Die Gartenbesichtigung im November — das ist wie eine Inventur vor der Überwinterung. Überprüfen Sie, ob alles weggeräumt ist: Laub, faule Äpfel. Viele vernachlässigen das, aber zu Unrecht — gerade in solchen Ablagerungen überwintern Pilzsporen und Insektenlarven.
Wenn der Herbst trocken war, wässern Sie die Baumscheiben gründlich. Das ist besonders wichtig für junge Bäume und Sträucher — feuchte Erde speichert die Wärme besser, sodass die Wurzeln nicht erfrieren.
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Bodenvorbereitung
Wenn die Pflanzen ihre Blätter vollständig abgeworfen haben und das Wachstum beendet ist, wird der Boden umgegraben. Diese Zeit ist die letzte Chance, die Lebenswege der Schädlinge, die sich in die Erde zurückgezogen haben, zu zerstören oder aufzudecken. Laub und Abfälle sollten kompostiert oder verbrannt werden, wenn es Krankheitsanzeichen gab, — denn genau dort überwintern viele Infektionen. Gab es jedoch keine Krankheiten im Garten, kann das Laub als natürlicher Mulch liegen bleiben.
Beim Umgraben im Herbst im Garten muss der Boden nicht nur umgedreht, sondern auch mit Nährstoffen angereichert werden. Ein universelles «Geschenk» für den Boden ist Holzasche (nicht Ofenasche — vom Verbrennen von Kohle, sondern von der Verbrennung von Pflanzenresten und Zweigen). Vor dem Umgraben wird die Asche gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt, etwa ein halbes Literglas pro 1 m².
Es ist zu beachten: Holzasche macht den Boden leicht alkalisch, was in den meisten Fällen vorteilhaft ist.
Frischer Mist und ein Teil der organischen Substanz, insbesondere nicht kompostierte Pflanzenreste, können den pH-Wert in den sauren Bereich verschieben, was stickstofffixierenden Mikroorganismen nicht gefällt.
Sicherer ist die Verwendung von verrottetem Mist oder reifem Kompost — sie verursachen keine Versauerung, bewahren die meisten Nährstoffe und verbessern die Bodenstruktur. Die landwirtschaftliche Praxis zeigt, dass mindestens alle 2–3 Jahre ein Eimer (4–6 kg) solchen organischen Materials pro Quadratmeter Baumscheibe ausgebracht werden sollte.
Aus Sicht der mineralischen Dünger wird von der Anwendung stickstoffhaltiger Präparate (z. B. Harnstoff) im Herbst abgeraten — besser ist es, sie bis zum Frühjahr aufzuheben, da sie im Winter aus dem Boden ausgewaschen werden. Stattdessen eignet sich Kaliumnitrat, das etwas Stickstoff + Kalium enthält.
Im Garten sollte der Boden vorzugsweise nur bis zur Tiefe eines Spatenblatts gelockert werden, und direkt am Stamm sollte man ihn gar nicht bearbeiten, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Besonders vorsichtig muss man bei jungen Zwergbäumen und Beerensträuchern sein: Ihr Wurzelsystem ist schwächer, oberflächlich, und übermäßiges Lockern ist für sie kontraindiziert.
Was abgedeckt werden sollte
Im Himbeerbeet zieht man die Triebe zum Spalier hoch, damit sie besser überwintern. Die Weinreben kann man bei Gelegenheit vor dem Frost abdecken: Wärmeliebende Sorten — in einen Graben auf Spatenstichtiefe eingraben; widerstandsfähigere Sorten in der Mittelzone kann man einfach zur Erde biegen und mit Schiefer abdecken, die anderen — mit Dachpappe umwickeln.
Erdbeeren sollte man jedoch erst nach dem Durchfrieren des Bodens abdecken — sonst können sie eingehen (verfaulen).
Nagerschutz
Unter den Mulch können Sie Tütchen mit Mäusegift legen, die unter einer Schieferplatte oder in einem Rohr (zur Sicherheit) platziert werden. Alternativ kann man die Stämme mit hartem Gras, z.B. Schilf oder Segge, umbinden.
Bei Schneefällen ist es sinnvoll, den Schnee unter den Bäumen festzutreten, besonders während Tauwetter, um zu verhindern, dass Nager Baue anlegen. Apfel- und Birnbäume sollten besonders geschützt werden, während Kirsch- und Pflaumenbäume für Mäuse weniger interessant sind. Vor größeren Schädlingen (Hasen und anderen) schützen Umwicklungen aus Drahtgeflecht, Himbeerstängeln oder Dachpappe. Außer dem Schutz vor Tieren bekommt der im Winter eingewickelte Stamm keinen Sonnenbrand. Außerdem sollten die Stämme mit Kalk (unter Zugabe von Ton zur besseren Haftung der Lösung) geweißt werden.
Hilfe für Vögel
Während der Garten ruht, arbeiten die Vögel weiter — sie befreien das Grundstück von Schädlingen. Helfen Sie ihnen: Hängen Sie Futterhäuschen auf, besonders an Obstbäumen. Die insektenfressenden Vögel werden im Frühling die Fürsorge bestimmt «vergelten» — es wird weniger Blattläuse und Raupen geben.
Bauen Sie ein Futterhäuschen aus Holz oder einer Plastikflasche, füllen Sie Sonnenblumenkerne, Getreide und ungesalzenes Fett hinein. Wichtig — vergessen Sie nicht, Futter nachzufüllen: Vögel merken sich schnell den Ort, an dem sie gefüttert werden.
Beachtung für das Blumenbeet
Der November — ein entscheidender Monat für das Blumenbeet. Rosen, Clematis, Pfingstrosen und Lilien brauchen Schutz. Man sollte nicht überstürzen, sie im Oktober einzupacken: Eine frühe Abdeckung führt nicht selten zum Verfaulen. Optimal ist es, dies zu tun, wenn die Nachttemperaturen stabil bei etwa —5°C liegen.
Tipp! Verwenden Sie für die Abdeckung kein Polyethylen — es lässt keine Luft durch, und die Pflanzen können schimmeln. Nehmen Sie besser Spinnvlies oder Reisig — bewährte Materialien. Pfingstrosen werden nicht abgedeckt, sondern nur gemulcht — mit einer 5–7 cm dicken Schicht Kompost oder Humus. Das hilft ihnen, ruhig zu überwintern, und liefert im Frühjahr zusätzliche Nährstoffe.
Übrigens
Sie sollten die kleineren Hausarbeiten nicht vergessen. Waschen, trocknen und ölen Sie die Werkzeuge gründlich. Hängen Sie Schaufeln, Hacken und Gartenscheren besser an die Wand — so rosten sie nicht. Wenn Sie einen Rasenmäher haben — lassen Sie das Benzin ab, reinigen Sie die Filter und stellen Sie ihn an einen trockenen Ort. Im Frühling werden Sie sich für Ihre Voraussicht danken.