Oktober — das ist der letzte Aufruf für den Hobbygärtner, der Schlussakkord in der Sinfonie der Ernte. In diesem Monat entscheidet sich das Schicksal der Vitaminvorräte für den Winter. Die Hauptregel im Oktober — nichts verpassen! Dabei hilft Ihnen die Gärtnerin Irina Alexejewa, die ihre Geheimnisse mit . geteilt hat.
Inhaltsverzeichnis:
SOS: Welche Kulturen werden nicht warten?
Wenn Sie den September in Muße und Erholung verbracht haben und den ganzen Oktober mit Arbeit, dann ist das Ende des Monats Ihre letzte Chance. Im Boden bleiben nur diejenigen, die die Kälte nicht fürchten, oder diejenigen, die wir ordentlich isolieren. Alles andere ist unser Schatz, den wir rechtzeitig vor dem Frost retten müssen.
- Kartoffeln (späte Sorten). Wenn Sie es im September nicht geschafft haben, ist jetzt die beste Zeit. Knollen, die in kalter Erde bleiben, führen direkt zu Fäulnis und Krankheiten.
- Rote Bete. Sie ist eine zarte Prinzessin und fürchtet die Kälte viel mehr als ihre Freundin die Karotte. Ihre ‚Schultern‘, die aus der Erde ragen, können leicht einfrieren. Beeilen Sie sich, sie zu ernten, bevor dauerhafter Frost eintritt!
- Dahlien, Begonien, Gladiolen. Diese bunten Schönheiten unseres Gartens überleben den Winter im Freiland nicht. Warten Sie, bis der erste Frost ihr Laub schwärzt, und graben Sie dann mutig die Knollen und Zwiebeln aus. Danach müssen sie gut getrocknet und bis zum Frühjahr an einen dunklen, kühlen Ort gebracht werden.
Ruhig, aber sicher: Wir ernten das kältebeständige Gemüse
Diese Kulturen fürchten die Kälte nicht so sehr, aber es lohnt sich auch nicht, ihre Ernte endlos hinauszuzögern.
- Karotten. Sie werden oft als eine der letzten geerntet. Leichter Frost (bis -3 °C) tut ihnen sogar gut – danach werden die Wurzeln nur noch süßer! Aber bei starkem Frost sollte man besser kein Risiko eingehen und die Ernte abschließen.
- Rettich (schwarzer, Daikon, Margelan-Rettich). Kälte macht ihm nichts aus, aber gefrorener Boden schon. Die langen ‚Schwänze‘ des Daikon sollten besser ausgegraben werden, bevor der Boden zu Stein wird.
- Pastinake und Wurzelpetersilie. Diese tapferen Soldaten des Gartens können überwintern, um Sie im Frühling mit dem ersten Grün zu erfreuen. Aber wenn das nicht in Ihren Plänen steht, ist Oktober ihre Zeit.
- Meerrettich. Für die Einlagerung der aromatischen Wurzel ist dies der ideale Moment! Nach dem ersten Frost, wenn die Blätter absterben, sammelt sich im Meerrettich eine wahre Heilkraft — die maximale Menge an wertvollen Inhaltsstoffen.
- Topinambur (Erdbirne). Ein einzigartiges Gemüse, das hervorragend im Boden überwintert. Aber ein Teil der Ernte wird im Oktober dennoch ausgegraben, um bis zum Frühjahr frische Knollen zu genießen. Den Rest kann man dann «ernten», sobald der Boden aufgetaut ist.
Sie müssen nicht graben: Sie können es mit gutem Gewissen überwintern lassen
Das hier ist ein angenehmer Bonus für den müden Gärtner. Manche Kulturen kann man nicht nur im Boden lassen, sondern muss sie sogar. Entweder brauchen sie die Kälte zur Ruhe, oder sie vertragen den Winter ausgezeichnet.
- Kohl (Rosenkohl, Grünkohl). Diese Sorten werden nach leichtem Frost nur noch schmackhafter und süßer!
- Porree. Er kann im Boden unter einer zuverlässigen Abdeckung aus Reisig oder Vlies überwintern. In Regionen mit milden Wintern lässt man ihn einfach bis zum Frühjahr stehen.
- Petersilie, Sauerampfer, mehrjährige Zwiebeln, Minze. Diese treuen Stauden überwintern problemlos. Im Herbst werden sie einfach zurückgeschnitten und gemulcht.
- Spargel, Rhabarber. Mit Einsetzen der Kälte gehen sie in die Ruhephase. Ihre oberirdischen Teile werden abgeschnitten, die Wurzeln bleiben im Boden.
- Winterknoblauch. Er wird gerade im Oktober gepflanzt und nicht ausgegraben! Also nehmen Sie die Knoblauchzehen in die Hand und los — ins Beet.
Fünf goldene Regeln für die späte Ernte
- Wählen Sie den richtigen Tag. Graben Sie nur bei trockenem und möglichst sonnigem Wetter.
- Lassen Sie sie trocknen. Legen Sie die ausgegrabenen Wurzelgemüse für einige Stunden an die Luft. Die Erde an ihnen trocknet ab und löst sich leicht.
- Nicht waschen! Kartoffeln, Möhren und Rote Bete werden vor der Einlagerung nur von trockener Erde abgerieben. Waschen verkürzt ihre Haltbarkeit drastisch.
- Schneiden Sie das Kraut ab. Bei Möhren und Roter Bete wird das Kraut abgeschnitten, wobei kleine «Stummel» (0,5–1 cm) bleiben. Das verhindert ihr Austreiben im Winter.
- Sortieren Sie die Ernte. Trennen Sie beschädigte und kranke Wurzelgemüse sofort ab. Sie sollten zuerst gegessen werden.