Der Sommer ist in vollem Gange, die Sonne wärmt großzügig, und die Wurzelgemüse nehmen kräftig zu. Welche Arbeiten müssen Ende Juli — Anfang August durchgeführt werden, um eine reiche Ernte zu erzielen?
Inhaltsverzeichnis:
Nicht von Tag zu Tag, sondern von Stunde zu Stunde
Ende Juli und in der ersten Augustdekade erleben die Wurzelgemüse einen kritischen Moment: die Phase des aktiven Wachstums der Wurzelknollen beginnt. In dieser Zeit nehmen sie nicht von Tag zu Tag, sondern von Stunde zu Stunde an Masse zu. Genau jetzt hängen Größe, Geschmack und Lagerfähigkeit der Ernte von der Düngung ab. Wenn Sie zu spät kommen, haben die Pflanzen keine Zeit, die Nährstoffe aufzunehmen; wenn Sie es überstürzen, geht die Nahrung in das Blattwerk.
Lassen Sie uns klären, was und wann ausgebracht werden muss, damit die Wurzelgemüse mit gleichmäßigen und großen Wurzeln erfreuen.
Rote Bete
25. Juli — 10. August: Zucker und Lagerfähigkeit
Ende Juli — die Zeit, in der die Rote Bete an Volumen zunimmt und beginnt, Zucker zu speichern. Um die Süße zu verstärken und die Lagerfähigkeit der Ernte zu erhöhen:
25.–31. Juli — Gießen mit Aschelösung: 2 EL Asche auf 10 l Wasser;
5.–10. August — Salzdüngung: 1 EL Salz auf 10 l Wasser (in die Rillen gießen, nicht auf die Blätter); abends oder bei bewölktem Wetter durchführen.
Möhre
25. Juli — 5. August: Zeit für Kalium und Bor
Ende Juli bildet die Möhre aktiv das Kerngewebe und lagert Zucker ein. Zu dieser Zeit benötigt die Wurzel Kalium und Bor. Die beste Zeit für die erste Düngung ist der 25.–30. Juli, wenn man sieht, dass das Möhrenkraut aktiv gewachsen ist.
Unter die Wurzel: 10 l Wasser + 1 EL Kaliumsulfat + 1 EL Superphosphat. Düngen Sie abends, nach Regen oder Bewässerung.
Nach 3–5 Tagen (1.–5. August) eine Blattdüngung mit Bor durchführen: 1 g Borsäure auf 1 l Wasser, abends auf die Blätter sprühen — das verhindert Risse und Hohlräume in der Wurzel.
Radieschen, Rettich, Daikon
25. Juli — 5. August: dringender Endspurt
Diese Kulturen beenden ihre Entwicklung schneller als andere: Wenn Sie eine zarte Wurzel ohne Bitterkeit und Hohlräume erhalten möchten, verpassen Sie nicht das Ende Juli.
25.–28. Juli — letzte vollständige Düngung: 10 l Wasser + 1 TL Kaliumsulfat + 1 TL Superphosphat.
1. bis 5. August: Wenn es heiß ist, mulchen Sie die Beete unbedingt mit Gras oder Stroh, um Rissbildung der Früchte zu vermeiden.
Wichtig: Nach dem 5. August werden die Düngungen für diese Kulturen eingestellt, um ein Überwachsen und Schossen zu vermeiden.
Pastinaken und Rüben
1. bis 10. August: Start für die Haltbarkeit
Diese Wurzelgemüse entwickeln sich am langsamsten von allen, aber gerade Anfang August legen sie aktiv Masse an. Die richtige Düngung jetzt ist der Schlüssel zu ihrer langen Lagerung.
1. bis 5. August — Kalium-Phosphor-Düngung: 1 EL Nitrophoska auf 10 Liter Wasser.
6. bis 10. August: Kräuterjauche (einen Eimer Gras 5–7 Tage ansetzen, 1:10 verdünnen) nährt sanft, ohne einen plötzlichen Schub im Blattwachstum.
Wichtige Tipps
Düngen Sie nach dem Gießen oder Regen. Dies verhindert eine plötzliche Erhöhung der Düngerkonzentration an einer bestimmten Bodenstelle und Wurzelverbrennungen und ermöglicht eine schnellere Aufnahme des Düngers.
Verwenden Sie keine Stickstoffdünger – zu dieser Zeit fördern sie das Blattwachstum, nicht die Wurzelentwicklung.
Wenn Sie bemerken, dass das Laub von den unteren Blättern her vergilbt, fehlt den Pflanzen möglicherweise Kalium.
Mulchen Sie den Boden nach der Düngung – an heißen Tagen bewahrt dies die Feuchtigkeit und schützt die Wurzelgemüse vor Rissen.
Verpassen Sie nicht das Ende Juli bis Anfang August: In diesen 2–3 Wochen legen Sie den Geschmack, die Größe und die Haltbarkeit Ihrer Wurzelgemüse fest. Karotten werden süß und gleichmäßig, Rote Bete kräftig und fest, Radieschen und Daikon ohne Bitterkeit, Pastinaken und Rüben groß und saftig. Möge Ihr Garten Sie und Ihre Lieben mit einer hervorragenden Ernte erfreuen, die bis zum Frühjahr haltbar ist!
Wie die Wurzelgemüse «um Hilfe bitten»
Bei Möhren werden die Blattspitzen rot — Kaliummangel.
Bei Roter Bete verlieren die Blätter ihre satte grüne Farbe — Signal für eine Düngung mit Asche.
Rettich und Daikon bilden Hohlräume in der Wurzelmitte — Bor und Kalium sind nötig.
Pastinaken und Rüben wachsen langsam, die Blätter sind klein — das bedeutet, Phosphor ist nötig.
Übrigens
Ende Juli und die erste Augustdekade ist ein Wendepunkt: Wenn das Wurzelgemüse jetzt alles Nötige erhält, kann es die Nährstoffe noch in Wachstum und Geschmacksverbesserung umwandeln. Wenn man es nicht schafft, verlangsamt es die Entwicklung und beginnt sich auf die Ruhephase vorzubereiten, und später ausgebrachte Dünger werden nicht aufgenommen und bleiben im Boden.