Wenn man Knoblauch mit Menschen vergleichen könnte, dann wäre «Husar» sicherlich der adrette Offizier — ohne viele Worte, aber mit Charakter. Er ist ausdauernd, hat keine Angst vor Kälte und liefert immer ein Ergebnis — einen stabilen Ertrag. Nicht umsonst ist diese Sorte zum Liebling derer geworden, die zuverlässige Pflanzungen ohne Überraschungen bevorzugen.
Inhaltsverzeichnis:
Herkunft und Autoren
Die Sorte «Husar» ist eine heimische Entwicklung, die von den russischen Züchtern A. W. Kandoba und E. E. Kandoba gezüchtet wurde. Sie wurde offiziell im Jahr 2018 in das Staatliche Register eingetragen.
Bei der Züchtung versuchten die Wissenschaftler, die Winterhärte nördlicher Formen mit Ertrag und Geschmack südlicher Sorten zu vereinen. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: «Husar» hat sich in vielen Regionen Russlands schnell etabliert — von der Region Moskau bis Südsibirien.
Aussehen der Sorte
Im Beet sieht dieser Knoblauch wie ein kräftiger, straffer «Krieger» aus: gleichmäßige Stängel bis zu 80 cm, Blätter satzgrün, mit leichtem mattem Belag. Die Zwiebeln sind groß, fest, mit silbrig-violetten Schuppen. Das durchschnittliche Gewicht einer Knolle — 70–90 g, aber bei guter Pflege erreicht es leicht auch hundert.
In jeder Knolle befinden sich — 6–8 große Zehen, die ideal in der Größe gleichmäßig sind. Die Schale ist fest, blättert nicht ab, was besonders für die Lagerung wichtig ist.
Geschmack und Verwendung
Vom Geschmack her ist «Husar» ein echter Klassiker: intensiv, aromatisch, mit mäßiger Schärfe. Er brennt nicht, hinterlässt aber ein kräftiges knoblauchartiges Nachgeschmack.
Er eignet sich buchstäblich für alles — von hausgemachten Konserven bis zum Backen, Saucen, Fleischgerichten und Marinaden. Nach der Wärmebehandlung verschwindet das Aroma nicht, sondern wird weicher und tiefer.
Ertrag und Widerstandsfähigkeit
Die Sorte «Husar» gehört zu den Wintersorten. Sie reift gleichmäßig, ohne Streuung, etwa 100–110 Tage nach dem Auflaufen.
Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 3–4 kg pro Quadratmeter, bei guter Anbautechnik bis zu 4,5 kg.
Besonders zu erwähnen ist die Krankheitsresistenz: Die Sorte wird nur schwach von Fusarium und Halsfäule befallen und neigt nicht zu übermäßigem Schossen.
Selbst bei langanhaltendem Regen reißt sie nicht und fault nicht.
Lagerfähigkeit und Aufbewahrung
Nach der Ernte bleiben die Knollen fest und trocken. Bei Lagerung an einem kühlen Ort (ca. +2…+5 °C) bleibt der Knoblauch bis zum Ende des Frühlings frisch.
Das ist eine Seltenheit für Wintersorten, die normalerweise früher «aufwachen». Dank der festen Schale und der geringen Wässrigkeit der Zehen bleibt «Husar» lange haltbar, ohne sein Aussehen und seinen Geschmack zu verlieren.
Pflanzung und Pflege
Pflanzung. Optimale Zeit: drei bis vier Wochen vor den anhaltenden Frösten, wenn die Bodentemperatur auf +10 °C fällt. Pflanztiefe: 5–6 cm, Abstand zwischen den Zehen: etwa 10 cm, zwischen den Reihen: 20–25 cm.
Boden. Die Sorte bevorzugt lockere, mäßig nährstoffreiche Böden ohne Staunässe. Gut wächst sie nach Hülsenfrüchten, Gurken und Kohl.
Pflege. Im Frühjahr: Lockern, mäßig gießen, zwei Düngungen (erste Stickstoffdüngung, zweite Kalium-Phosphor-Düngung). Zwei bis drei Wochen vor der Ernte wird das Gießen eingestellt, damit die Zwiebeln ausreifen und fest werden.
Ernte. Etwa Ende Juli, wenn die Blätter anfangen umzufallen und die unteren zur Hälfte getrocknet sind. Nach dem Ausgraben werden die Köpfe 10–14 Tage im Schatten bei guter Belüftung getrocknet.
Sortenmerkmale
- Hervorragende Winterhärte – geeignet für nördliche und zentrale Regionen.
- Starkes Wurzelsystem – hat keine Angst vor kurzen Trockenperioden.
- Lagerfähigkeit – bis zu sieben Monate ohne Verluste.
- Resistenz gegen Fäulnis und Viren.
- Gute Handelsqualität – alle Köpfe gleichmäßig, schön, mit fester Schale.
Wichtig zu beachten!
- Nicht nach Zwiebeln und Knoblauch pflanzen – der Boden kann Erreger von Pilzkrankheiten des Knoblauchs beherbergen, und es besteht die Gefahr eines Befalls durch die Zwiebelfliege.
- Erneuern Sie das Pflanzgut alle drei bis vier Jahre durch Luftzwiebeln – so behält die Sorte ihre Stärke und Größe.
- Wenn Sie große Köpfe wünschen – entfernen Sie den Blütentrieb, sobald er erscheint. Wenn das Ziel das Sammeln von Luftzwiebeln ist – lassen Sie ein bis zwei der kräftigsten Pflanzen im Beet zur Vermehrung stehen.
- Weichen Sie die Zehen vor dem Pflanzen für 20 Minuten in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung ein – dies ist eine Krankheitsvorbeugung.