Tuberose: Pflanzung und Pflege

Die Tuberose, früher auch als Nachtviole bezeichnet, wuchs einst sehr häufig in den Höfen vieler Häuser. In der Regel war sie ein Zeichen dafür, dass in diesem Haus Wohlstand herrschte.

Heutzutage trifft man diese Blume auf Blumenbeeten weitaus seltener an. Natürlich wachsen heute viele andere wunderschöne Blumen auf den Beeten, aber die Tuberose fehlt dort eindeutig. Das ist sehr schade, denn der intensive Duft dieser Blume kann sich über viele Dutzend Meter ausbreiten.

Pflanzung der Tuberose

Die Tuberose, die mit ihren weißen, wachsartigen Blüten an eine große Hyazinthe mit meterhohem Wuchs erinnert, ist in wenigen Minuten gepflanzt. Dafür können diese prächtige Erscheinung und die Blütezeit von 15–20 Tagen jedes Blumenbeet verschönern.

Diese Blume ist sehr wärmeliebend und gedeiht am besten in den südlichen Regionen unseres Landes im Freiland. Dort erfolgt die Pflanzung der Tuberose im Zeitraum vom 20. April bis 10. Mai. Sie wird in gut erwärmte, drainierte Erde an einem sonnigen Standort gepflanzt. Die Pflanztiefe beträgt 1–2 cm, der Reihenabstand für die Tochterzwiebeln 7–10 cm und für blühende Zwiebeln 20–25 cm. Die Zwiebeln und Tochterzwiebeln müssen vor dem Pflanzen mit Fitosporin oder Biostim behandelt werden.

Siehe auch:
Herbstzeitlose oder Winterzeitlose

Pflege der Tuberose

Diese Pflanze reagiert sehr gut auf Bewässerung und Düngung mit mineralischen und organischen Düngemitteln. Je nach Witterung kann die Blume 1- bis 2-mal pro Woche gegossen werden.

2- bis 3-mal pro Woche muss die Tuberose mit organischen, stickstoffhaltigen Mineraldüngern und Humat gedüngt werden. In der zweiten Augusthälfte bilden sich Knospen, und Ende Oktober können die Zwiebeln mit noch nicht vollständig erblühten Blütenstielen in Töpfe umgepflanzt werden. Dort blühen sie zu Ende und können zu Hause oder in Ihrem Gewächshaus bis in den Dezember hinein blühen.

In den nördlichen Regionen gibt es eine eigene Methode zur Pflege und zum Anbau dieser Blume, die sich besonders für schwach entwickelte Zwiebeln eignet. Im Februar oder März werden die Zwiebeln und Tochterzwiebeln in Töpfe gepflanzt, wo sie bis zum Eintritt der richtigen Wärme wachsen.

Danach werden die Tochterzwiebeln abgetrennt und die Tuberosen ins Freiland umgepflanzt. Falls sie in der Saison nicht blühen konnte, wird die Blume erneut in Töpfe gesetzt und ins Warme gebracht. Wenn die Zwiebel jedoch keine Blütenstiele treibt, muss sie noch vor dem Frost ausgegraben, von Erde gereinigt und bei Raumtemperatur getrocknet werden.

Anschließend muss sie zu Hause in einem Karton aufbewahrt werden.

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