In der Kultur sind folgende Esparsette-Arten bekannt: die gewöhnliche (oder wickenblättrige), die transkaukasische, die Sand-Esparsette und ihre Hybriden.
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Wickenblättrige
Am weitesten verbreitet ist die wickenblättrige Esparsette – eine wertvolle Zwischenfrucht, die 1,5 bis 2 Wochen früher reift als alle anderen angebauten Kultur-Esparsette-Arten und andere Hülsenfrüchtler. Im Aussaatjahr bildet sie keine fruchtenden Triebe, sondern lediglich eine bodenständige Rosette.
Die wickenblättrige Esparsette ist nicht winterhart und wenig trockenheitsresistent. Sie eignet sich für den Anbau in Regionen mit feuchtem und warmem Frühling und mildem Winter. Während der Vegetationsperiode ergibt sie einen Schnitt. In Zonen mit strengeren klimatischen Bedingungen ist diese Esparsette-Art wenig widerstandsfähig und wenig ertragreich.
Zwei weitere verbreitete Arten – die transkaukasische und die Sand-Esparsette (sowie ihre Hybriden) – sind mehrjährige Pflanzen des Sommertyps. Im Aussaatjahr können sie fruchtende Stängel bilden und Samen hervorbringen.
Transkaukasische
Die transkaukasische Esparsette ist ertragreicher, trockenheitsresistenter und frosthärter als die gewöhnliche. Sie zeichnet sich durch schnellen Wiederaustrieb nach dem Mähen aus und kann pro Jahr zwei Schnitte liefern (daher der Name – zweimähdig).
Bei ausreichender Feuchtigkeit und Nutzung als Heu kann sie sogar einen dritten Schnitt liefern. Angebaut wird sie hauptsächlich in Transkaukasien und im Nordkaukasus.
Sand-Esparsette
Die Sand-Esparsette ist weniger anspruchsvoll an die Wachstumsbedingungen und kann sogar auf sandigen Böden wachsen. Im Vergleich zur wickenblättrigen und transkaukasischen Esparsette ist sie winterhärter und trockenheitsresistenter. Zu den Nachteilen der Sand-Esparsette gehören ihre groben Stängel und die schwache Belaubung.
Derzeit wurden ertragreiche Hybridsorten der Pflanze in die Produktion übergeben, die von Versuchsstationen und Instituten gezüchtet wurden.
Die Esparsette ist eine wertvollste Untersaat- und Zwischenfruchtpflanze und eine gute Honigpflanze. Die Hauptanbauflächen befinden sich in den südlichen Regionen des Landes. Ebenso ist diese krautige Pflanze ein Begleiter der Luzerne und übertrifft sie oft im Ertrag. Sie kann auch im Wolgagebiet, in vielen Regionen Sibiriens, Kasachstans und Zentralasiens angebaut werden.