen ausgesät werden, zur Gründüngung in der Brache — unmittelbar nach der Aussaat früher Sommerkulturen, und für Grünfutter — in vier bis fünf Terminen.

Mehrjährige Lupine für die Samenproduktion sät man am besten im breitreihigen Zweizeilenverfahren mit einem Bandabstand von 45-50 cm und einem Reihenabstand von 15 cm oder im Quadratnestverfahren.

Pflege der Lupine und ihre Ernte

Pflege

Bei der Aussaat zur Gründüngung wird in der Regel ein Abmähen von Unkraut zusammen mit den Lupinenspitzen durchgeführt, was die Verzweigung der Lupine und die Bildung einer stärkeren Grünmasse fördert. Bei Saatgutbeständen wird manuelles Jäten angewandt, bei breitreihigen Beständen — Lockern der Reihenzwischenräume und Jäten in den Reihen.

Ernte

Der optimale Zeitpunkt für die Ernte der Lupinensamen ist dann, wenn etwa 40-45% der Hülsen in den Beständen gebräunt sind.

Vor der Einlagerung muss die Feuchtigkeit der Samen auf 14-15% gebracht werden. Dies wird durch Luft-Sonnen-Trocknung oder Getreidetrockner erreicht.

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