Gladiolen anbauen

Es gibt wohl wenige Blumen, die eine solche Sortenvielfalt aufweisen können wie die Gladiole.

Es sind über 8.000 Sorten bekannt, die sich sowohl in der Blütenform als auch in Größe, Farbe, Höhe und Blütezeit voneinander unterscheiden. Der Stängel der Pflanze ist recht kräftig und aufrecht und erreicht eine Höhe von 1,5 m, manchmal sogar mehr. Die Blüten selbst variieren in der Größe — von winzig bis riesig (oft über 16 cm).

Beim Anbau von Gladiolen sollte man die Blütezeit der jeweiligen Sorte berücksichtigen.

Frühe Sorten blühen am 70. Tag nach der Pflanzung, mittelfrühe — am 75., mittlere — am 80., mittelspäte — am 85. und späte — am 90. Tag. Gladiolen bevorzugen sonnige Standorte, fruchtbare Böden und regelmäßige Bewässerung.

Die Pflanzung der Knollen erfolgt Mitte April in einer Tiefe von 15-20 cm. Bei flacherer Pflanzung überhitzen die Knollen im Sommer, und die Stängel knicken unter ihrem eigenen Gewicht um, wobei die Wurzeln freigelegt werden. Dies sollte man beim Anbau von Gladiolen beachten. Das Pflanzgut wird 2-3 Stunden lang mit einer 0,1-0,15%igen Kaliumpermanganat- und Fundazol-Lösung behandelt. Auf den Boden der Pflanzrille wird sauberer Flusssand geschüttet.

Siehe auch:
Vermehrung von Gladiolen

Auf 1 m2 werden 30-35 große Knollen gepflanzt. Während der Vegetationsperiode werden Mineraldünger (Stickstoff-Phosphor-Kalium) in einer Menge von 60 g pro 1 m2 ausgebracht: zu Beginn des Pflanzenwachstums (3:3:1), zu Beginn der Knospenbildung (2:2:3), während der Blüte (1:2:3).

Die Knollen werden in der ersten Oktoberdekade ausgegraben, in der Regel vor dem ersten Frost. Nach 5-7 Tagen Trocknung in einem gut belüfteten Raum bei 25-30 °C wird die Temperatur auf 18-20 °C gesenkt, einen Monat lang getrocknet und dann bei 5-7 °C und 80 % Luftfeuchtigkeit für die Winterlagerung eingelagert.

Gladiolen sind anfällig für Pilz- und Bakterienkrankheiten. Vorbeugende Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Krankheiten beim Anbau:

  • jährlicher Wechsel des Pflanzstandorts,
  • Einhaltung der agrotechnischen Regeln,
  • richtige Lagerung des Pflanzguts,
  • rechtzeitige Entfernung kranker Knollen während der Lagerung,
  • rechtzeitige Vernichtung erkrankter Pflanzen während der Vegetationsperiode,
  • Vorbehandlung des Pflanzguts mit Pestiziden vor dem Pflanzen,
  • Behandlung der wachsenden Pflanzen mit Insektiziden zu Beginn der Knospenbildung.

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